Rufmord - Jenseits der Moral

  1. Ø 0
   2000
Trailer abspielen
Rufmord - Jenseits der Moral Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu Rufmord - Jenseits der Moral

Filmhandlung und Hintergrund

Rufmord - Jenseits der Moral: Gewitzte Politsatire über ein raffiniertes Ränkespiel hinter den Kulissen Washingtons, mit dem eine unbescholtene Senatorin diskreditiert werden soll.

Nach dem Tod des Vizepräsidenten ist die Senatorin Laine Hanson (Joan Allen) für Präsident Evans (Jeff Bridges) die Favoritin auf den Posten. Grund genug für Evans‘ republikanischen Kontrahenten Runyan (Gary Oldman), Laine kategorisch abzulehnen. Er versucht mit allen Mitteln ihre Berufung zu verhindern und bringt angebliche Fotos aus der Sudienzeit Laines in Umlauf, die die Kanditatin beim Gruppensex zeigen. Laine weigert sich standhaft, zu den Anschuldigungen Stellung zu nehmen, und bringt damit die Affäre erst richtig ins Rollen.

Dem ehemaligen Filmkritiker Rod Lurie gelang eine bissige Satire über ein raffiniertes Ränkespiel hinter den Kulissen des Weißen Hauses.

Nach dem Tod des Vizepräsidenten ist die Demokratin Sen. Laine Hanson für Präsident Evans Favorit auf den Posten. Des Präsidenten mächtigster Gegner, der Republikaner Runyan, hätte aber lieber einen Mann aus seinen Reihe implementiert und befördert vermeintliche Fotos aus der Vergangenheit Laines zu Tage, die sie beim Gruppensex zeigen. Doch Laine weigert sich standhaft, sich zu den Anschuldigungen zu äußern.

Die Demokratin Laine Hanson wird vom Präsidenten nach dem Tod des ursprünglichen zweiten Mannes als Vize-Präsidentschafts-Kandidatin aufgestellt. Für den erzkonservativen Republikaner Shelly Runyon ist die attraktive, glücklich verheiratete Senatorin jedoch ein Dorn im Auge. Und auch Laines Parteigenosse Reginald Webster mag sich mit deren Nominierung nicht abfinden. Da stoßen professionelle Rechercheure auf ein unzweideutiges Foto aus Hansons Collegetagen. Der Beginn einer gnadenlosen Diffamierungskampagne…

Als professionelle Rechercheure auf ein unzweideutiges Foto aus Collegetagen der demokratischen Vize-Präsidentschaftskandidatin Laine Hanson stoßen, beginnt eine gnadenlose Diffamierungskampagne. Spannendes, makellos umgesetztes Drama, zugeschnitten auf das politisch interessierte Publikum.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User (0)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Dreamworks‘ Oscar-Hoffnung Nummer zwei: Nachdem sich für „Hallo Mr. President“ oder „Primary Colors“ die Pforten des Weißen Hauses öffneten, um den mächtigsten Mann der westlichen Welt von einer menschlichen Seite zu präsentieren, greift „The Contender“, der zweite Film des ehemaligen Filmkritikers Rod Lurie, die Tradition des amerikanischen Politfilms wieder auf. Im Ton näher an „Mr. Smith Goes to Washington“ als an „Die Unbestechlichen“, will Lurie in seiner Feelgood-Satire über den mit allen Mitteln ausgefochtenen Kleinkrieg um eine liberale Vizepräsidentschaftskandidatin die Auseinandersetzung mit (vergessenen) Inhalte und (verlorenen) Idealen. Eine ideale Spielwiese vor allem für die Darsteller, von denen sich Joan Allen, Gary Oldman und Jeff Bridges als ernst zu nehmende Oscar-Kandidaten empfehlen.

    Lurie liebt Politik, liebt die Spiele und Ränke hinter den Kulissen, die ruchlosen Deals und Eine-Hand-wäscht-die-andere-Geschäfte auf dem Weg an die Macht. Von Desillusion ist in seinem Film dennoch nichts zu spüren. Luries Glaube an die ursprünglichen Werte der Demokratie ist derart ungebrochen, dass ihm sein Idealismus sogar ein wenig im Weg steht: Allzu offensichtlich ist es, für wen sein Herz schlägt während des gesamten Verlaufs dieser Schachpartie um die Zukunft Amerikas – das lässt „The Contender“ manipulativ und simpler wirken als er ist. Gleichzeitig aber ist der Enthusiasmus des Filmemachers erfrischend, ansteckend gar: Mit seinem leichten Ton und wissendem Augenzwinkern ermöglicht er gerade Politlaien den Zugang zu einem komplexen Thema. Unterhaltung statt Didaktik ist sicherlich ein Ansatz, der (vor allem im politmüden Amerika) die Wirkung der effektiv erzählten Komödie sicherlich erhöht.

    Als Vorbild diente Lurie der Skandal um Richter Clarence Thomas und Anita Hill (und nicht, wie gerne aber falsch kolportiert, Monicagate): Hier wird der Charakter der zu den Demokraten übergewanderten Republikanerin Senatorin Laine Hanson (Allen ladylike als Inbegriff moralischer und politischer Integrität) auf den Prüfstand gestellt. Nach dem Tod des Vizepräsidenten ist sie für den souveränen Lebemann-Präsidenten Evans (Bridges als lässige Mischung aus Bill Clinton und dem Big Lebowski) die Favoritin auf den Posten. Grund genug, für dessen einstigen Republikaner-Konkurrenten und mächtigsten Gegner Runyan (Oldman nahezu unerkennbar als wiefes Wiesel), sie kategorisch abzulehnen. Nach eifrigem Wühlen in ihrer Vergangenheit fördern Runyons Bluthunde Fotos zu Tage, die Layne Hanson bei einer Gruppensexorgie während ihrer Studienzeit zeigen sollen. Auch auf die Gefahr hin, vom amerikanischen Volk wegen dieser Verfehlung abgelehnt zu werden, lehnt es die Senatorin, Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen – und löst damit eine regelrechte Schlammschlacht um eine Reihe von politischen „Hot Buttons“ aus.

    Sehr geschickt lässt Lurie die finsteren Methoden, die Egos, Skrupellosigkeit und die Machtgier durchblicken, mit denen in Washington Politik gemacht wird. Gleichzeitig verdammt er den Personenkult und die absurden Charakterhinrichtungen von Persönlichkeiten, die offensichtliche Führerfiguren mit Autorität und Vision sind. Und im Vorübergehen spricht er sich noch für Gleichberechtigung, Abtreibungsrechte und gegen die Todesstrafe aus. Ein feuchter Traum für alle Liberalen, werden Zyniker anmerken. Dass „The Contender“ dennoch funktioniert, ist zum einem dem Drehbuch voller brillanter Dialoge, zum anderen den wunderbaren Schauspielern zu verdanken, die allesamt Bestleistungen abliefern. Stellvertretend für den Rest des Ensembles soll hier nur Joan Allen, die gegenwärtig zweifellos beste amerikanische Schauspielerin ohne Oscar, genannt sein: Ihre Layne Hanson ist eine wunderbar gespielte Frau: entschlossen, stark, intelligent, mitfühlend und immer herrlich weiblich. Politiker sollten sich eine Scheibe von ihr abschneiden. Der erste Pickup von Dreamworks wird in den USA dank seines Starttermins kurz vor den Präsidentschaftswahlen im November für Wirbel und Debatten sorgen. In Deutschland darf man auf die zu erwartenden Oscar-Nominierungen hoffen. ts.

News und Stories

Kommentare