Polizeiruf 110: Abwärts

  

Filmhandlung und Hintergrund

Zweiter Fall für das Magdeburger "Polizeiruf 110"-Team.

Bei der Reinigung eines Straßenbahnwagens wird ein zu Tode geprügelter junger Mann entdeckt. Seine Freunde berichten von einem Handgemenge mit einem Jugendlichen. Später stellt sich raus, dass es dabei um einen Laptop mit einer brisanten Software ging, eine Automafia kommt auch noch ins Spiel. Der Tote hat ein dickes Vorstrafenregister, schien aber dank des Engagements seines Sozialarbeiters auf einem guten Weg.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Polizeiruf 110: Abwärts: Zweiter Fall für das Magdeburger "Polizeiruf 110"-Team.

    Das Duo aus Magdeburg ist bereits mit dem zweiten Fall im Krimialltag angekommen. Nils Willbrandts Film erzählt von einem Krieg in der Seele.

    Der Einstand des neuen Teams („Der verlorene Sohn“) im Oktober 2013 war aus mehreren Gründen sehenswert. Vor allem die von Friedemann und Christoph Fromm konzipierte weibliche Hauptfigur sorgte für ungewohnte Akzente am Sonntagabend. Der zweite Fall für Doreen Brasch (Claudia Michelsen) und ihren nicht minder eigenwilligen Kollegen Drexler (Sylvester Groth) ist in jeder Hinsicht eine Nummer kleiner. Einerseits zeigt Nils Willbrandt (Buch und Regie) andere Seiten der Hauptkommissarin auf, was durchaus reizvoll ist, weil die Ermittlerin diesmal vergleichsweise sanft und überraschend moralisch agiert; andererseits gaben ihre handgreiflichen Eskapaden dem ersten Film natürlich auch eine gewisse Würze. Im Gegensatz zum „Polizeiruf“ des NDR oder zum WDR-„Tatort“ aus Dortmund hat der MDR auf eine horizontale Ebene verzichtet. Willbrandt erzählt mit „Abwärts“ eine völlig autarke Geschichte, die zudem weit weniger Brisanz hat als der Auftaktfall: Bei der Reinigung eines Straßenbahnwagens wird ein zu Tode geprügelter junger Mann entdeckt. Seine Freunde berichten von einem Handgemenge mit einem Jugendlichen. Später stellt sich raus, dass es dabei um einen Laptop mit einer brisanten Software ging, eine Automafia kommt auch noch ins Spiel. Ihren Reiz bezieht die Geschichte letztlich vor allem durch eine Figur: Der Tote hat ein dickes Vorstrafenregister, schien aber dank des Engagements seines Sozialarbeiters, Peter Ruhler (Peter Jordan), auf einem guten Weg. Ruhler war allerdings ebenfalls am Tatort; und er ist ein guter Freund von Drexler. Willbrandt hat sich eine facettenreiche Biografie für den Streetworker ausgedacht. Gerade im Vergleich zu seinem Part im früheren „Tatort“ aus Hamburg ist der athletische Sozialarbeiter eine ungewöhnliche Rolle für Peter Jordan: Je stärker die Physis des Mannes zerstört wird, desto mehr verlagert sich der Krieg in seine Seele. Da diese Verschlossenheit auch für Brasch und Drexler gilt, bieten sich kaum emotionale Anknüpfungspunkte. „Abwärts“ ist ohnehin alles andere als gefällig. Die Welt dieses Films ist nicht zuletzt aufgrund der eruptiven Gewalt und der zerrütteten Familienverhältnisse kein schöner Ort, die Stimmung auch zwischen den Polizisten ist von latenter Aggressivität geprägt, die Atmosphäre ist ausgesprochen kühl; und das liegt nicht allein am verschneiten Magdeburg, selbst wenn der MDR gegen das ungeschriebene Gesetz verstößt, im Sommer keine Winterfilme zu zeigen. tpg.

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