Filmhandlung und Hintergrund

In diesem Fall haben die Hallenser nicht nur Probleme mit der organisierten Kriminalität, sondern auch einen Verräter in den eigenen Reihen...

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Kritikerrezensionen

  • Polizeiruf 110: Wolfsmilch: In diesem Fall haben die Hallenser nicht nur Probleme mit der organisierten Kriminalität, sondern auch einen Verräter in den eigenen Reihen...

    Besondere Brisanz kann man den „Polizeiruf“-Beiträgen aus Halle in der Regel ebenso wenig attestieren wie überbordende Spannung. Die Filme erzählen zumeist solide inszenierte, altmodische Krimis, die nicht die Gesellschaft verändern, sondern bloß gute Unterhaltung liefern wollen. Das ist diesmal nicht anders, und doch ist der Unterschied gewaltig.

    Autor und Produzent Hans-Werner Honert konfrontiert die beiden Hauptkommissare Schmücke und Schneider (Jaecki Schwarz, Wolfgang Winkler) mit dem wohl komplexesten Fall ihrer Karriere. Dabei beginnt alles ganz unspektakulär: Ein Auto wird aus der Saale gefischt. Die Fahrerin ist tot, ihre Katze auch. Die Frau ist seit vier Jahren verschwunden. Damals hat sie ihren Mann verlassen, zuvor aber noch rasch 500.000 Euro abgehoben. Da es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung gibt, scheint der Fall klar, die Vorgesetzten wollen die Akte möglichst rasch schließen. Bloß Staatsanwältin Meissner (Katerina Jacob) wird ganz hektisch: Sie ist überzeugt, dass der Witwer (Michael Brandner), Besitzer eines italienischen Nobelrestaurants, in großem Stil Geld gewaschen hat. Ihre Karriere hat wegen dieser Vermutung allerdings schon einmal einen empfindlichen Knick erlitten. Diesmal aber gibt es deutliche Hinweise; auch andere Honoratioren scheinen in den Fall verwickelt zu sein. Als ein weiteres Auto in der Saale landet und ein Landtagsabgeordneter stirbt, wundern sich die Kommissare doch sehr, als auch dieser Fall zu einem raschen Ende gebracht werden soll, zumal sich ihr Chef (Heio von Stetten) plötzlich ganz merkwürdig benimmt.

    Die komplexe Geschichte schlägt den Bogen vom privaten Unglück bis zur Sanierung der Stadt Halle. Schönheit hat eben ihren Preis; irgendwo muss das Geld ja herkommen. Altmeister Hajo Gies, der einst Schimanski zum „Tatort“-Mythos machte, inszeniert den Film zwar unauffällig, hält die Grundspannung jedoch auf hohem Niveau. Prunkstück aber ist Honerts Drehbuch, das auch als Vorlage für eine Folge der herausragenden ZDF-Krimireihe „Unter Verdacht“ hätte dienen können. tpg.

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