Prinz Eisenherz

  1. Ø 3
   1997
Prinz Eisenherz Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Prinz Eisenherz: Märchenhafte, zum Parodistischen neigende Verfilmung des Kult-Historien-Comics von 1937.

Die Wikinger-Brüder Sligon und Thagnar haben die Eltern von Eisenherz abgeschlachtet und das magische Schwert Excalibur an sich gerissen, um auf den Thron zu kommen. Doch Eisenherz, Knappe auf Schloß Camelot, macht seinem Namen alle Ehre und versucht, dies zu verhindern. Liebe und Unterstützung findet er bei Prinzessin Ilene.

Um an die Macht zu kommen, ist den kriegerischen Wikinger-Brüdern Sligon und Thagnar jedes Mittel recht. Erst ermorden sie kaltblütig die Eltern von Eisenherz, und dann bringen sie auch noch das sagenumwobene Schwert Excalibur in ihre Gewalt. Doch der tapfere Eisenherz, Knappe auf König Arthus‘ Schloß Camelot, denkt gar nicht daran, den Wikingern kampflos das Feld zu überlassen. In der bezaubernden Prinzessin Ilene findet er bei seinen Heldentaten nicht nur Unterstützung, sondern schließlich auch seine große Liebe.

Märchenhafte, zum Parodistischen neigende Verfilmung des Kult-Historien-Comics von 1937.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Es schien keine zeitgemäße, aber mutige Idee zu sein, als Bernd Eichinger vor Jahren eine Verfilmung des seit 1937 erfolgreichen Comics von Harold Foster ankündigte. Henry Hathaways Cinemascope-Version von 1954 war bislang die einzige, aber längst nicht definitive Version des Kultstrips, doch die versprochene, von Bernd Eichinger als ausführender Produzent betreute Neuauflage bleibt weit im Schatten des Oldies. Deutlich auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten, fehlt „Prinz Eisenherz“ der von Schauplatz, Story und Figuren zwingend geforderte epische Atem, womit auch die Luft an der Kasse dünn werden könnte.

    Die Visionen des als Regisseur angeheuerten Briten Anthony Hickox, dessen letzter Film „Tödliche Umstände“ an den deutschen Kinokassen nicht gerade Furore machte, orientieren sich an den Bedürfnissen eines Actionfilms im überschaubaren Budgetbereich, der seine limitierten Mittel nie kaschieren kann. Trotz einiger Außenaufnahmen in Wales spielt ein Großteil des zum Teil in den Babelsberger Studios entstandenen Films im Inneren einiger allenfalls in Teilansichten gezeigter Schlösser. Wenigen Totalen steht eine Vielzahl hektisch aneinandergereihter halbnaher und naher Einstellungen gegenüber, die den finanziellen Rahmen dieser deutsch-britisch-irischen Koproduktion verschleiern sollen. Und dies für einen Film, der Camelot und die Tafelrunde von König Arthus (Edward Fox) als Background benutzt und dabei deren mythische Aura – im Unterschied etwa zu Jerry Zuckers „Der erste Ritter“ – drastisch zurechtstutzt. Der von Hickox und Produzent Carsten Lorenz entworfene Plot ist dabei nicht mehr als eine Aneinanderreihung von unübersichtlichen Überfällen und Befreiungen, in die Knappe Eisenherz (Newcomer Stephen Moyer) und seine schutzbefohlene Prinzessin Ilene (Katherine Heigl, zuletzt Steven Seagals Tochter in „Alarmstufe: Rot II“) auf der Suche nach dem von arglistigen Wikingern geraubten sagenhaften Schwert Excalibur verwickelt werden. Die obersten Nordmänner geben Thomas Kretschmann und Udo Kier ganz in der Tradition von Ur-Punks zum Besten, und Zurückhaltung gehörte dabei sichtbar nicht zum mimischen Wortschatz.

    Freilich sind nicht nur hier parodistische Züge unübersehbar, womit deutlich wird, daß dieser „Prinz Eisenherz“ sich mehr der Komik als dem Comic verpflichtet fühlt. Als Brückenschlag zur Vorlage dienen dabei einige Zeichentricksequenzen, die mit Kostendämpfung wohl den wichtigsten Beitrag leisten. „Borrow – this is Camelot?“, beschreibt Gaststar Ron Perlman das zentrale Dilemma dieses auch in seinen Effekten solidarisch barbarischen Films, der seine Zuschauer über Action und parodistische Momente zu erreichen versucht, weil er (sich) ein optisch beeindruckendes Spektakel nicht leisten kann. kob.

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