Polizeiruf 110: Einer von uns

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   2010
Polizeiruf 110: Einer von uns Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Polizeiruf 110: Einer von uns: Erster "Polizeiruf 110" mit dem neuen NDR-Ermittlerteam Anneke Kim Sarnau und Charly Hübner.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Als der NDR die beiden Schweriner „Polizeiruf“-Ermittler in Rente schickte, war die Empörung groß. Sollte dies den Druck auf den Sender und die Produktionsfirma Filmpool erhöht haben, so ist zumindest zum ausgezeichneten Auftakt nichts davon zu spüren.

    Mutig vertraute man die Konzeption des neuen Rostocker Teams Eoin Moore an, der trotz diverser Beiträge für den Sonntagstermin nicht nur wegen seiner Beiträge fürs „Kleine Fernsehspiel“ als Kunstfilmer gilt. Angesichts des Ergebnisses aber dürften alle Einwände verstummen. Der Entwurf des gebürtigen Iren, der als Chefautor für die ersten Episoden fungiert, ist rundum gelungen, zumal er im Unterschied zu den anderen „Tatort“- und „Polizeiruf“-Strukturen eine klare Maxime gesetzt hat: Hauptfiguren sind nicht die jeweiligen Episodengäste, sondern die Ermittler. Das Team hat es schon allein wegen einer reizvollen Freund/Feind-Konstellation in sich: Alexander Bukow (Charly Hübner) ist auf eigenen Wunsch von Berlin nach Rostock versetzt worden. Was er nicht ahnt: Kollegin Katrin König (Anneke Kim Sarnau) ist LKA-Analytikerin und soll ihm auf die Finger schauen. Bukow hat in Berlin gegen die Balkan-Mafia ermittelt, ist aber überraschend ausgestiegen; nun hängt ihm der Verdacht an, die Seite gewechselt zu haben.

    Das stimmt sogar, allerdings in ganz anderer Richtung, und das ist der zweite große Reiz dieser Figur: Bukow ist Rostocker und kennt sich bestens im Milieu aus, weil er daherstammt. Als er auf die schiefe Bahn zu rutschen drohte, nahm sich ein Kommissar seiner an und überzeugte ihn, zur Polizei zu kommen. Dieser Mann ist heute Bukows Chef (Uwe Preuss). Ergänzt wird das Ensemble durch einen früheren SEK-Beamten (Andreas Guenther) und einen Drogenfahnder (Josef Heynert), aber Bukow und König stehen natürlich im Zentrum, zumal der bullige Hübner und die drahtige Sarnau ein reizvoll gegensätzliches Team bilden.

    Kein Wunder, dass der eigentliche Fall zum Auftakt ein bisschen zu kurz kommt, auch wenn Moore die Geschichte jederzeit fesselnd inszeniert: Nach dem Tod einer 13jährigen, die an der Überdosis einer Partydroge gestorben ist, sucht das Rostocker Team fieberhaft nach ihrer Freundin. Deren Vater gerät in Verdacht, als die Kripo-Beamten feststellen, dass das tote Mädchen offenbar in ihn verliebt war.

    Eine Bildgestaltung (Bernd Löhr), die viel mit Handkamera arbeitet und mitunter hautnah an den Ermittlern klebt, und die von rockigem Schlagzeug geprägte Musik sorgen dafür, dass „Einer von uns“ optisch und akustisch an den richtigen Stellen ungemein dynamisch wirkt. Ein ausgezeichneter Einstieg für das neue Team. tpg.

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