Rendezvous mit Joe Black (1998)

Originaltitel: Meet Joe Black
Rendezvous mit Joe Black Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Rendezvous mit Joe Black: Opulentes Drei-Stunden-Werk von Martin Brest, eine Hollywood-Reflexion über Leben und Tod.

Ein rätselhafter junger Mann namens Joe Black taucht im wohl geordneten Leben des Medien-Monguls William Parrish plötzlich auf und bringt dessen Alltag durcheinander. Der unbekannte Schöne verliebt sich in Parrishs Tochter Susan. Für die ganze Familie kann diese Romanze nicht ohne tiefgreifende Konsequenzen ablaufen, denn Black ist der Tod, der Sensenmann höchstpersönlich.

Als Joe Black sich nach der schönen Susan Parrish, einer Zufallsbekanntschaft, umdreht, übersieht er ein heranrasendes Auto. Tage später begegnet Susan ihm wieder. Da sie den Unfall nicht bemerkt hat, wundert sie sich, daß Joe sie nicht wiedererkennt. Doch das ist gar nicht möglich, denn Susan steht der Tod gegenüber – in Gestalt von Joe Black. Er ist gekommen, um ihren Vater in sein Reich zu holen. Susans Liebreiz bringt ihn davon allerdings schon bald ab – und eine einzigartige Romanze nimmt ihren Lauf…

Ein rätselhafter junger Mann namens Joe Black taucht im wohl geordneten Leben des Medien-Monguls William Parrish plötzlich auf und bringt dessen Alltag durcheinander. Er ist der Tod, der Sensenmann höchstpersönlich. Opulentes Drei-Stunden-Werk von Martin Brest, eine Hollywood-Reflexion über Leben und Tod.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Martin Brest mag es opulent. Nach seinem Oscar-prämierten Zweieinhalbstunden-Film “Der Duft der Frauen” legt er bei seinem neuen Werk “Meet Joe Black” sogar noch eine halbe Stunde zu. Und so ist seine auf Hollywood getrimmte Reflexion über Leben und den Tod. Liebe und Loyalität eine hochambitionierte, über weite Strecken theatralische slowburn-Inszenierung, die sich fast behutsam dem Grande Finale annähert. Inspiriert von Mitchell Leisens Film “Death Takes a Holiday” aus dem Jahre 1934, läßt Brest den Tod in Gestalt von Brad Pitt eine Weile auf Erden wandeln, bevor er seinen Todeskandidaten, gespielt von Anthony Hopkins, an dessen 65. Geburtstag ins Jenseits mitnimmt. Daß der Tod, alias Joe Black, sich dabei in eine junge Frau (Claire Forlani) verliebt, ist der eigentliche Twist des Films. Man darf gespannt sein, ob die Starpower von Brad Pitt und Anthony Hopkins das 100 Mio. Dollar-Movie in die Gewinnzone bringen wird.

    Fast scheint es so, als hätte Martin Brest diesmal sein Opus Magnus abliefern wollen. Seit Anfang der 80er Jahre variierte er – mit diversen Drehbuchautoren – immer wieder den Stoff, “bevor ich schließlich all das herausdestiliert hatte, was mir bei der Thematik von essentieller Bedeutung schien und nichts Geringeres ist als ein Film über den Sinn des Lebens,” so Brest. Gleich vier Scriptschreiber haben versucht, diesem philosophischen Anspruch gerecht zu werden, was ihnen vor allem in der Figur des Multimillionärs William Parrish (Hopkins) gelungen ist. Parrish ist in jeder Einstellung die moralische Instanz, die die Parameter setzt, an denen die Menschen um ihn herum ihre eigene Werteskala messen müssen. Seine ältere Tochter Allison (Marcia Gay harden9 und deren softer Ehemann und Aufsichtsratsmitglied im Parrish-Imperium, Quince (Jeffrey Tambor); seineLieblingstochter Susan (Forlani) und ihr Yuppie-Verlobter und “Daddys rechte Hand” Drew (Jake Weber) sowie der Tod Joe Black (Brad Pitt) höchstpersönlich. An exquisiten Luxus-Settings – von New Yorker Park Avenue-Schick bis spektakulären Upper-Class-Country-Style-Ambiente – zelebriert Brest seine sophisticated Fantasy-Fabel mit viel Leibe zum Detail – den Designern Dante Ferretti (“Kundun”), Aude Bronson-Howard (“Looking For Richard”) und David C. Robinson (“Carlitos Way”) sein Dank – und mit ebenso viel Feingefühl für romantische Atmosphäre und Stimmungen. Kein Wunder also, daß die Liebesgeschichte zwischen Susan und Joe Black breiten Raum einnimmt, und Pitt die Sexszene zwischen den beiden seine beste nennt. Parallel dazu gibt Brest noch einen kleinen Exkurs in Sachen Berufsethik und Lebensführung – eine Art positive Popcorn-Variante des “Jedermann”. Wem das “Spiel vom Sterben des reichen Mannes” gelegentlich zu sehr ausufert, der kann sich – wie fast immer- an der herrlich präzisen Schauspielkunst eines Anthony Hopkins erfreuen, der seine etwas schöngefärbte Rolle mit Tiefgang und unaufdringlicher Melancholie erfüllt. Brad Pitt hat es da in seiner ambivalenten Rolle sehr viel schwerer. Anfangs der strahlende Charmeur mit Fun Appeal, wird er schnell zum zombiehaften, etwas linkischen Joe Black umfunktioniert, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. Die eigentliche Entdeckung des Films ist freilich Claire Forlani (“The Rock”, “Basquiat”), die sich durch ihren äußerst femininen Look und ihre ausdrucksstarke Mimik nachdrücklich für romantische Rollen vom Julia Roberts-Zuschnitt empfiehlt. Reich an metaphysischer Textur und geradezu verschwenderisch mit großen Gefühlen, ist dieses Marathon-Movie zweifellos ein eindrucksvolles Kinoerlebnis – vor allem für ein Publikum, das viel für die gerade so modischen Geister- und Engelmärchen übrig hat. ull.

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