Purple Sunrise

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Kurztext:

      Die coolen Kids treffen sich abseits des Alltags in abrissreifen Häuserblocks zum Partymachen mit der Clique, Sprüche klopfen, Saufen und Sex haben. So auch Debbie und David. Obwohl das verträumte Mädchen vor dem abgebrühten Herzensbrecher gewarnt wurde, lässt sie sich in dieser Nacht auf ihn ein und schafft es sogar, seine harte Schale zu knacken. Doch der Morgen danach wird zur folgenschweren Zitterpartie. Jungregisseurin Nina Vukovic beeindruckt durch die hoch ästhetische Umsetzung dieser Geschichte aus dem Leben und beweist, dass sie das Erzählen mit visuellen Mitteln, gerade mit außergewöhnlichen Kameraperspektiven, bestens beherrscht. Das Spiel von minimalem Licht und Dunkelheit in den beinahe unwirklichen und morbiden Räumen bildet einen spannenden Kontrast zum weiten Blick über die Großstadt. Auch zur Wahl ihrer Darsteller, allen voran das aufstrebende Nachwuchstalent Florian Bartholomäi, kann man der Filmemacherin nur gratulieren!

      Gutachten:

      Am Anfang steht ein starkes Bild, dessen Erklärung der Film am Ende liefert: Ein Mädchen auf einem Dach hoch über einer Straße, unten ein Junge, der offensichtlich von dem Gebäude gestürzt ist. Mord, Selbstmord, Unfall? Ganz allmählich enthüllt sich die Geschichte hinter der Geschichte, die damit beginnt, dass Jugendliche in einem vom Abriss bedrohten Gebäude mit viel Alkohol eine Party feiern. Ein Mädchen und ein Junge kommen sich näher - zunächst als Feinde, dann zusehends von einander angezogen. In immer wieder neuen starken Bildern an unterschiedlichen Schauplätzen in dem ruinenhaft anmutenden Haus zeigt der Film, wie das Mädchen, das zunächst den Jungen weggestoßen hatte, sich ihm nähert und sich schließlich von ihm verführen lässt. Am Morgen danach weist der Junge das Mädchen verbal ab, kränkt es und versucht sich weiterhin als emotionsloser Macho zu beweisen. Doch das Mädchen unterläuft dieses Gehabe.

      Am Ende hätte ein Anfang stehen können - der Freundschaft zwischen den beiden jungen Menschen. Die geschickte Dramaturgie, die den Zufall als stilistisches Element in die Handlung einbaut, verdichtet das Drama auf wenige Szenen, auf wenige Dialoge, schwelgt aber dafür in kunstvoll komponierten Bildern und einem sehr geschickten Wechsel der Handlungsorte, die alle innerhalb eines einzigen Hauses liegen und als Echo der Emotionen und Beschreibung der jeweiligen Seelenlage und der physischen Verfassung der Protagonisten eingesetzt werden. Dass dabei einiges allzu komprimiert erscheint und wohl auch nicht ganz authentisch ist, lenkt nur vorübergehend von der insgesamt sehr dichten und auch anrührenden Darstellung jugendlicher Irrungen und Wirrungen ab.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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