Filmhandlung und Hintergrund

TV-Melodram: Eine todkranke Frau möchte um ihrer Familie willen den Vater ihrer Kinder mit seiner Ex-Frau versöhnen.

Miriam, eine junge Frau, hat Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bevor sie stirbt, will sie dafür sorgen, dass ihr Mann Ingmar nach ihrem Tod nicht allein mit den beiden kleinen Zwillingen bleibt. Nachfolgerin soll ausgerechnet die Vorgängerin werden: Miriam spürt, dass Ingmar und seine Ex-Frau Lene, eine protestantische Pastorin, immer noch viel füreinander empfinden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Pass gut auf ihn auf!: TV-Melodram: Eine todkranke Frau möchte um ihrer Familie willen den Vater ihrer Kinder mit seiner Ex-Frau versöhnen.

    Julia Koschitz, Barbara Auer und Filip Peeters brillieren in diesem Drama von Johannes Fabrick über die letzten Tage im Leben einer jungen Frau.

    Mit dem Suiziddrama „Der letzte schöne Tag“ hat Johannes Fabrick den wohl berührendsten Film des letzten Fernsehjahres gedreht. Nun setzt sich der Regisseur mit einem ähnlichen Thema auseinander: Miriam, eine junge Frau (Julia Koschitz), hat Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bevor sie stirbt, will sie dafür sorgen, dass ihr Mann Ingmar (Filip Peeters) nach ihrem Tod nicht allein mit den beiden kleinen Zwillingen bleibt. Nachfolgerin soll ausgerechnet die Vorgängerin werden: Miriam spürt, dass Ingmar und seine Ex-Frau Lene (Barbara Auer), eine protestantische Pastorin, immer noch viel füreinander empfinden. Aber ihr bleibt nicht mehr viel Zeit, zumal Lene alle Annäherungsversuche brüsk ablehnt. Aller Traurigkeit zum Trotz ist Fabricks Inszenierung weit davon entfernt, sentimental zu sein, zumal es immer wieder auch unbeschwerte Szenen gibt. Aber natürlich betrachtet man diese Momente mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Da Miriam niemanden in ihr Schicksal einweiht, bekommen viele Dialoge einen Subtext, der sich nur ihr erschließt; und dem Zuschauer. Dennoch ist „Pass gut auf ihn auf!“ wie jedes Melodram eine Gratwanderung. Dass der Film nie Gefahr läuft, ins Kitschige abzugleiten, ist Fabricks Gespür für die richtige Dosierung zu verdanken; und seiner Führung der Schauspieler. Besser hätte das Trio nicht besetzt werden können, weil alle drei vortrefflich in der Lage sind, auch die zum Teil mühsam unterdrückten Gefühle mitzuspielen. Das gilt vor allem für Barbara Auer, denn Lene verbirgt eine tiefe Verletztheit, seit ihr Mann sie und die gemeinsamen Kinder vor gut drei Jahren wegen Miriam verlassen hat. Ähnlich groß war die Herausforderung für Julia Koschitz, die hier ausgesprochen schmal und fragil wirkt. Weil der kurze Haarschnitt und die betont bunte Kleidung Miriams Jugendlichkeit zusätzlich hervorheben, ist die Krankheit doppelt schockierend und ungerecht. Nicht minder zu würdigen ist die Leistung von Filip Peeters, der nicht einfach einen Mann zwischen zwei Frauen, sondern im Grunde zwei unterschiedliche Rollen spielt. Darüber hinaus erfreuen Buch (Britta Stöckle) und Regie mit vielen beiläufig eingestreuten Details, die enorm dazu beitragen, dass dieses Drama ähnlich wie „Der letzte schöne Tag“ aller Schwermut zum Trotz auch ein schöner Film ist: die Abdrücke fettiger Kinderhände auf den Scheiben des Autos; oder die Wolken, die sich im Zeitraffer im Dach des Wagens spiegeln, nachdem Miriam die Diagnose erfahren hat. tpg.

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