Robert Altman's Last Radio Show (2006)

Originaltitel: A Prairie Home Companion
Robert Altman's Last Radio Show Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Robert Altman's Last Radio Show: Ensemblefilm von Robert Altman über den letzten Abend einer legendären Radioshow, die überraschend abgesetzt werden soll.

Böse Überraschung für Garrison Keillor (Garrison Keillor), den Moderator der “Prairie Home Companion”, einer seit 1974 in Amerika beliebten Radioshow: Die laufende Sendung soll die letzte sein – das erfolgreiche Format wird abgesetzt. Nun haben der Sicherheitsbeamte Guy Noir (Kevin Kline) und Managerin Molly (Maya Rudolph) alle Hände voll zu tun, die Performanceauftritte zu gewährleisten. Darunter sind die Sängerinnen Rhonda (Lily Tomlin) und Yolanda Johnson (Meryl Streep), ihre Tochter Lola (Lindsay Lohan) sowie die Cowboys Dusty (Woody Harrelson) und Lefty (John C. Reilly).

Wunderbare Ensemble-Dramödie vom kürzlich verstorbenen Altmeister Robert Altman, der mit Starbesetzung bis in kleinste Nebenrollen einen ganz entspannten Blick auf Eitelkeiten und Sehnsüchte im Showbiz wirft.

“A Prairie Home Companion” – das ist seit 1974 in ganz Amerika eine beliebte Radiosendung mit unterschiedlichsten Elementen, die von Moderator Garrison Kellor zusammengehalten werden. Nun müssen Kellor und seine Gäste erfahren, dass die laufende Sendung die letzte sein soll. Das erhöht die Spannung beträchtlich, und so droht der Abend zusehends aus dem Ruder zu laufen, wozu zwei Country-Sängerinnen, ein Sicherheitsbeauftragter, eine außer Kontrolle geratene Frau und der Aufnahmeleiter beträchtlich beitragen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Nordwest-Version von “Nashville” zeigt Almeister Robert Altman in lässiger Form, Stars in Spiellaune, Kameraarbeit zum Niederknien und eine kultige Radioshow mit Toten und Zoten.

    Schon der Anfang ist pures Augenschlecken. Zum typischen Off-Kommentar eines Film noir schreitet Kevin Kline in schwebenden Kamerafahrten als angeblicher Detektiv aus einem Diner zu einem Theater, wo er sich als kaum benötigter Sicherheitsoffizier herausstellt und wo die letzte Live-Sendung der titelgebenden Radioshow abläuft. Denn an das Theater, aus dem Countrymusik, Bluegrass und Werbespots gesendet werden, legt der Axeman genannte Mannn des Kapitals (Tommy Lee Jones) Hand an, damit auf der Ruine des Showbusiness ein Parkhaus erwachse.

    Die Radioshow gibt es wirklich. Sie wurde 1978 von Garrison Keillor in St. Paul, Minnesota, ins Leben gerufen. Sie wird wöchentlich von 558 Radiostationen gesendet und von Millionen gehört. Keillor schrieb aus den Geschichten seines Lebens sich selbst als Moderator GK und den Stars ein Drehbuch nach Maß auf den Leib, würzte es mit Anekdoten und einer 15-minütigen Abfolge von dreckigen Witzen, nach denen man, wenn die alternden Cowboys Woody Harrelson und John C. Reilly sie beendet haben, erschöpft in den Sessel sinkt (“Was entsteht, wenn man Weihwasser und Lebertran mixt? – A religious movement.”).

    Robert Altman (“Short Cuts”, “Gosford Park”), inzwischen 80 Jährchen jung, liebt Mythen mit Musik und inszeniert Keillors Steppenwitze als der Dramaturgie der Sendung folgende Mischung aus Songs, Sketchen, Dialogduellen auf und hinter der Bühne und als offen nostalgische Hommage an diese Form Populärkultur aus dem Herzen Amerikas.

    Ein herrliches Vergnügen mit Stars, die übermütig, leichtfüßig, verspielt und gemütlich ihre Show abziehen. So gelangt in eine köstlich jazzige Improvisation über Isolierbandwerbung, deren Text die Assistentin verloren hat, eine famose Eifersuchtsszene von Meryl Streep als Sängerin, die mal was mit Keillor hatte. Ein Country-Star (L.Q.Jones, Veteran aus Peckinpah-Filmen) wird sterben, ein schöner reifer Todesengel (Virginia Madsen, “Sideways”) gleitet durchs Theater, ein postpubertärer Teenager (Lindsay Lohan als Streeps Tochter und Nichte von Lily Tomlin) gefällt sich in Selbstmordlyrik und muss Verantwortung lernen. Einfach wunderbar entspannend und dank der herrlichen ungeschnittenen Plansequenzen der Kamera von Ed Lachman, die das Theater ausforscht, nicht nur eine Hör-, auch eine Augenweide. Für Altman-Fans der pure Genuss und ein Ensemblefilm, dem man möglichst viele Zuschauer wünscht. ger.

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