Planet B - The Antman

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   2000
Planet B - The Antman Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Planet B - The Antman: Trashiges "Latino-Horror-Fantasy-Movie" aus der Reihe "B-Movies made in Germany" über einen größenwahnsinnigen Priester, der Menschen und Ameisen kreuzen will.

Don José De Alvarez (Götz Otto), mexikanischer Kriegsheld von höchster Triebkraft, ist des Tötens müde und möchte fortan Tacos züchten auf einer einsamen Farm in der wüsten Provinz an der Seite der attraktiven Starreporterin Bella Bonita (Yasmina Filali). Leider sucht er sich die direkte Nachbarschaft des wahnsinnigen „Ameisenpriesters“ Loco Satano aus. Dieser Superbösewicht vom Scheitel bis zur Spore gedenkt, mit seiner Mutantenarmee die Welt zu erobern, und wittert in der rassigen Bella die ideale Königin…

„Klimbim“-Rotschopf Elisabeth Volkmann und Ossi-Winnetou Gojko Mitic eilen u.a. zu den Waffen, wenn die Planet B-Crew für den vielgerühmten Apfel und das Ei das teutonischen B-Movie reaktiviert.

Der mexikanische Volksheld und Monsterkiller Don José de Alvarez will sich mit seiner großen Liebe, der Starreporterin Bella Bonita, im Dorf seiner Kindheit zur Ruhe setzen. Hier befindet sich allerdings das Machtzentrum eines mit der Kreuzung von Mensch und Ameise die Weltherrschaft anstrebenden Ameisenpriesters, der in Bella Bonita seine Königin sieht.

Ehe Nationalheld De Alvarez in Frieden ferkeln darf, muss erst der brutale Nachbar und Erzfeind Loco Satano niedergekämpft werden. Höhepunktarme Trashfilmparodie made in Babelsberg.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mit einer Handvoll Ameisen, einer zweiten voll mexikanischer Statisten, Splatter-Effekten aus dem Baukasten eines ehemaligen Defa-Trickfilmchefs, recycelten Requisiten aus dem Studiofundus, viel Sand, gelbem Licht und einem aus zahlreichen Westernscores zusammen geklauten Soundtrack bastelte Regisseur Christoph Gampl mit Blick auf die Kollegen Rodriguez und Tarantino eine scharfe Genremixtur, mit der er die Babelsberger Studiolandschaft in die heiße Wüste Mexikos verwandelte.

    Das Resultat ist ein Latino-Splatter-Erotik-Trash-Movie aus der Fantasy-Filmfest-erprobten Reihe „B-Movies Made in Germany“, die das Ende der Einseitigkeit und Einfallslosigkeit des deutschen Kinos einläuten will. Niemand geringeres soll dafür Sorge tragen als Götz Otto, der in der Rolle des mexikanischen Kriegshelden Don José de Alvarez mit seiner großen Liebe Bella Bonita (Yasmina Filali) Schwert und Degen niederlegen und in seinem Heimatdorf eine flotte Ranch und friedvolle Zukunft aufbauen will. Doch spätestens als Scharen gemeiner Ameisen sich des Strumpfbandes seiner frisch Vermählten bemächtigen, bemerkt der Don, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht: Sein eigener kleiner Bruder steht als wahnsinniger Loco Satano (wahrhaft beängstigend: Lars Rudolph) mit den fiesen Insekten im Bunde. Locos teuflischer Plan, mit dem er die Macht über alles Lebendige an sich reißen will, sieht die Vereinigung von Mensch und Ameise (!) vor, und die „schöne Blume auf fruchtlosem Sand“ Bella Bonita erscheint ihm da als auserwählte Königin, die die Kopulation vollziehen soll. Sogleich schultert Don José mutig den Munitionsgürtel und tritt den Kampf gegen eine Riesen-Plastik-Ameise und andere Pappkameraden an, um das Böse aus der Modellkulisse zu schaffen

    Begleitet von Elisabeth Volkmann, die als androgyner Sheriff El Busto das Lied vom Tod singt, gipfelt der Trash in einem pferdelosen Ritt von Gojko Mitic und Götz Otto, die mit indianischer Kriegsbemalung – auf Requisiten außerhalb des Bildausschnitts – der untergehenden Sonne entgegen galoppieren. „Findest Du das jetzt albern?“, fragt der Indianer, und der Held antwortet: „Ehrlich gesagt ja“. Mehr ironische Selbsterkenntnisse dieser Art hätten nicht nur Darstellerin Filali gut getan, wobei die Inszenierung ansonsten um erheiternde Tricks und alternative Effekte nicht verlegen ist. Doch auch damit ist in „The Antman“ ebenso wenig wie in „Mask under Mask“ eine Antwort auf eine Krise des deutschen Kinos zu entdecken, wie es der ehrgeizige Plan B der Produktion Checkpoint Berlin vorsieht. Vielleicht trifft dieser aber nach dem Motto „Wir können nur billig“ gerade jetzt den Zeitgeist. cm.

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