Paulus Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Paulus: Religions-Drama um den Mann, der vom Widersacher der frühen Christen zu ihrem bedeutendsten Vertreter wurde.

Jerusalem um 30 n. Chr.: Saulus, der zur jüdischen Gruppierung der Pharisäer zählt, entwickelt unter dem Einfluss von Ruben aus dem Priesterzirkel der Sadduzäer ein Feindbild: die Sekte der Christen, die zunehmend Anhänger für ihren noch jungen Glauben wirbt. In dessen Mittelpunkt steht die Wiederauferstehung des als Ketzer exekutierten Jesus. Saulus geht nun mit Gewalt gegen die Christen vor. Unterwegs nach Damaskus erblindet er jedoch auf einmal und hört dabei Worte eben jenes Jesus.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Bald ist es vollbracht: Paulus ist der vorerst letzte Titelheld des mittlerweile zwanzig Filme umfassenden Bibelprojekts von Leo Kirch. Als abschließendes Epos wird nur noch die „Apokalypse“ (nach der Offenbarung des Johannes) folgen. Mit „Paulus von Tarsus“ aber ist die Reihe nochmals ganz bei sich selbst, zumal der reuige Sünder der perfekte Protagonist ist: wandelt er sich doch vom Christenjäger zum duldungsfähigen Gläubigen. In der Tat muss Paulus einiges einstecken: Er wird gesteinigt, getreten, verprügelt und in einen Abgrund geworfen. Jede Untat, jede Demütigung aber perlt an ihm ab, weil Johannes Brandrups jungenhafte Züge weder erlittenes Leid noch Bekehrung und Weisheit vermitteln. Seine wenig markante Stimme passt außerdem nicht so recht zu einem Prediger, der die Massen zu fesseln vermochte.

    Daher beeindrucken auch die Bibelfilme 19 und 20 in erster Linie durch Ausstattung, Kostüme und gepflegte Vollbärte. Dabei ist das Konzept des Zweiteilers recht geschickt: Um nicht allein ein bewegtes Heiligenbildchen zu sein, baut das Drehbuch eine Rivalität zwischen Paulus und seinem Jugendfreund Ruben, einem ehrgeizigen Priester, auf. Natürlich werden die beiden zu Todfeinden; und natürlich entgeht Ruben am Ende seiner gerechten Strafe nicht. Ruben-Darsteller Thomas Lockyer ist Kummer gewöhnt: Er musste schon als Judas in „Jesus“ dran glauben.

    Wie alle Werke aus dieser Reihe, die Leo Kirch persönlich sehr am Herzen liegt, werden auch in „Paulus“ die diversen religiösen Diskurse – darf Paulus auch jene bekehren, die nicht nach jüdischem Gesetz leben? – eher am Rande abgehandelt. Schließlich sollen die Filme auch in anderen Kulturkreisen funktionieren; da wären christliche Detailfragen vermutlich eher von Nachteil.

    Inszeniert wurde „Paulus“ von Regie-Routinier Roger Young, der damit bereits seinen fünften „Bibel“-Film auf dem Buckel hat. Anders als sonst geizt „Paulus“ allerdings mit prominenten Nebendarstellern; einzig Franco Nero als Priester Gamaliel verleiht der Besetzungsliste internationalen Glanz, ansonsten tummeln sich fast ausschließlich unbekannte Italiener in den Straßen Jerusalems. tpg.

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