Polizeiruf 110: Die Schlacht

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   2002
Polizeiruf 110: Die Schlacht Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Polizeiruf 110: Die Schlacht: Im brandenburgischen Großbeeren, wo alljährlich die siegreiche Schlacht von 1813 gegen Napoleons Truppen nachgestellt wird, bekommt Kommissarin Herz es mit einem historischen und einem aktuellen Mord zu tun.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Was anfangs wie ein weiterer Film über das Leben Napoleons aussieht, entpuppt sich als Krimi im Kostüm. Und Kommissarin Johanna Herz (Imogen Kogge) gelingt das seltene Kunststück, gleich zwei Morde auf einmal zu klären: einen aktuellen an einem fränkischen Weinhändler und einen zweiten, der allerdings bereits zweihundert Jahre alt ist. Napoleon, so stellt sich heraus, hatte einst den Geliebten seiner Geliebten in der Schlacht meuchlings erschießen lassen. Doch dieser Fall ist natürlich zweitrangig. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf einen aktuellen Toten, der erst erstochen wurde und sich dann das Genick gebrochen hat.

    Reizvoller Hintergrund für diesen „Polizeiruf 110“ aus Brandenburg, „Die Schlacht“, ist die Rekonstruktion jenes Gefechts, bei dem Napoleon erstmals eine Niederlage einstecken musste: Noch heute feiern die Preußen in Großbeeren südlich von Berlin diesen historischen Sieg aus dem Jahr 1813. Der Mordfall allerdings ist eine deutliche Nummer kleiner; es geht wie üblich bloß um Eifersucht. Heftig verdächtig: zwei Brüder, die um die selbe Frau (Julia Jäger) buhlen. Der eine (Hans Kremer) schuldete dem Opfer zudem noch eine stattliche Summe, der andere (Michael Roll) entpuppt sich als einstiger Denunziant, der vom Toten erpresst worden sein könnte. Reichlich zwielichtig wirkt auch die alles andere als trauernde Witwe (Ulrike Folkerts).

    So hübsch die Geschichte (Drehbuch: Scarlett Kleint und Michael Illner) auch ist, so sehr vergaloppiert sich Thomas Bohn mitunter bei der Inszenierung. Der Film zeigt viel zu viele Großaufnahmen, die angeblich doch so sympathische und feminine Kommissarin macht ihrem Namen alles andere als Ehre und gibt sich des öfteren als schreiende Furie. Außerdem schleppt sich die Handlung mitunter ähnlich kraftlos dahin wie die Schlachtstatisten nach ihrem großen Gemetzel. Zum unrühmlichen Höhepunkt schließlich liefern sich die Tatverdächtigen einen Auftritt reinsten Bauerntheaters, bei dem die Kamera außerdem wie betrunken umherschwankt. Hübsch ist hingegen die Verschachtelung von altem und neuem Mordfall und die subtile Ironie, zu der sich Bohn gelegentlich hinreißen lässt. Viel Freude machen auch die trockenen Kommentare von Horst Krause als Horst Krause, dem eifrigen Landpolizisten, der sich „under cover“ als Landwehrmann verdingen muss und das todernste Gebaren seiner „Kameraden“ mit Hingabe auf die Schippe nimmt. tpg.

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