Roller Girl

  1. Ø 4
   2009

Roller Girl: Quirlige Coming-of-Age-Sport-Dramödie um Roller- Skaterinnen.

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Filmhandlung und Hintergrund

Roller Girl: Quirlige Coming-of-Age-Sport-Dramödie um Roller- Skaterinnen.

Die rebellische Bliss findet ihre Berufung und einen Ausweg aus dem langweiligen Alltag in der texanischen Kleinstadt, in der sie lebt, als sie in ein Roller-Skate-Team aufgenommen wird. Ihre Mutter, die ihre Tochter lieber bei Schönheitswettbewerben sehen würde, ist wenig begeistert. Die Regeln des Sports und den richtigen Bodycheck muss Bliss zwar erst lernen, aber verdammt schnell ist sie schon.

Die rebellische Bliss findet ihre Berufung und einen Ausweg aus dem Alltag in der texanischen Kleinstadt, in der sie lebt, als sie geheim in ein Roller-Skate-Team aufgenommen wird, das wüste Rollerderbys im Punkrockambiente abhält. Bliss‘ Mutter darf davon nichts wissen: Sie würde ihre Tochter lieber bei Schönheitswettbewerben sehen. Die Regeln des Sports und den richtigen Bodycheck muss Bliss zwar erst lernen, aber verdammt schnell ist sie schon – und alsbald entwickelt sie sich zum Star ihres Teams von Außenseiterinnen.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Jaja, wieder mal eine Coming-of-Age-Geschichte im Gewand eines Sportfilms. Aber es ist das Regiedebüt von Drew Barrymore und ja, für ihren ersten Film bediente sie sich eines bereits mehrfach erprobten Erfolgsrezepts: Man nehme eine junge sympathische Außenseiterin als Protagonisten, füge ihr in gleichem Maße schrullige wie drollige Eltern (die nur das Beste für ihr Kind wollen, auch wenn sie dabei die Realität manchmal aus den Augen verlieren) sowie eine supercoole beste Freundin bei und verorte das Ganze in einem verschlafenen Nest. Würze es mit einer Prise Wortwitz und weiteren skurrilen Nebenfiguren. Danach alles gut mit einer Portion Auf-und-Ab vermischen, einen Spritzer erste Liebe beifügen und bei Indiefilm-Temperatur backen. Zum Schluss noch mit guter Musik verzieren und fertig ist ein nicht unbedingt besonders origineller, aber trotzdem sehenswerter Film.

    Besonders wird dieser Film in erster Linie, weil Drew Barrymore ein hervorragendes Schauspielerensemble zusammengetrommelt hat und man jedem einzelnen die Spielfreunde anmerkt. Angefangen bei Andrew Wilson, der den spleenigen Trainer „Razor“ spielt und allen voran Juliette Lewis als fiese „Iron Maven“, Captain des stärksten gegnerischen Teams, die hier einmal mehr überzeugend eine Frau mit White Trash-Touch mimt sowie Drew Barrymore in der Rolle der cholerischen „Smachley Simpson“, die mit ihren Karambolagen und verbalen Ausfällen deutlich zur Komik des Films beiträgt. Nicht zu vergessen Ellen Page. Die Rolle der Bliss wirkt wie ihr auf den Leib geschneidert, aber der Zuschauer wird nicht umhinkommen zu bemerken, dass Bliss quasi Junos Doppelgängerin ist, zwar fehlt das freche Mundwerk, schlagkräftig ist Bliss aber auf andere, eben wortwörtliche Art.

    Auch wenn die Handlung nicht unbedingt vor Originalität strotzt, so hat Barrymore immerhin die vor allem hier zu Lande unbekannte Sportart des Roller Derbys für die Leinwand entdeckt. Im Gegensatz zu allen möglichen Ballsportarten wurde diese nämlich noch nicht für filmische Zwecke verwurstet. Die Regeln eines Roller Derbys an dieser Stelle zu erklären, ist überflüssig. Wichtig ist nur, dass es darum geht, mit vollem Körpereinsatz zu verhindern, dass die andere Mannschaft das Rennen gewinnt, um es natürlich für sich selbst zu entscheiden. Die Szenen auf der Rollschuhbahn sind das Herzstück des Film. Rasant gefilmt und schnell geschnitten – spannend, hart und komisch zugleich, Dank der waghalsigen Manöver der Hurl Scouts.

