Ring 2

  1. Ø 3
   2005
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Filmhandlung und Hintergrund

Ring 2: Fortsetzung des Gruselhits, in der Rachegeist Samara nicht nur tötet, sondern im Körper eines Jungen selbst wieder leben will.

Sechs Monate nach den schrecklichen Ereignissen um ein todbringendes Tape sind Reporterin Rachel Keller (Naomi Watts) und ihr Sohn Aidan (David Dorfman) vor den Erinnerungen in die Provinz geflüchtet. Dort hat Rachel eine Anstellung beim lokalen Käseblatt gefunden und flirtet schon wieder mit den neuen Kollegen. Das Idyll ist schlagartig beendet, als Rachel im städtischen Polizeiarchiv Hinweise auf eine rätselhafte Todesserie in Zusammenhang mit einem Video entdeckt. Als dann auch noch ihr Kind von unbekannter Seite physisch wie psychisch misshandelt wird und der Verdacht geradewegs auf sie selbst fällt, ist guter Rat teuer.

Naomi Watts („Mulholland Drive„) kehrt ihm Sequel zum schaurigen Japan-Remake zurück und erhält bei der Suche nach der unfreundlichen Wasserleiche Gesellschaft von Sissy Spacek. Regie führt Original-Ringmeister Hideo Nakata.

Umgezogen in eine Kleinstadt, fühlen sich Rachel Keller und Sohn Aidan vom Fluch des Videobands, das bei Sichtung den eigenen Tod garantiert, sicher. Doch der ruhelose Geist Samaras taucht auch hier auf, nimmt Besitz von Aidan, um in seinem Körper endlich leben und eine liebende Mutter haben zu können. Doch Rachel kämpft, muss alle Grenzen überschreiten, um Aidan von diesem Dämon zu befreien.

Die Reporterin Rachel Keller hat das Geheimnis einer todbringenden Videokassette enträtselt und ist nun mit ihrem Sohn Aidan in eine verschlafene Kleinstadt umgezogen. So glaubte sie, das rachsüchtige Geistermädchen Samara für immer abgeschüttelt zu haben. Aber zu früh gefreut: Bei den Recherchen zu einem Schülerselbstmord stellt sie fest, dass Samara zurückgekehrt ist. Und dass das Biest nun nach Aidans Leben trachtet. Der Versuch, den Spuk zu beenden, stellt die junge Mutter vor eine grausame Entscheidung.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nicht vorhandene Väter, verstoßene, adoptierte, misshandelte und gequälte Kinder; eine heile Familienwelt gibt es in den „Ring“-Filmen nicht. Präsentiert wird das Bild einer Gesellschaft mit zunehmend zerfallenden Familienstrukturen. Auch die Grundeinheit der Familie – Mutter und Kind – wird in ihren Grundfesten erschüttert und muss um ihr Überleben kämpfen. So will Samara endlich eine Mutter finden, die ihr Liebe entgegenbringt und Rachel ihren Sohn retten, den sie nach dem Tod des Vaters alleine großzieht.

    Außerdem wird hier eine Gesellschaft in Angst vor (alter) Technik entworfen, welche in Form einer todbringenden Videokassette repräsentiert wird. Da jedoch das Thema „Familie“ und die intensive Mutter-Sohn-Beziehung zwischen Rachel und Aidan in den Mittelpunkt gerückt wird, gerät dieser zweite Ansatz schnell außer Acht. Die Videokassette ist nun Aufhänger einer gruselig-tragischen Familiengeschichte, sie selbst taucht nur noch am Rande auf. Für einen Horrorfilm gibt es hier zu wenig Horror, für eine Familientragödie dagegen zuviel. Der Film scheitert wohl letztendlich daran, dass er versucht, diesen Graben mit einem Spagat zu überwinden.

    Aus diesem Grund halten sich Horror und Schockeffekte in Grenzen. Es existiert zwar eine leise und teilweise surreale Gruselstimmung, die aber nur auf wenig subtile Weise bewirkt wird. Plötzlich ausfallende Lichter, knarzende Türen und spinnwebenverhangene Keller wirken eher wie ein Nachruf auf vergangene Klassiker dieses Genres. Dasselbe gilt für die wenigen Schockeffekte.

    Stattdessen findet sich in „Ring 2“ eine ganze Menge (un)freiwilliger Komik. Angefangen beim Angriff der Killer-Hirsche, über den Auftritt Sissy Spaceks als leibhaftige Wiedergeburt ihrer Carrie-Figur bis hin zur brennenden Videokassette, die ihr Maul aufzureißen und verzweifelt zu seufzen scheint. Dazu kommen etwas unschuldig-verkitscht geratene Traumsequenzen und überstrapazierte Symbolhaftigkeit, etwa in Form von Spiegelblicken und altbekannten Sinnbildern des Todes.

