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Private Parts

   Kinostart: 24.07.1997

Filmhandlung und Hintergrund

Abgefahrene Karrierestory des enfant terrible der amerikanischen Medienlandschaft, Howard Stern.

Das hierzulande unbekannte enfant terrible der amerikanischen Medien, Howard Stern, plaudert aus dem Nähkästchen seines bewegten Lebens. Dabei outet sich der skandalträchtige Schock-Jock, der am liebsten seine Penisgröße, dicke Brüste oder das Liebesleben von Lesben diskutiert, als Familienvater mit einem Herz aus Gold.

Howard ist alles andere als ein Gewinnertyp. Er ist zu groß, zu dünn und zu häßlich für den Unterhaltungszirkus, versucht sich aber trotzdem unverdrossen als Entertainer und findet schließlich Unterschlupf bei dem einzigen Medium, das einen wie ihn gebrauchen kann, dem Radio. Dort entdeckt er durch Zufall seine Begabung zum eloquenten Zyniker und erfindet im Handumdrehen das „Shock Radio“. Sein loses Mundwerk bringt ihn in Konflikt mit Tugendwächtern und Intendanten, doch angesichts explodierender Einschaltquoten kann ihn nichts mehr stoppen.

Abgefahrene Karrierestory des enfant terrible der amerikanischen Medienlandschaft, Howard Stern.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Private Parts: Abgefahrene Karrierestory des enfant terrible der amerikanischen Medienlandschaft, Howard Stern.

    Amerikas erfolgreichster und kontroversester Radiomoderator, TV-Moderator und Bestsellerautor Howard Stern, der sich selbst zum „King of all Media“ erklärte, nahm diesen Titel nach dem Startwochenende seiner autobiografischen Schockumentation zu Recht in Anspruch. Mit einem Einspiel von 14,6 Mio. Dollar katapultierte er sich an die Spitze der US-Kinocharts und zeigte seinen zahlreichen Feinden einmal mehr, was eine Harke ist.

    Das Wort dient dem skandalträchtigen Shockjock in seiner allmorgendlichen Radiotalkshow als Waffe, um praktisch alle Tabus und Moralwerte der amerikanischen Gesellschaft bevorzugt geschmacklos zu demontieren. Im Film gibt Stern relativ wenige, dafür fundamentale Kostproben seines sexuell expliziten, politisch unkorrekten Alter Egos: Er ergeht sich über seine Fixierung auf große Brüste und Lesbensex, lamentiert über seine unzureichende Penislänge, bringt eine willige Hörerin über den Äther zum Orgasmus, tummelt sich während seiner Show mit der ersten Nackten (Pornostar Jenna Jameson) in der Geschichte des Radio und ulkt öffentlich über die Fehlgeburt („Clumpy“) seiner Frau. Ansonsten präsentiert sich Stern von einer ungewohnt zart-verletzlichen und sympathischen Seite und outet sich schonungslos als trotteliger Verlierertyp, der vom Hunger nach Anerkennung angetrieben wird.

    Sterns gleichnamige Autobiografie in ein passendes Drehbuch umzuwandeln, war keine leichte Aufgabe. Nach mehrfachen Versuchen wurde schließlich der Skripter Len Blum verpflichtet, der von Produzent Ivan Reitman aufgrund vorangegangener Zusammenarbeiten wie „Ich glaub‘ mich knutscht ein Elch!“ wärmstens empfohlen wurde. Die chronologisch erzählte Story nimmt ihren Ausgangspunkt im Kindesalter Sterns, als der kleine Howard von seinem Vater wiederholt als „Idiot“ beschimpft und aufgefordert wird, gefälligst seine Klappe zu halten. Diesen Rat wenig zu Herzen nehmend beschließt er, eine Karriere im Medium Radio einzuschlagen und studiert Broadcasting. An der Uni lernt er seine zukünftige Frau Allison (Mary McCormack aus „Das Wunder von Manhattan“) kennen, die der Inbegriff von Geduld und Verständnis ist. Ihre nicht immer problemlose Beziehung miteinander ist das gefühlvoll pochende Herzstück des Films - eine Liebeserklärung, in der es Stern darum geht, sich im Kontrast zu seiner Radio-Persönlichkeit als treuer Ehemann und liebevoller Vater seiner drei Töchter darzustellen. Ansonsten werden die einzelnen Stationen des unaufhaltsamen Aufstiegs seiner Radiokarriere beleuchtet: seine bescheidenen und erfolglosen Anfänge, ein kurzer Abschnitt Countrymusic-Moderator bis hin zum Kernstück des Films, seiner Anstellung bei NBC, wo ihn sein stetiger Clinch mit dem Programmdirektor „Pig Vomit“ (Paul Giamatti) zu immer tolldreisteren Aktionen animiert, die ihn schließlich zum meistgehörten Radiomoderator werden lassen. Obwohl man ihm seine Unerfahrenheit auf schauspielerischem Gebiet ansieht, ist Howard Stern im Film ein überzeugender Howard Stern. Gleiches gilt auch für seine Co-Moderatoren Robin Quivers, Fred Norris und Jackie Martling, ihres Zeichens Angehörige des Stern-Teams, die sich allesamt selbst spielen. Regisseurin Betty Thomas („Die Brady Family“) versteht es, der mit gepfeffertem Wortwitz durchsetzten Komödie genau die richtige Balance aus sowohl kindisch-harmlosem als auch bitterbösen Humor und einem Herz aus purem Gold zu verschaffen.

    So dürften selbst Howard-Stern-Novizen, denen der „gute Mann“ (schenkt man der Filmversion uneingeschränkten Glauben) noch ein Unbekannter ist, ausgiebigen Spaß an der wirklich unterhaltsamen Komödie haben. ara.
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