Filmhandlung und Hintergrund

Ein Bankeinbruch ohne Beute, aber mit Todesopfer sorgt für Verwirrung bei den Hallenser Kommissaren.

Wenn in einer als absolut einbruchssicher geltenden Bank ein Toter liegt, haben gleich mehrere Beteiligte ein Problem. Natürlich auch die Bank, vor allem aber jene Firma, die das computergesteuerte Sicherheitssystem installiert hat, denn es gab eine fette Lücke im System: Einbruch und Mord fanden in einer Nacht statt, als von Sommer- auf Winterzeit umgestellt wurde. Eine Stunde lang war die Bank völlig ungeschützt.

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Kritikerrezensionen

  • Polizeiruf 110: Tod in der Bank: Ein Bankeinbruch ohne Beute, aber mit Todesopfer sorgt für Verwirrung bei den Hallenser Kommissaren.

    Wenn mitten in einer als absolut einbruchssicher geltenden Bank ein Toter liegt, haben gleich mehrere Beteiligte ein Problem. Natürlich auch die Bank, vor allem aber jene Firma, die das computergesteuerte Sicherheitssystem installiert hat, zumal es sich bei dem Toten um einen der beiden Chefs handelt.

    Es sei denn, diese Firma beschäftigt einen jungen Mann, der einen geradezu legendären Ruf als Hacker nebst entsprechender Vorstrafe hat: Selbstredend eignet er sich vortrefflich als Sündenbock, zumal sich in seiner Absteige prompt streng vertrauliche Dokumente über das System finden. Zum Glück kennt sich ja mittlerweile auch die Polizei in solchen Dingen aus. Die Informatiker finden heraus, dass die perfekte Überwachung einen ganz erheblichen Fehler hatte: Einbruch und Mord fanden in einer Nacht statt, als von Sommer- auf Winterzeit umgestellt wurde. Just jene Stunde lang, die man mehr schlafen kann, war die Bank völlig ungeschützt.

    „Tod in der Bank“ ist eine überraschend moderne Geschichte (Drehbuch: Hans-Werner Honert nach einer Vorlage von Uwe Petzold und Achim Zons); unter den ohnehin beschaulichen „Polizeiruf“-Filmen sind die Krimis aus Halle ja gern besonders brav. Ab sofort aber weht den beiden Herberts (Jaecki Schwarz, Wolfgang Winkler) ein frischer Wind ins Gesicht: Die neue Staatsanwältin (Katerina Jacob, bis zu letzten Staffel noch Ermittlerin an der Seite des „Bullen von Tölz“) macht den Herren ganz schön Druck. Die personelle Aufstockung tut dem Ensemble sichtlich gut; die Kommissare Schmücke und Schneider benahmen sich zuletzt immer mehr, als wirkten sie in einer Adaption von Neil Simons legendärem Theaterstück „Ein seltsames Paar“ mit.

    Interessanter als der Nebenstrang mit der Liebelei zwischen der Tochter des Bankdirektors und dem Superhacker sind die Feinheiten der Kriminaltechniker, die winzigste Bohrsplitter entdecken und auf diese Weise überhaupt erst einem zweiten und damit sogar einem dritten Verbrechen auf die Spur kommen: Offenbar ist bloß ein Schließfach geleert worden. Das lässt vor allem den stellvertretenden Bankdirektor (Patrick von Blume) erbleichen, denn dort hatte er jenes Geld deponiert, das er von den Konten verstorbener Kunden abgezweigt hatte. Damit scheidet er leider auch aus dem Täterkreis aus. Aber es bleiben ja noch ein paar Verdächtige übrig, zum Beispiel der unsympathische zweite Chef (Götz Otto) der Sicherheitsfirma. Ein von Dirk Regel unspektakulär, aber solide inszenierter Krimi zum Mitraten. tpg.

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