Filmhandlung und Hintergrund

Thrillerhaftes Rätselspiel über einen tödlichen Unfall bei einer New Yorker Modenschau, der sich als Mord erweist.

Ein Schuljunge erhält Zugang zur strahlenden New Yorker Modewelt und hält seine Erlebnisse auf einer Digicam fest. Die entstandenen Filme kann man auf seiner Website streamen. Bald schon erhalten sie eine zusätzliche Bedeutung: Ein tragischer Unfall auf dem Laufsteg, der ein Model das Leben kostet, erweist sich schon bald als möglicher Mord. Und die Filme des Jungen könnten Aufschluss über die Identität des Täters geben.

Die Digicam-Aufnahmen eines Schuljungen könnten nach einem möglichen Mord in der New Yorker Modewelt den Täter entlarven. Sperriges britisches Experimentalkrimidrama, dessen Starriege lediglich als Talking Heads in Interviews auftritt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „Rage“ besteht ausschließlich aus Interviewzusammenschnitten und Geräuschen aus dem Off. 14 Protagonisten, darunter der Modedesigner Merlin, die Kritikerin Mona Carvell und die Schneiderin Anita de Los Angeles, kommen abwechselnd zu Wort und erzählen kleinere, später auch größere Geheimnisse aus der Modewelt, klagen an, intrigieren und beichten. So zeigt sich die immer größer werdende Kluft zwischen Sein und Schein – welche Überraschung.

      Michelangelos Interviewpartner sind unter anderem mit namenhaften Stars wie Judi Dench und Steve Buscemi besetzt, sie verkörpern dabei allerdings die für sie typischen Figuren. Allein Jude Law überrascht in der Rolle des Topmodels Minx und ist das einzige Highlight des Films.

      „Rage“ soll ein Erzählexperiment sein. Ganz so innovativ und neu, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es allerdings nicht – bis auf die ständig wechselnde Hintergrundfarbe. Schon Regisseur Jonathan Teplitzky bediente sich beispielsweise im Jahr 2000 in seinem Regiedebüt – der Beziehungskomödie „Besser als Sex“ – einer ganz ähnlichen Form: Der Film handelt von einem One-Night Stand, der sich ungeplant in die Länge zieht, bis auch die beiden Beteiligten realisieren, dass aus diesem „More-Night Stand“ viel mehr geworden ist. Immer wieder wird die Handlung durch Interviewszenen mit Freunden des Paares und ihnen selbst unterbrochen, die die Filmhandlung nicht unbedingt voranbringen. Das ist innovativ und funktioniert – die Interviewparts lockern die ohnehin schon spritzig und gleichzeitig einfühlsam erzählte Story zusätzlich auf.

      Sally Potter hingegen verlangt von ihrem Publikum zu viel. Der neunzigminütige Film wirkt durch diese konsequent beibehaltene Form des Interviews unglaublich lang und man könnte versucht sein, bei dem Insert „mein letzter Tag...“, zu applaudieren, weil man es endlich hinter sich gebracht hat (so tatsächlich geschehen während einer Berlinale-Vorstellung). Die Interviewsituation wird leider auch nicht durch das gängige Schuss-Gegenschuss-Verfahren – dabei würden Interviewer und Interviewter abwechselnd gezeigt – aufgelockert. Die Interviewten sprechen unentwegt in die Handykamera – wobei noch nicht einmal ansatzweise versucht wurde, eine solche zu imitieren – und somit direkt zum Publikum. Die gewollt klischeehaften Figuren sind dabei leider wenig amüsant.

      Mag sein, dass „Rage“ als Kurz- oder mittellanger Film funktionieren würde, als abendfüllender Spielfilm gelingt das jedoch nicht.

      Fazit: Für einen Langfilm ist diese Machart ungeeignet. Jude Law als Model Minx hingegen ist absolut sehenswert.
    2. Rage: Thrillerhaftes Rätselspiel über einen tödlichen Unfall bei einer New Yorker Modenschau, der sich als Mord erweist.

      In ihrem 1997 entstandenen, semi-autobiographischen Filmessay „Tango Lesson“ spielte die für ihre komplexen, bisweilen undurchdringlichen Arbeiten bekannte Sally Potter eine Regisseurin, die an einem geplanten Filmstoff scheitert und in eine tiefe Schaffenskrise gerät. Dieser Filmstoff war „Rage“, eine als 20-Mio.-Dollar-Produktion geplante Meditation über Schein und Sein in der Modewelt. Nunmehr ist Rage eine Realität, wiederum mit einer gebrochenen Erzählung, da sich die Geschichte in Digicam-Aufnahmen eines New Yorker Schülers entfaltet. Eine namhafte Riege von Stars, von Jude Law über Judi Dench hin zu Steve Buscemi, macht es einem als Zuschauer leicht, mit dabei zu bleiben.

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