    „Whip it!“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Shauna Cross, die ihre Geschichte auch selbst für die Leinwand adaptierte. Barrymore ist damit ein Feel-Good-Movie über eine Siebzehnjährige gelungen, die sich selbst findet, ihre erste Liebe und einen eigenen Weg heraus aus der piefigen Kleinstadt.

    Fazit: Ein gelungenes Feel-Good-Movie übers Erwachsenwerden, die Liebe zu den Eltern, die es einem nicht immer einfach machen und darüber, dass man manchmal Dinge nur für sich selbst tun muss.
  • Das Regiedebüt von Drew Barrymore („Mitten ins Herz“) zelebriert mit einer im Rollerderby-Milieu angesiedelten Sports-Dramödie voller Esprit und Emotion geballte Frauenpower.

    Seit sie fünf Jahre alt war, stand Barrymore für Hits wie „E.T.“ und „3 Engel für Charlies“ vor der Kamera. Als Produzentin ist sie bereits seit 1992 tätig, doch erst jetzt gibt es die erste Inszenierung des alten Hollywood-Hasen zu bewundern. Dafür dient ihr das Skript von Shauna Cross als Vorlage, die ihr eigenes autobiografisch angehauchtes Buch adaptierte. Darin verarbeitete Cross die Erinnerungen an ihre Tage als Mannschaftsmitglied der Los Angeles Derby Dolls.

    Für den Film wurde die Action nach Texas verlegt, wo die 17jährige Protagonistin Bliss Cavendar („Juno“-Naseweis Ellen Page erneut in trockenhumoriger Höchstform) noch die Schulbank drückt. Mit ihren Eltern (Marcia Gay Harden und Daniel Stern) lebt sie in einem texanischen Kleinkaff außerhalb von Austin und nimmt ausschließlich ihrer Mutter zuliebe an öden Schönheitswettbewerben teil. Per Zufall eröffnet sich der punkigen Bliss eine völlig neue Welt nach ihrem ersten Besuch zu einem Rollerderby. Denn eines der Rollergirls, namens Maggie Mayhem (Kristen Wiig), lädt zu den Proben für neue Teammitglieder ein. Die zierliche Bliss mag zwar nicht gerade so furcht einflössend forsch sein wie die meisten der tätowierten Mädels, doch sie hat einen Affenzahn drauf. Die Aufnahme in die Hurl Scouts ist somit besiegelt und Bliss skatet fortan unter dem viel sagenden Pseudonym Babe Ruthless. In typischer Sportsfilmmanier handelt es sich zunächst um eine jämmerliche Verlierermannschaft, die von ihren arroganten Rivalinnen (als sarkastische Speerspitze fungiert Juliette Lewis in Gestalt der ungeschlagenen Iron Maven) getriezt werden. Natürlich geht es langsam, aber sicher bergauf bis frau sich beim Meisterschafts-Match gegenübersteht. Zwischenzeitlich gilt es für Bliss allerlei Komplikationen und Konventionen zu überwinden. Neben Knatsch mit ihrer schockierten Mutter und ihrer enttäuschten besten Freundin, erlebt Bliss auch eine Romanze mit dem süßen Musiker Oliver (Landon PIgg als Traumboy mit Vorbehalten).

    Mit einer Unterwasser-Liebesszene zeigt Barrymore, die zudem in einer Nebenrolle als die schlagkräftige Smashley Simpson auftritt, auch Gespür für Bildästhetik. Die Actionszenen (unterlegt mit Poprock und Punk) lassen den Adrenalin-Barometer steigen, auch wenn vielleicht ein wenig mehr Einfallsreichtum angebracht gewesen wäre. Doch fällt dies nicht ins Gewicht, da diese ebenso herzliche wie amüsante Ode an Freiheit und Individualismus mit viel Charme und Charisma zu punkten versteht. ara.

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