R.E.D. - Älter. Härter. Besser.

  1. Ø 4.8
   2010
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Filmhandlung und Hintergrund

R.E.D. - Älter. Härter. Besser.: Mit Prominenz gespickte Komödie über pensionierte Topagenten, die ihren Spaß dabei haben, dass Killer ihren lästigen Ruhestand stören.

Frank, Joe, Marvin und Victoria waren einmal ein Team, das im Auftrag der C.I.A. lästige Probleme erledigte, meist mit fataler Konsequenz. Als Pensionisten langweilen sich die Exagenten zu Tode, bis Frank von einem Killerkommando Besuch bekommt und damit in alte Gewohnheiten zurückfallen muss. Seine Exkollegen werden es ihm gleichtun, weil auch sie auf einer Abschussliste stehen und nun reagieren müssen. Warum jemand sie töten will, wissen sie nicht, wohl aber, dass sie schon lange nicht mehr so viel Spaß hatten.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Robert Schwentke, deutschstämmiger Regisseur in den USA, der in seinen bisherigen Filmen – vom Debüt „Tattoo“ über „Eierdiebe“ zu den US-Werken „Flight Plan“ und „Die Frau des Zeitreisenden“ – gezeigt hat, was er kann, ist nun in der US-Filmindustrie vollends angekommen. Alte Männer, die’s allen zeigen: das sind diesmal nicht Astronauten, Räuber oder Westernhelden, sondern pensionierte CIA-Agenten.

    Er hat die Großen bekommen, Bruce Willis und John Malkovich, Helen Mirren und Morgan Freeman, Brian Cox und Richard Dreyfuss gehören zur erfahrenen Riege der Qualitätsschauspieler. Und sie selbst wie auch Schwentke wissen ihr Talent einzusetzen, ihr Können geht lässig von der Hand. Mit cooler Ruhe wissen sie ganz genau um ihre Wirkung, ohne forciert aufzutreten.

    Der Charme von "R.E.D." ist vor allem der feine, ironische Humor, der Action- und Spionage-Standards mit Komödie mischt. Etwa durch das nicht altersgemäße Verhalten seiner Helden, die mit wohldosiert Pointen für den nötigen Pepp sorgen. Jedoch ist die Handlung insgesamt ziemlich vorhersehbar und man hätte sich im großen Ganzen des Films eben doch etwas mehr Überraschung, etwas mehr Pfiff gewünscht.

    Schwentke lässt zwar den Plot sich mitunter etwas langsam entwickeln, mit einigen Dialogpassagen, die zudem mit allzu einlullender Musik unterlegt sind. Dann streut er aber immer wieder Actionelemente ein oder verwendet lakonisch-kontrastiven Filmschnitt oder setzt kleine Gags ein, die auch mal drastisch sein können. Das ist dann doch sehr unterhaltsam und zeugt von Schwentkes Gefühl für Stoff wie auch für Zuschauererwartung.

    Mit der Zeit zieht er das Tempo an, und wenn auch die Verschwörungsstory, auf die alles hinausläuft, wenig originell ist: es macht Freude, auf der Leinwand legendäre Hollywood-Stars zu sehen.

    Fazit: "R.E.D. - Älter. Härter. Besser." ist ein Actionkracher mit ironischer Komik und vielen Stars: Robert Schwentke beweist sich als bester deutscher Filmemacher in Hollywood.
  • Robert Schwentkes prominent besetzte Komödie zeigt augenzwinkernd ungewöhnliche Actionhelden, die die Sicherheit der Rente fürchten. Den Status als älteste Actionrentner, mit insgesamt 232 Jahren immer noch von Martin Brests dreiköpfiger „Rentnergang“ (1979) besetzt, kann „R.E.D.“ zwar nicht für sich beanspruchen, doch härter hat man Pensionisten im Kino noch nicht gesehen. Der Bodycount, den Bruce Willis, Morgan Freeman, John Malkovich und Helen Mirren im Kampf gegen mysteriöse Killer für sich verbuchen können, ist so beachtlich wie die Story fantastisch, die sich in einem völlig realitätsfreien Raum entwickelt. Kein aufgeschreckter Nachbar ist somit in Sicht, als vermummte Gestalten das Haus von Frank Moses mit Kugeln durchsieben und diese nächtliche Störung bitter büßen müssen. Der Ex-Vollstrecker der C.I.A., der sich als Rentner zu Tode gelangweilt hat, geht sofort auf Actiontour, schnappt sich als Präventivmaßnahme die charmante Callcenter-Dame Sarah, die er nun auch in Gefahr wähnt. Sarah, die Frank nur von Telefonaten kennt, ist anfangs nicht begeistert, dass er sie zum Schutz aus ihrem Leben reißen will und – schlimmer noch – keine Haare mehr hat. Doch als Abenteurerin in Wartestellung gibt sie ihren Widerstand bald auf und genießt die Expedition ins Risiko, auf der Frank ehemalige Teammitglieder aus dem Ruhestand holt, die ebenfalls auf der Abschussliste stehen. Ein zurückliegender Einsatz, dessen Spuren von der C.I.A. verwischt werden sollen, wird vom Drehbuch des Brüderpaars Jon und Eric Hoeber als McGuffin platziert, der die Fronten etabliert. Wichtiger als die Motive sind dem Film aber die Konfrontationen, die mit Shootouts, Verfolgungsjagden, knackiger Handarbeit, Explosionen und schließlich auch einem Attentat alles aufbieten, was im Genre Standard ist. Ein absurder Ton mit vielen Überzeichnungen ist dabei auffällig und auch beabsichtigt, durchdringt den Film mit Situationskomik und entfernt ihn damit von der Comicvorlage von Warren Ellis, die nur auf Härte setzte. Lacher durch alle Zuschauerreihen sind damit zwar nicht immer garantiert, doch Helen Mirren mit Maschinengewehr und John Malkovich als paranoider Ex-Agent zwischen Kleinkind und Killer sind Attraktionen mit Überraschungsmomenten, während der Hauptheld im Bruce-Willis-Modus Vertrautes für die Fankurve bietet. Ernst nimmt sich „R.E.D.“ nie, seine formale Gestaltung aber schon, zählt doch diese Actionkomödie von Robert Schwentke („Die Frau des Zeitreisenden“) nicht nur zu den bestbesetzten, sondern, dank Florian Ballhaus, auch zu den bestfotografierten Genrefilmen dieses Jahres. kob.

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