    Für diese Art der Handlung entschied sich Hideo Nakata, ebenfalls Schöpfer der beiden originalen „Ringu“-Filme, der nun mit „Ring 2“ seinen Einstand in Hollywood gibt. Der Film greift nur noch die zentralen Motive des japanischen Vorgängers von 1999 auf, stellt aber ansonsten eine eigentständige und komplexe Fortsetzung von „Ring“ dar. Dabei stellt sich hier mal wieder die Frage, ob durch die Angleichung eines Originals an einen anderen Kulturkreis nicht immer auch genau der Zauber verloren geht, der den ursprünglichen Film am Leben erhielt.

    Fazit: Surreale Gruselstimmung und wenige Horroreffekte umgeben eine allzu geradlinig erzählte Familientragödie.
  • „Ich will dir etwas zeigen“. Ein Satz wie dieser, gesprochen von Teenager Jake zu seinem Date Emily im Couchambiente einer elternlosen Wohnung, bedeutet an sich schon nichts Gutes. Bei „The Ring 2“ aber ist er die Ouvertüre zu einer echten Bedrohung, signalisiert er die Rückkehr des Todestapes und von Vollstreckerin Samara. „The bitch is back“ war als Slogan für „Alien 3“ umstritten, wäre heute aber passend, feiert doch der Rachegeist mit der Vorhangfrisur in der Fortsetzung des Welthits ein Comeback, das Horrorfans schrecken und Kinobesitzer erfreuen wird.

    Von der Eröffnungssequenz abgesehen, bei der die Skrupellosigkeit des Opfers fast schockierender ist als der folgende Hausbesuch der Täterin, konzentriert sich „Ring 2“ auf die Beziehung von Rachel Keller (Naomi Watts) und Sohn Aidan, verzichtet auf weitere Auszüge aus der Todeskette. Bis auf wenige Sequenzen ist auch das Motiv der Spurensuche, die Entschlüsselung verstörender Symbole, bedeutungslos. Was Samara zum ruhelosen Rachegeist machte, ist eine Randnotiz, ermöglicht Sissy Spacek, als Carrie immerhin „Des Satans jüngste Tochter“, einen Gastauftritt als geistig verwirrte Mutter, die vielleicht Täter, vielleicht aber auch Opfer war. In Detailfragen bleibt das Drehbuch nebulös, löst sich auch von zuvor aufgestellten Gesetzen. In „The Ring 2“ tötet sie auch ohne Sichtung des Videos und Vorwarnfrist, materialisiert sich in Badewannen, dunklen Zimmerecken, in Albträumen, Visionen und Fotos.

    Viel mehr noch als im Vorgänger ist die Welt außerhalb dieses Dreiecks von Mutter, Sohn und verstoßener Tochter, die Aufnahme in diese Kleinfamilie sucht, nahezu ausgegrenzt. Kurzfristig Zugang bekommt nur Rachels Chefredakteur Max, der dies aber wie Vorgänger Martin Henderson teuer bezahlen muss. Die nahezu Twist-freie Handlung steuert nicht mehr auf Erlösung, sondern die ewige Verdammnis Samaras zu. Weil Rachel am Ende von „The Ring“ nur eine Kopie zum Schutz für zwei Personen gezogen hat, taucht Ghost Girl auch am neuen Wohnort der Kellers, einer kleinen Küstenstadt auf. Schnell wird deutlich, dass es primär nicht um neue Opfer, sondern einen neuen Körper geht. Schleichend nimmt sie Besitz von Aidan, der in der Tradition von „Das Omen“ hinter einer Fassade von Unschuld Träger des Bösen ist. Weil Aidans Körper Zeichen von Misshandlung verrät, wird seine Mutter verdächtigt und von ihm getrennt, was der Geist im Körper des Jungen übel nimmt. Samara sucht die kämpferische, liebende Mutter, die sie nie hatte, wird in der furiosen Finalsequenz im Brunnen aber denkwürdig von ihr verstoßen.

    Gewalt oder plumpe Schocks gibt es in dieser Fortsetzung kaum. Stattdessen dominiert ein Gefühl permanenter Beunruhigung, in der das Normale suspekt und bedrohlich wirkt, in der unsere Erwartung mehr als eine eventuelle Einlösung für den Horror sorgt. Hideo Nakata, der mit dem japanischen Original „Ringu“ die ganze Kleinmädchen-Horrorhysterie auslöste, übernimmt dieses Mal selbst das Steuer, setzt auf subtilen Suspense und Verstörung durch verzerrte Normalität. Ein Highlight in der Mitte des Films ist eine Hirschherde, die den Wagen der Kellers attackiert, ein anderes am Ende der erneute Brunnenbesuch Rachels, der Samara mit unmenschlichen Geräuschen und irritierenden Bewegungen einen unvergesslichen Auftritt ermöglicht. Obwohl das Vorwissen aus dem ersten Teil die Erregungskurve im zweiten mindert, garantiert auch dieses Sequel Spuk mit Stil und emotionaler Beteiligung. Nicht zuletzt, weil Watts stark und verletzlich und Filmsohn David Dorfman so überzeugend unschuldig und unheimlich wirken kann. kob.

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