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Plus-Minus Null

Kinostart: 30.03.2000

Filmhandlung und Hintergrund

DFFB-Abschlussfilm über drei Außenseiter, die auf den Straßen Berlins ums Überleben kämpfen.

Der Bauarbeiter Alex, seine Frau hat ihm schon längst den Laufpass gegeben, irrt ziellos in Berlins Rotlichtbezirken herum. Auf dem Straßenstrich trifft er zum einen auf die Bosnierin Svetlana, die kurz vor ihrer Abschiebung noch ein paar D-Mark verdienen will. Zum anderen lernt Alex auch Ruth kennen, eine Prostituierte, die inzwischen vom „ehrbaren Leben“ träumt.

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Kritikerrezensionen

  • Plus-Minus Null: DFFB-Abschlussfilm über drei Außenseiter, die auf den Straßen Berlins ums Überleben kämpfen.

    Auf dem diesjährigen Filmfest München tauchten in der Reihe „Neue deutsche Filme“ drei Produktionen auf, die sich auf unterschiedliche Art mit der zukünftigen Hauptstadt Berlin auseinandersetzen. Neben Lars Kraumes Krimi „Dunckel“ und Rolf Peter Kahls Großstadt-Porträt „Angel Express“ war dies „Plus-Minus Null“, der Abschlußfilm des DFFB-Studenten Eoin Moore. Darin beleuchtet der gebürtige Ire drei Außenseiter, die auf den Straßen Berlins ums Überleben kämpfen. Für seinen um ein Höchstmaß an Authentizität bemühten Erstling konnte Moore nun einen ersten Achtungserfolg verbuchen: Er wurde - ex aequo mit Hans-Christian Schmid für „23“ - mit dem Regie-Förderpreis der Hypo-Bank ausgezeichnet.

    Nach acht Kurzfilmen, die so cineastische Titel wie „Spiel mir das Lied vom toten Trabbi“ oder „Neuneinhalb Minuten“ trugen, war für Eoin Moore, der drei Jahre lang als Tontechniker beim SFB sein Geld verdiente, die Zeit reif für ein abendfüllendes Werk. So begann er, ausgestattet mit zwei Mini-DV-Kameras und improvisationsfreudigen Darstellern, drei Einzelgänger zu porträtieren. Im Zentrum von „Plus-Minus Null“ steht Alex (Andreas Schmidt), ein Bauarbeiter mit langen Fingern, dem die Ehefrau samt Kind längst den Laufpaß gegeben hat und der jetzt ziellos in Berlins Rotlicht-Bezirk herumirrt. Auf dem Straßenstrich trifft er zum einen auf die Bosnierin Svetlana (Tamara Simunovic), die kurz vor ihrer Abschiebung noch ein paar harte D-Mark im horizontalen Gewerbe verdienen will. Zum anderen lernt Alex auch Ruth (Kathleen Gallego Zapata) kennen, eine Prostituierte, die inzwischen vom „ehrbaren Leben“ träumt. Allesamt sind dies interessante Figuren, doch Moore versteht es nicht, ihnen auch Leben einzuhauchen. Sie alle leben in einer Welt, aus der es kein Entrinnen gibt, und schon nach wenigen Minuten wird klar, daß keiner von ihnen jemals eine Entwicklung durchmachen wird. Dadurch fehlt es dem Film an jeglicher Dramaturgie und Spannungsmomenten. Übrig bleiben verschwommen-hektische Bilder der Großbaustelle Berlin. Diese haben dokumentarischen Charakter und spiegeln die Umbruchstimmung der Millionenstadt adäquat wider. Doch schon morgen wird alles wieder ganz anders sein in der angehenden Bundeshauptstadt. So taugt „Plus-Minus Null“ lediglich als Zustandsbeschreibung einer Metropole, nicht aber als Spielfilm und schon gar nicht zur Auswertung jenseits von Festivals. lasso.

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