Reine Nervensache 2

   Kinostart: 09.01.2003

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Filmhandlung und Hintergrund

Komödiensequel, in dem Mafiaboss Vitti erneut seelischen Beistand bei seinem Psychiater sucht, der mittlerweile selbst reif für die Couch ist.

Mafiaboss Paul Vitti (Robert De Niro) sitzt im Knast und wird berechtigt nervös, als ihm zunehmend die Kontrolle über den Zellenblock entgleitet. Jetzt wäre ein Psychiater recht, der ihn für haftunfähig erklärt. Da erinnert sich Paul seines alten Freundes Dr. Ben Sobel (Billy Crystal). Der kriegt Pauls frühzeitige Freilassung tatsächlich fertig, trägt fortan allerdings höchstselbst die Verantwortung für den zivilen Werdegang des Bewährungshäftlings. Wird Sobels Ehefrau (Lisa Kudrow) angesichts des neuen Hausgastes ausrasten? Wird Vitti ein braver Kellner? Und wer zum Teufel versucht dauernd, ihn umzubringen?

Der kaum minder rasante Nachfolger des besten Buddy-Movies der vergangenen fünf Jahre, erneut in Szene gesetzt von Harold Ramis.

Mafiaboss Paul Vitti wird aus dem Gefängnis entlassen und benötigt mehr als zuvor und umgehend die Hilfe seines vertrauenswürdigen Psychoanalytikers Dr. Ben Sobel. Was Vitti nicht weiß: Sobel selbst ist nach dem Tod seines Vaters wegen Arbeitsüberlastung reif für die Couch - soll er doch nun auch noch die Familiengeschäfte übernehmen.

Mafiaboss Paul Vitti steht kurz vor der Entlassung aus dem Knast, als eine Reihe von Anschlägen sein Nervenkostüm arg zerfleddert. Mal überschäumend musikalisch und dann wieder völlig abwesend, bereitet der Zustand des Wiseguys auch Psychiater Dr. Sobel Sorgen, der ihn kurzerhand in eine Anstalt überweisen will. Dummerweise verdonnert man den Psychoklempner aber dazu, den Patienten bei sich zu Hause zu rehabilitieren, während der unerwartet fidele Patient nur herausfinden will, wer ihm nach dem Leben trachtet.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Reine Nervensache 2: Komödiensequel, in dem Mafiaboss Vitti erneut seelischen Beistand bei seinem Psychiater sucht, der mittlerweile selbst reif für die Couch ist.

    Generell lassen sich Sequels in zwei Kategorien einteilen. Meist handelt es sich mehr um ein bequemes Remake denn einfallsreiche Fortsetzung (man denke an „MIIB“), und nur im seltenen Fall kann ein Sequel den Vergleich mit dem Original bestehen oder es übertreffen („Der Pate 2“). Bei der Mafiakomödie „Reine Nervensache 2“ gingen die Filmemacher auf Nummer sicher. Eng halten sie sich an die Erfolgsformel des Erstlings, in dem Robert De Niro und Billy Crystal ein skurriles Patient-Psychiater-Gespann mimten, wobei die kulturelle Kluft zwischen italienischem Mafioso-Macho und jüdischem Mittelklasse-Akademiker erneut als Aufhänger für allerhand Erheiterung dient.

    Regisseur Harold Ramis („Teuflisch“) schrieb wieder in Zusammenarbeit mit Peter Tolan („America’s Sweethearts“) das Drehbuch. Obwohl diesmal auch Peter Steinfeld („Der Fall Mona“) neu mit von der Skript-Partie war, verlassen sie sich auf Variationen alter Gags, die dementsprechend nicht mehr taufrisch wirken. Der Film setzt in Sing Sing ein, wohin Mafiaboss Paul Vitti (De Niro) am Ende des Originals verfrachtet worden war. Er steht kurz davor, auf Bewährung entlassen zu werden, muss aber erst einmal eine handvoll Anschläge auf sein Leben verkraften. Daraufhin schnappt er scheinbar über und intoniert lauthals Lieder aus „West Side Story“ oder verfällt in Katatonie. Dies ruft seinen Psychiater Dr. Sobel (Crystal) auf den Plan, der nach einer rigoros-sadistischen Untersuchung Vittis Überweisung in eine Anstalt empfiehlt. Sehr zum Unbill von Dr. Sobels Frau Laura (eine sträflich unterbeschäftigte Lisa Kudrow) wird ihm Vitti prompt in die eigene Obhut übergeben. Der Psychiater soll dem Mafioso bei der Rehabilitierung zum ehrlichen Bürger behilflich sein, während Vitti in erster Linie daran interessiert ist, herauszufinden wer von seinen Rivalen es auf ihn abgesehen hat. In Frage kommen seine Nachfolgerin Patti LoPresto (Cathy Moriarty-Gentile, die bereits in „Wie ein wilder Stier“ mit De Niro agierte) oder Lou „The Wrench“ Rigazzi (Frank Gio). Kurze Episoden skizzieren Vittis „erniedrigende“ Abstecher ins Berufsleben als Autoverkäufer, Restaurantangestellten und Schmuckverkäufer. Lediglich als Berater bei einer „Die Sopranos“ nachempfundenen Serie zu fungieren, findet er akzeptabel. Diese Einlagen erinnern an De Niros letzte Showbusiness-Komödie „Showtime“ mit Eddie Murphy, in der er einen konsultierenden Cop mimte. Gleichzeitig plant Vitti einen großen Coup, was den für ihn verantwortlichen Dr. Sobel an den Rand er Verzweiflung treibt.

    Die Komödie wird diesmal unter umgedrehten Vorzeichen aufgebaut. Während der ehemals von Panikattacken und Weinkrämpfen befallene Mobster jetzt weitgehend nüchtern gefasst ist und seine Übergeschnapptheit nur vortäuscht, hat Psychotherapeut Sobel am Tod seines dominierenden Vaters zu knabbern. Diesen Schmerz versucht er unter anderem mit diversen Pillen zu kurieren, was zu einer klischeehaften Inkompetenzszene in einem Sushi-Restaurant führt. Ein Ensemble der üblichen Mafia-Darsteller, allen voran Joe Vitelli als Jelli und Raymond Franz (Anleihe aus „Die Sopranos“) verleiht das entsprechende Flair, auch wenn man glaubt, vieles nicht nur bereits an anderer Stelle, sondern auch schon besser gesehen zu haben. So oder so stimmt jedoch die Chemie zwischen De Niro und Crystal, die, wie sich in den Outtakes beim Ablauf der Endcredits sehen lässt, einen Wahnsinnsspaß bei der Sache hatten. Na dann. ara.

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