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Ravenous: Friß oder stirb

Kinostart: 25.11.1999
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Filmhandlung und Hintergrund

Ein wenig unausgegorene, aber sehr gut besetzte bluttriefende Kannibalen-Schocker-Komödie im Wilden Westen.

Pionier Ives, der einzige Überlebende eines Wagentrecks, entpuppt sich als Menschenfresser, als er seine Retter von einem entlegenen Militärstützpunkt zu den Überresten seiner ehemaligen Begleiter führt. Die Retter erfahren daraufhin das gleiche Schicksal, nur Captain Boyd überlebt. Der glaubt, Ives alsbald in seinem neuen Kommandierenden zu erkennen. In seiner Auseinandersetzung mit Ives beginnt auch Boyd Blut zu lecken.

Nach einer vermeintlichen Heldentat im Bürgerkrieg wird der US-Kavallerist Boyd Mitte des 19. Jahrhunderts zum Offizier befördert und in das gottverlassene Fort Spencer an die Westgrenze der damals bekannten Zivilisation entsandt. Kurz nach seiner Ankunft stößt die Fortbesatzung auf einen halbtoten Fremden, der, um zu überleben, daß Fleisch seiner eigenen Kameraden essen mußte. Als sich bald darauf Leichenfunde häufen, bestätigt sich Boyds Ahnung, daß mit diesem Gast wenig bis gar nichts in Ordnung ist.

In einem abgelegenen Fort trifft ein halbtoter Fremder ein. Dieser berichtet, dass er das Fleisch seiner Kameraden essen musste, um zu überleben. Bald darauf steigt die Sterblichkeitsrate. Horror-Heimatfilm.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. "Ravenous" ist ein Film den man entweder liebt oder hasst, dazwischen gibt es eigentlich nichts. Die renommierte Regisseurin Antonia Bird, die durch ihre Filme "Der Priester" und "Mad Love" bekannt geworden ist, wirft den Zuschauer in eine bizarre Mischung aus Horrorfilm, Psychothriller und schwarzhumoriger Groteske, wobei sie das Tabuthema Kannibalismus mit einer unglaublichen Roheit anpackt.

      Nicht dass sie mit vollem Zoom draufhalten würde, wenn Boyd sich an dem toten Reich vergreift, ganz im Gegenteil wendet sich die Kamera völlig ab. Jedoch gelingt es ihr, die Stimmung so bedrohlich wie sarkastisch einzufangen, so dass man als Zuschauer keine andere Möglichkeit hat, als die eigene Phantasie zu benutzen.

      Noch schlimmer ist das beim brillianten Robert Carlyle, der hier mit einer süffisanten Ironie seine vermeintliche Übermenschlichkeit präsentiert: kalt grinsend schaut er seine zukünftigen Opfer an und man glaubt in seinen Augen schon sehen zu können, wie er sich vorstellt, dass er sie über dem Feuer röstet und ihnen am Ende einen Apfel in den Mund steckt.

      Eine grausig-unterhaltsame Vision einer entzivilisierten Menschheit, gespickt mit fiesestem Sarkasmus, der allein schon durch Michael Nymans ungewöhnlichen Score entsteht, einer seltsamen Mischung aus Folk, Karussellmucke und Düsternis, die besonders in Szenen, in denen Carlyle das Messer schwingt unglaublich grotesk wirkt. Ohne Frage Ausnahmekino. Aber wer's mag, der wird sich bestens amüsieren. Und ich mag den Film sehr.

      Fazit: Eine bizarre Mischung aus Horrorfilm, Psychothriller und schwarzhumoriger Groteske. Ausnahmekino das man nur lieben oder hassen kann.
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    2. Ravenous: Friß oder stirb: Ein wenig unausgegorene, aber sehr gut besetzte bluttriefende Kannibalen-Schocker-Komödie im Wilden Westen.

      Fressen oder gefressen werden, das ist die Frage in Antonia Birds („Der Priester“) bluttriefender Kannibalen-Schocker-Komödie, die in den Tagen des Wilden Westens angesiedelt wurde. Eine beeindruckende Besetzungsliste und zahllose Metaphern können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß es sich bei diesem filmgewordenen Stück Blutsuppe um ein unappetitliches Genregebräu handelt, das das amerikanische Publikum bei einem Einspiel von 1,9 Mio. Dollar als weitgehend ungenießbar empfand.

      Als Inspiration diente die tatsächliche Begebenheit um die Donner-Wagenkolonne, die in frühen Siedlertagen beim Überqueren des Sierra-Gebirgspasses in Ermangelung jeglicher Vorratsreste in letzter Not aufeinander als Nahrungsquelle zurückgreifen mußte. Ähnliches ist in „Ravenous“ einem verwirrt wirkenden Pionier namens Ives (Robert Carlyle aus „Ganz oder gar nicht“) widerfahren, der seinen Rettern in einem entlegenen Militärstützpunkt davon und von zwei Überlebenden berichtet. Als Ives einen Suchtrupp zur letzten Ruhestätte seiner Weggefährten führt, wird sein Geheimnis offenbar: Menschenfleisch hat ihn nicht nur am Leben erhalten, sondern ihm auch die Kraft seiner Opfer übertragen. Und mit Heißhunger stürzt sich der übermenschlich kräftige und unverwundbare Ives auf seine Begleiter. Lediglich Captain Boyd (Guy Pearce aus „L.A. Confidential“) kann entkommen. Boyd glaubt seinen Augen nicht zu trauen, als dem Stützpunkt kurze Zeit später ein neuer Colonel zugeteilt wird, in dem er keinen anderen als Menschenfresser Ives wiederzuerkennen glaubt. Prompt geht das despektierliche Gelage weiter, und einer nach dem anderen landet im Kochtopf.

      Kesselweise Blut, hervorquellende Gedärme und abgenagte Gebeine werden von Bird, die während der Dreharbeiten Regisseur Milcho Manchevski ablöste, schockträchtig und mit sardonischem Witz in Szene gesetzt. Indiananermythologie, Kriegskritik und eine Allegorie auf das Verschlingen des Landes durch die Siedler können bei so viel blood, guts and gore kaum noch Beachtung finden. Daß die talentierte Schauspielerriege, darunter auch Jeremy Davies, John Spencer und David Arquette, das fehlgeleitete Projekt nur bedingt retten können, ist angesichts der rohen Stilmittel Birds kaum verwunderlich. ara.
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