Quatsch und die Nasenbär-Bande

  1. Ø 5
   2013

Quatsch und die Nasenbär-Bande: Schräges Kinderabenteuer, das Slapstick-Comedy, Musical und Gesellschaftssatire mixt um ein Durchschnittsdorf, dessen Kinder sich gegen den Ansturm von Konsumforschern wehrt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Quatsch und die Nasenbär-Bande: Schräges Kinderabenteuer, das Slapstick-Comedy, Musical und Gesellschaftssatire mixt um ein Durchschnittsdorf, dessen Kinder sich gegen den Ansturm von Konsumforschern wehrt.

Ausgerechnet das idyllische Bollersdorf wurde von findigen Konsumforschern zum durchschnittlichsten Ort der Erde gekürt. Jetzt rücken die Warentester an und missbrauchen Otto Normalverbraucher und Eva Mustermann als Versuchskaninchen. Doch die pfiffige Kinderbande mit ihrem Maskottchen Quatsch, dem Nasenbären, lässt sich nicht für dumm verkaufen. Während die Erwachsenen längst in der Konsumfalle sitzen, stellen die Kids mit erlaubten wie unerlaubten Mitteln den Urzustand ihres geliebten Bollersdorf wieder her.

Die Kinder eines ganz normalen Dorfs setzen sich dem Ansturm von Konsumforschern zur Wehr. Schräges Kinderabenteuer von Veit Helmer, das Slapstick-Comedy, Musical und Gesellschaftssatire mixt.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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    Die kleine Stadt Bollersdorf liegt mitten in Deutschland. Für eine Gesellschaft, die das Konsumverhalten der Bundesbürger untersucht, ist sie perfekt. Denn alles hier ist Durchschnitt. Genau so will es die Werbung, also wird ab sofort darauf geachtet, dass nichts und niemand mehr aus der Reihe tanzt. Die frechen Kinder der Nasenbärenbande finden das doof. Und als dann noch die Großeltern ins Altersheim verfrachtet werden, damit der Altersdurchschnitt nicht durcheinander gerät, beschließen die Kinder: Der Quatsch muss aufhören! Veit Helmer gelingt mit seinem Spielfilm rund um die frechen Kinder aus Bollersdorf ein anarchischer Kinderfilmspaß, auch für die ganz kleinen Zuschauer. Da werden Sachen nach Herzenslust kaputtgemacht und wieder zusammengebaut, da werden Bagger und Boote entführt, ein Nasenbär verwandelt ein Schwimmbad in einen Pool aus Erdbeermilchshakes und die Erwachsenen gucken ratlos aus der Wäsche. Das alles wird quietschbunt und mit ganz viel Spaß zum Detail inszeniert, die erwachsenen Darsteller haben sichtlich Spaß an ihren Rollen und die vergnügt spielenden Kinder sowieso. Nichts davon ist so wirklich ernst gemeint, dass wird auch den kleinen Zuschauern schnell klar, vielmehr soll vermittelt werden, dass es eben nicht darum geht, alles so zu machen wie der Durchschnitt. Man soll sich etwas trauen, ausprobieren und den Mut finden, sich gegen das zu stellen, was man für Quatsch hält. Eine Lektion, die der spaßig bunte Film ganz nebenbei vermittelt, unterstützt von ohrwurmverdächtigen, witzig getexteten Kinderliedern und einer Kulisse, die wie ein großes Spielzeugland zum Mitmachen einlädt. Ein fantasievolles Kinderfilm-Abenteuer und ein herrlich köstlicher Quatsch.

    Jurybegründung:

    Ein Dorf in Deutschland ist so normal und durchschnittlich wie kein anderes in Europa, so dass dort ständig Produkte getestet werden. Die Bürger von Bollersdorf gelten als ''Frau Mustermann' und 'Otto Normalverbraucher'. Aber es entstehen so manche Probleme, und Leidtragende sind vor allem die Kinder und ihre Großeltern. Die Jüngsten entwickeln einen Plan, damit alle wieder ein normales Leben führen können. Hilfe bekommen sie dabei von ihrem echten Nasenbären, von Quatsch.
    Veit Helmer führt den Zuschauer in das durchschnittlichste Dorf Europas, in eine bunte Bilderbuchwelt mit ihren gewollten Übertreibungen. Dabei greift er auf manches literarische, fotografische und filmische Zitat zurück. So kann eine Lok auch fliegen, Leckerbissen werden aus dem Schornstein hoch gezogen, Tabletten in einem Wasserturm versenkt, Pippi Langstrumpf lässt grüßen. Mit einer Retrolook-Ausstattung und bekannten Darstellern wie Benno Fürmann, Fritzi Haberlandt und Samuel Finzi entwickelt QUATSCH ein turbulentes Bild und Geschehen. Den Kindern der Nasenbärbande ist die Spielfreude anzusehen, sie sind gut geführt, nahezu ständig in Bewegung. Es geht in die Tiefe, immer wieder in die Höhe und mit großer Geschwindigkeit geradeaus und um die Kurven. Zuweilen etwas sehr rasant, insbesondere in der zweiten Hälfte. Teile der Jury befanden, dass manchmal weniger doch mehr, besser gewesen wäre.
    Der Film brilliert mit gelungen, deutschsprachigen Songs, netten Details und originellen sprachlichen Spielereien. Hervorzuheben sind besonders die Montagen, die als Film im Film die Heldentaten der Großeltern bildhaft erzählen. Wenn das 'Oma-Flugzeug' den Turm von Pisa zum Schiefen Turm macht, wenn es im Supermarkt Brutto-Discount, Jakopf-Krönung zu kaufen gibt und die Eltern mit und an den Sonderangeboten scheitern, dann bekommen zugleich zwei Generationen einen Spiegel vorgehalten. Das passiert auch, wenn die Perspektive gewechselt wird. Da organisieren die Kinder eine Protestdemo, werden die Erwachsenen zu Bett gebracht und die Nasenbärbande will in das Guinness-Buch der Rekorde mittels Trickserei.
    Eine insgesamt sehr gelungene, altersgerecht gestaltete Produktion mit ihrer so wichtigen Aussage: Wir alle haben unsere Schwächen, aber vor allem Stärken, die Jungen wie die Alten und noch Älteren. Kinder brauchen Erwachsene und diesen tut die kindliche Sicht sehr gut.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Ausgerechnet das idyllische Bollersdorf wurde von findigen Konsumforschern zum durchschnittlichsten Ort der Erde gekürt. Jetzt rücken die Warentester an und missbrauchen Otto Normalverbraucher und Eva Mustermann als Versuchskaninchen. Doch die pfiffige Kinderbande mit ihrem Maskottchen Quatsch, dem Nasenbären, lässt sich nicht für dumm verkaufen. Während die Erwachsenen in die Konsumfalle tappen, stellen die Kids mit erlaubten wie unerlaubten Mitteln den Urzustand ihres geliebten Dorfs wieder her. Veit Helmer, bekannt für originelle Geschichten, lässt bei diesem bonbonbunten Kinderabenteuer seiner Fantasie freien Lauf. Der schräge Mix aus Slapstick-Comedy, Musical und Gesellschaftssatire zitiert berühmte Vorbilder wie Astrid Lindgren oder Harold Lloyd und ist bis in die Nebenrollen prominent besetzt.

    Fazit: Es lebe die Fantasie: ansteckender Kino-Quatsch mit absurdem Humor.

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