Piñero

Kinostart: 18.07.2002

Filmhandlung und Hintergrund

Biopic über das Leben des gefeierten Nuyorica-Poeten Miguel Pinero, der an seiner Drogensucht 1988 zu Grunde ging.

1972 sitzt Miguel Piñero (Benjamin Bratt) wegen Diebstahls in Sing Sing ein und macht mit improvisierten Raps über das Straßenleben auf sich aufmerksam. Nach seiner Entlassung entsteht das autobiografische Stück „Short Eyes“ - der Startschuss für eine erstaunliche Karriere als Autor und Schauspieler. Kehrseite des zunehmenden Ruhms sind die breiteren Möglichkeiten für seinen exzessiven Lebenswandel und seine Drogensucht: 1988 stirbt Piñero mittel- und obdachlos eines frühen Todes.

Von Leon Ichaso auf Video gedrehtes und mit rasanten Schnitten beschleunigtes Biopic über das Leben des gefeierten Nuyorica-Poeten, der von Benjamin Bratt in einer Tour de Force brillant dargestellt wird.

1972 sitzt Miguel Pinero wegen Diebstahls ein und macht mit improvisierten Raps über das Straßenleben auf sich aufmerksam. Nach seiner Entlassung entsteht das autobiographische Stück „Short Eyes“ - Startschuss für eine erstaunliche Karriere, aber auch für seine Drogensucht, die ihn schließlich mittel- und obdachlos macht und seinen Tod im Jahr 1988 herbeiführt.

Im Gefängnis schreibt der aus Puerto Rico stammende Miguel Piñero das Theaterstück „Short Eyes“, das später auch verfilmt wird. Mit seinen bissigen Texten steigt Piñero als Autor und Spoken Word Performer zum Liebling der Kulturszene auf und lässt sich trotz lukrativer TV-Auftritte, etwa in der Kultserie „Miami Vice“, nicht in seiner Konsequenz korrumpieren. Frauen wie Männer erliegen der erotischen Ausstrahlung des bisexuellen Künstlers, dessen exzessiver Drogen- und Alkoholkonsum ihn schließlich 1988 das Leben kostet.

Frauen wie Männer erliegen der erotischen Ausstrahlung des bisexuellen Autors Piñero, dessen exzessiver Drogen- und Alkoholkonsum ihn schließlich 1988 das Leben kostet. Benjamin Bratt, zuvor hauptsächlich als Ex-Lover von Julia Roberts in Erscheinung getreten, liefert als angry young man die schauspielerische Leistung seines Lebens ab.

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Kritikerrezensionen

  • Piñero: Biopic über das Leben des gefeierten Nuyorica-Poeten Miguel Pinero, der an seiner Drogensucht 1988 zu Grunde ging.

    Das kraftvolle Biopic über den Künstler und Knacki Miguel Pinero, Pionier der Spoken Word Poetry und selbst ernannter Nuyorican lebt von der beeindruckenden Performance seines Stars Benjamin Bratt und der perfekten Übersetzung von Lebensstil und Straßen-Poesie des Titelhelden in energetische Filmformen durch Independent-Regisseur Leon Ichaso. Auf diversen Festivals, u.a. beim Sundance Filmfestival, von der Kritik gefeiert, sollte das exzellente Drama ein breiteres Arthousepublikum fesseln.

    Benjamin Bratt, hierzulande hauptsächlich als Ex-Lover von Julia Roberts ein Begriff und höchstens noch als Cop oder Latin-Lover-Typ ab und an im TV zu sehen, wünscht man nach dem Film in viel mehr Hauptrollen zu bewundern. Er versprüht nicht nur während des Reime-Rezitierens Charisma, Wut, Ironie, Macho-Coolness und Verzweiflung - Eigenschaften, mit denen der kubanische Regisseur und Drehbuchautor Leon Ichaso („Sugarhill“) seinen Helden und sein Werk charakterisiert. Dank Bratts intensiver Leinwandpräsenz sollten auch Leute, die nichts mit den schnell und hart, rap-ähnlich gesprochenen Reimen über Leben und Sterben auf der Straße, im Knast, über Drogen und Frauen anfangen können, sich mitreißen lassen. Pinero, aus Puerto Rico stammend, wurde mit dem im Gefängnis geschriebenen und später verfilmten Theaterstück „Short Eyes“ Anfang der siebziger Jahre berühmt, war Gaststar bei der Kultserie der Achtziger „Miami Vice“, bei der Ichaso Pinero kennen lernte, stieg vom Kleingauner und Junkie zum Darling der Kulturszene auf, blieb aber seinem bisherigen Lebensstil treu, liebte Frauen und Männer, trank und fixte. Sein Lebensstil brachte ihn schließlich 1988 ins Grab. So hart und schnell wie die Reime, wild und ausufernd Pineros Lebensstil, sind auch die Szenen im Stakkato-Rhythmus geschnitten, mit etlichen Rückblenden und Zeitsprüngen, mehr Collage als stringente Erzählung, auf verschiedenem Material meist mit Handkamera gefilmt. Bewegter, bisweilen auch bewegenden (vor allem in den Szenen zwischen Pinero und seiner Mutter, wunderbar gespielt von Rita Moreno) Blick auf ein bewegtes Leben. hai.

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