Pollock

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   2000

Pollock: Beeindruckendes Künstler-Biopic von und mit Ed Harris, das ebenso ein präzises und bedrückendes Psychogramm der Kunst-Stars ist .

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Filmhandlung und Hintergrund

Pollock: Beeindruckendes Künstler-Biopic von und mit Ed Harris, das ebenso ein präzises und bedrückendes Psychogramm der Kunst-Stars ist .

Der Maler Jackson Pollock (Ed Harris) gilt als einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Unverstanden von Kollegen und Kritikern schafft er erst nach der Entdeckung durch die Malerin Lee Krasner (Marcia Gay Harden) seinen Durchbruch. Doch weder Ruhm und kommerzieller Erfolg, noch Lees Liebe können Pollock aus seiner Depression und den häufigen Alkoholexzessen retten.

Als Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent in Personalunion gelang Ed Harris ein beeindruckendes Biopic. Marcia Gay Harden erhielt für ihre Leistung den Oscar als beste Nebendarstellerin.

Jackson Pollock entwickelt 1947 einen eigenen Malstil, der seine Zeitgenossen irritiert. Sie nennen ihn verächtlich „Jack the Dripper“. Doch Künstlerkollegin Lee Krasner erkennt sein Talent, fördert ihn und verliebt sich in den verschlossenen Mann. Doch weder Ruhm oder kommerzieller Erfolg noch Lees Liebe kann Jackson aus seinen Depressionen und Alkoholexzessen retten.

1947 entwickelt Jackson Pollock die Stilrichtung des abstrakten Expressionismus, der konservative Zeitgenossen irritiert. Wegen des exzessiven Farbverbrauchs nennen sie ihn verächtlich „Jack the Dripper“. Einzig Kollegin Lee Krasner erkennt sein Talent, fördert ihn und verliebt sich in den verschlossenen Mann. Doch weder künstlerischer Erfolg noch Lees Liebe können Jackson vor seinen Alkoholexzessen und Depressionen bewahren. 1956 kommt der begnadete Kunstrevolutionär 44-jährig bei einem Autounfall ums Leben.

Mitreißendes Biopic über den Maler Jackson Pollock, dessen abstrakter Expressionismus Ende der 40er Jahre konservative Zeitgenossen irritiert und der Verständnis und Liebe bei seiner Kollegin Lee Krasner findet. Ed Harris glänzt als Hauptdarsteller, Produzent und Regisseur in Personalunion.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • 16 Jahre lang hat Ed Harris daran gearbeitet, bis er diese Biographie des amerikanischen Expressionisten und Action-Painters Jackson Pollock fürs Kino umsetzen konnte. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht bemerkenswert, vor allem, wenn man bedenkt, wie die Eitelkeitsprojekte namhafter Stars (etwa Travoltas „Battleship Earth“ oder Bruce Willis‘ „Hudson Hawk“) sonst so aussehen können. Doch Harris näherte sich dem schwierigen Thema – Kunst! – mit einer Leidenschaft, die von seinem tiefen Verständnis für die gequälte Seele des tragisch verunglückten Malers gespeist wird. Neben zahlreichen anderen Preisen wurde er dafür in den USA mit einer Oscar-Nominierung und einem Oscar für seine Filmpartnerin Marcia Gay Harden belohnt.

    „Jack the Dripper“ nannten einige gehässige Kritiker Jackson Pollock, der in den vierziger Jahren als einer der wichtigsten Vertreter des abstrakten Expressionismus und als der vielleicht erste Popstar der amerikanischen Kunstwelt zu Ruhm und Erfolg kam. Pollocks monumentale Bilder, auf denen er seine Energien in sich netzartig ausbreitenden Farbspuren festhielt, hatten auf die damalige Kunstwelt eine Wirkung, die man nun, nach Ed Harris‘ Film, noch einmal nachvollziehen kann. Wie sein Spitzname andeutet, wurde Pollock zunächst als zwielichter Charakter wahrgenommen, als Prolet, der mit eigentümlichen Werkzeugen (Tube, Holzspan und durchlöchterter Farbeimer statt Pinsel oder Bleistift) einen außergewöhnlich aggressiven Malstil pflegte. Den Menschen hinter dem sich der Medienneugier scheu entziehenden Künstler stellt Harris zunächst als manischen, in regelmäßige Alkoholexzesse verfallenden Sonderling dar, der große Schwierigkeiten hat, sich seiner Umgebung anzupassen. Erst als die Malerin – und seine spätere Ehefrau – Lee Krasner (Gay Harden) sein unverstandenes Talent entdeckt und durch ihre Liebe fördert, lernt Pollock seine in ihm tobenden Kräfte zu kanalisieren: auf die Leinwand. Nach den harten Jahren der Depression und des Krieges lernt er in der reichen Kunstverständigen Peggy Guggenheim (gespielt von Harris‘ langjähriger Ehefrau, Amy Madigan) zudem jemanden kennen, der ihn auch kommerziell fördert und zum ersehnten Erfolg bringt. Doch der Seelenfrieden lässt sich auch auf dem neuen Landsitz nicht finden, im Gegenteil: Mit dem Ruhm und dem Interesse der Öffentlichkeit fällt es Pollock immer schwerer, zu seiner eigenen Kunst zu finden. Besonders in diesen späteren Szenen gelingt Harris dann das ebenso präzise wie bedrückende Psychogramm einer Künstlerehe, die von wechselseitiger Abhängigkeit und der Suche nach diesem flüchtigen Ding, der Inspiration, geprägt ist. Je ausfallender Pollock Krasner gegenüber wird, je mehr er trinkt und sie verletzt und je verzweifelter sie zurückkeilt, umso klarer wird auch die ungeheure Kraft, die hinter Pollocks Bildern steckt: Da muss dann tatsächlich jemand einen sehr hohen Preis bezahlen, um vom bloßen Abbilden der (inneren) Wirklichkeit zu einem Stil zu finden, der die moderne Kunst veränderte. Obwohl Harris sich bis ins Detail dem sperrigen Maler angenähert zu haben scheint – es ist überraschend, wie ähnlich Pollock ihm auf Fotos sieht -, lebt sein Film doch weniger vom Darstellen einer Berühmtheit, sondern von der Lebendigkeit und Wahrhaftigkeit der Figuren, besonders des Ehepaares Pollock-Krasner. Und ähnlich wie Pollock bündelt auch Harris alles Talent auf seiner Leinwand, ohne Schnörkel und ohne einen Farbtropfen zuviel: So diszipliniert und uneitel hat man selten einen Schauspieler sich und seinesgleichen inszenieren sehen. evo.

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