Polizeiruf 110: Wendemanöver

  1. Ø 0
   2015
Polizeiruf 110: Wendemanöver Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Polizeiruf 110: Wendemanöver: In dem zweiteiligen Krimi ermitteln die "Polizeiruf 110"-Teams aus Rostock und Magdeburg gemeinsam.

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Kritikerrezensionen

  • MDR und NDR präsentieren einen hochkomplexen Zweiteiler mit den Teams aus Magdeburg und Rostock: Nach zwei Morden führen die Spuren in die Zeit nach der „Wende“.

    Gemeinsam mit Koautorin Anika Wangard erzählt Eoin Moore eine Geschichte, die mit ihrer enormen Komplexität den Rahmen eines Einzelfilms gesprengt hätte. Die Handlung beginnt mit der Erkenntnis, dass es eine Verbindung zwischen einem Mord in Rostock und einem in der gleichen Nacht verübten Brandanschlag auf ein Unternehmen in Magdeburg gibt. Nach und nach wird den Ermittlern jedoch klar, dass die Dimensionen weitaus größer sind: Zunächst geht es um illegale Waffenexporte nach Somalia, dann führt die Handlung zurück in die Vergangenheit der frühen Neunzigerjahre. Die ARD strahlt „Wendemanöver“ nicht ohne Grund rund um den Tag der deutschen Einheit aus: Kurz nach der Währungsreform haben die Leiter früherer volkseigener Betriebe den Staat mit Hilfe von Scheingeschäften um mehrere Milliarden Mark betrogen. Diesen komplizierten Hintergrund bringt Moore allerdings erst im zweiten Teil ins Spiel. Bis dahin ist „Wendemanöver“ eine klassische Mördersuche mit vielen Nebenhandlungen. Dazu gehört auch ein besonders mieses Spiel, das mit einem früheren Kollegen des Magdeburger Kommissars Drexler (Sylvester Groth) getrieben worden ist. Zweite tragische Figur der Geschichte ist die Tochter der bei dem Brand gestorbenen Frau. Moores Tochter Zoe beweist erneut, dass sie eine der vielversprechendsten jungen Schauspielerinnen ist. Zentrale Charaktere aber sind natürlich die Mitglieder der beiden Teams, wobei Moore die sich ergebenden gruppendynamischen Möglichkeiten weidlich ausnutzt. Optisch ist seine Umsetzung eher unauffällig; der Film wirkt, als sei die Kombination der vier grundverschiedenen Typen schon Experiment genug. Sehenswert ist der Zweiteiler auch dank des ausgefeilten dramaturgischen Konzepts. Die ungewöhnliche inhaltliche und emotionale Vielschichtigkeit sowie die ausgezeichneten darstellerischen Leistungen machen „Wendemanöver“ zu einem Höhepunkt der gesamtdeutschen „Polizeiruf“-Geschichte. tpg.

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