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Filmhandlung und Hintergrund

Marion Crane führt ein eintöniges Leben als Büroangestellte in Phoenix. Als ihr Chef sie mit 400.000 Dollar zur Bank schickt, steckt sie das Geld ein und flüchtet damit Richtung Kalifornien. Unterwegs steigt sie in einem heruntergekommenen Motel an der Landstraße ab, um dort zu übernachten. Der junge Eigentümer Norman Bates bittet sie, mit ihm zu Abend zu essen. Marion willigt ein, sie möchte sich jedoch vorher nur kurz den Staub der Landstraße vom Körper waschen. Es soll die letzte Dusche ihres Lebens werden…

Die Büroangestellte Marion Crane brennt mit dem Geld ihres Chefs durch und will auf dem Weg nach Kalifornien in einem abgelegenen Motel übernachten. Zum Abendessen, zu dem sie der hilfsbereite Besitzer Norman Bates eingeladen hat, kommt es allerdings nicht mehr. Neuverfilmung des Hitchcock-Thrillers durch Gus Van Sant, der die Vorlage Bild für Bild in die heutige Zeit überträgt.

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Kritikerrezensionen

  • Der Urgroßvater aller Slasherfilme ist wieder da, von „Good Will Hunting“- Regisseur Gus Van Sant aus Universals Filmarchiv ausgegraben, in einen neuen farbigen Anzug gesteckt, aber ansonsten ohne nennenswerte Änderungen in Originalform belassen. Mit dieser weitgehend identischen Nachfilmung des 38 Jahre alten Alfred-Hitchcock-Klassikers dürfte Hollywoods Remake-Fieber seinen bisherigen Siedepunkt erreicht haben. Van Sant wagt sich mit seiner modernisierten Fassung auf dünnes Eis: Er sah sich vor die schier unlösbare Aufgabe gestellt, eine Handlung, die in den sechziger Jahren als shocking galt, für die Neunziger relevant und spannend zu gestalten. Ersteres mag ihm gelungen sein, für zweiteres mangelt es schlicht und einfach an den nötigen Überraschungen.

    Hitchcock hatte seinen Thriller für das niedrige Budget von 800.000 Dollar realisiert, der in Folge zu seinem größten kommerziellen Erfolg avancierte. Van Sant stand ein Budget von 25 Mio. Dollar zur Verfügung, die Dreharbeiten betrugen wie beim Original sechs Wochen, und wie Hitch verbat er sich Pressevorführungen. Das von vornherein als Bild-für-Bild-Remake angekündigte, neue „Psycho“ wurde seit Monaten von Geheimnissen und Gerüchten umgeben, was mögliche neue Handlungswendungen und die Detailgetreue betraf. Das Drehbuch nach dem Roman von Robert Bloch wurde erneut von Joseph Stefano adaptiert. Wieder unterschlägt die Sekretärin Marion Crane (Anne Heche aus „6 Tage, 7 Nächte“) Geld, diesmal sind es 400.000 Dollar, und flüchtet sich in Richtung ihres Liebhabers Sam Loomis (Viggo Mortenson). Auf dem Weg checkt sie fatalerweise in das abgelegene Bates-Motel ein, wo sie die Bekanntschaft des Betreibers Norman Bates (VinceVaughn ist zwar kein Anthony Perkins, überzeugt jedoch auf seine Slacker-Art als Nineties-Norman) macht. Kurz darauf segnet Marion in der Dusche brutal das Zeitliche. Alsbald beginnt die Suche nach der Vermißten, und so treten der Detektiv Arbogast (ein grandioser William H. Macy), Sam und Marions Schwester (Julianne Moore) in die bizarre Welt des masturbierenden Muttersöhnchens Norman.

    Um eine hundertprozentige Wiedergabe des Originals handelt es sich nicht, doch die Veränderungen bei den Aufnahmen sind relativ subtil ausgefallen und wohl nur für Filmfreaks zu erkennen. Eine der offensichtlichen Abweichungen war, neben neuer Besetzung und einigen Updates wie höheren Preisen und zeitgenössischen Autos und Attitüden, vom Schwarzweiß-Format zu Farbe zu wechseln. Die Farbpalette schwelgt in tristen ausgewaschenen Grau-, Braun- und Orangetönen, stellt aber keine Verbesserung gegenüber den atmosphärisch-unheilschwangeren, stark kontrastierenden Bildern des Originals dar. Bei der berühmten Duschszene werden mehr nackte Haut und graphischere Details bei den Messerschnitten gezeigt. Im Stil seines „My Private Idaho“ erlaubt es sich Van Sant überdies, Aufnahmen von vorbeiziehenden Wolken zwischenzuschneiden, die auch beim Mord an Arbogast gezeigt werden. Hier wird das Dilemma des neuen „Psycho“ offenbar: Nicht einmal diese einst so atemberaubende Sequenz wirkt hier annähernd so schockierend wie im Original, was sicherlich auch mit Heches mittelprächtiger Darstellung zusammenhängt. Den unsäglichen Terror in Janet Leighs Augen (seinerzeit angeblich durch eiskaltes Wasser erzeugt) kann sie auf alle Fälle nicht wiederholen.

    Das junge „Scream“-geschulte Publikum, dem das Original unbekannt ist, könnte das niedrige Tempo und der vergleichsweise niedrige Bodycount irritieren. „Psycho“-Phile hingegen werden vergeblich auf neue Plotentwicklungen warten und in Ermangelung eines alternativen Überraschungseffekts (wenige Filmklassiker haben sich besser im kollektiven Bewußtsein festgesetzt als Hitchcocks Terror-Fingerübung) kaum zufriedengestellt sein. Was bleibt, ist eine überragende Marketingkampagne, der der Film sein gutes Wochenendergebnis von 10,0 Mio. Dollar zu verdanken hat, und ein interessantes, wenn auch kostspieliges Filmexperiment. ara.

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