Filmhandlung und Hintergrund

Die Hauptkommissare Schmücke (Jaecki Schwarz) und Schneider (Wolfgang Winkler) klären den Mord an einem Arzt.

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Kritikerrezensionen

  • Polizeiruf 110: Schatten: Die Hauptkommissare Schmücke (Jaecki Schwarz) und Schneider (Wolfgang Winkler) klären den Mord an einem Arzt.

    So befriedigend es auch ist, wenn man mal wieder klüger ist als die Fernsehpolizei: Beim richtig guten Sonntagskrimi rätselt man bis zum Schluss, wer der Täter sein könnte. Die Lösung sollte zudem ebenso überraschend wie plausibel sein. Hinsichtlich der Plausibilität ist dieser „Polizeiruf 110“ aus Halle über jeden Zweifel erhaben; aber wer nicht spätestens nach 45 Minuten weiß, wer und warum am Tod des ums Leben gekommenen Arztes schuld war, hat entweder nicht aufgepasst oder ist beneidenswert naiv.

    Aber vielleicht ging es beim Verfassen des Drehbuchs (Renate Ziemer, Hans-Werner Honert) ursprünglich gar nicht um einen Krimi. Auf dem Sonntagssendeplatz ist schließlich schon Manches gelandet, was eigentlich als Fernsehfilm außerhalb der Reihe geplant war.

    Der Titel „Schatten“ bezieht sich auf Menschen, die unter uns leben, aber nach Möglichkeit unsichtbar bleiben wollen: weil sie keine Aufenthaltserlaubnis haben. Wer jedoch illegal in einem Land lebt, existiert quasi nicht. Arbeit lässt sich vielleicht sogar finden (schwarz natürlich), aber ein Arztbesuch ist praktisch unmöglich: „Illegale“ sind nicht krankenversichert. Trotzdem gibt es Ärzte, die diese Menschen behandeln. Als mit Thomas Kugler ein solcher barmherziger Samariter erschlagen wird, tippen die Hallenser Kommissare (Jaecki Schwarz, Wolfgang Winkler) zunächst mal auf Raubmord, denn es fehlen diverse Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Hauptverdächtiger ist ein junger Ukrainer, der nach dem Tod seiner Freundin auf der Flucht mit einem geklauten Auto verunglückt ist und nun im Koma liegt. Eine weitere Spur führt allerdings zu einem polizeibekannten Unternehmer (Michael Schenk), der in seiner Recyclingfirma illegale Arbeitnehmer beschäftigt. Vermittelt hat sie ihm seine Frau (Floriane Daniel), die Sprechstundenhilfe des toten Arztes. Ebenfalls mit im Spiel sind die trauernde Witwe (Sandra Speichert) und der Praxispartner (Markus Knüfken). Und natürlich spielt die seltene Krankheit, unter der Kugler litt, bei der Aufklärung des Falls eine erhebliche Rolle.

    Sieht man mal von der erwähnten Durchsichtigkeit der Geschichte ab, ist „Schatten“ dennoch sehenswert, zumal der vielfach versierte Jorgo Papavassiliou („Die Sturmflut“) den Krimi mit großer Sorgfalt inszeniert hat. Der Tonfall zwischen den beiden Kommissaren ist diesmal etwas schärfer als sonst, aber pünktlich zum Finale, einem clever eingefädelten Bluff, ziehen sie nicht nur wieder an einem Strang, sondern auch in die selbe Richtung. tpg.

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