Paris-Manhattan Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Paris-Manhattan: Romantische Komödie über eine Apothekerin, die eine Obsession für Woody Allen hat.

Eine Mittdreißigerin ist trotz Kuppelversuche ihres Vaters immer noch Single. In allen Lebens- und Liebesfragen wendet sie sich an ihr Idol Woody Allen, der ihr vom Poster herab die besten Ratschläge gibt. Als sie plötzlich zwischen zwei Männern steht, einem charmanten und einem etwas spröden Exemplar, weiß sie nicht, was sie tun soll. Wie gut, dass da der Meister der Neurosen selbst für einen kurzen Moment in Paris auftaucht, und ihr bei der Entscheidungsfindung allein durch seine Präsenz eine große Hilfe ist.

Ein junge Apothekerin wendet sich in allen Lebensfragen dem Kino von Woody Allen zu, wird aber bald mit der romantischen Realität konfrontiert. Sympathische romantische Komödie aus Frankreich mit zahlreichen Woody-Allen-Zitaten.

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Kritikerrezensionen

  • Mit der blonden Alice betritt eine weitere Großstadtneurotikerin in Sophie Lellouches Spielfilmdebüt "Paris Manhattan" die Szenerie, die sich als unglückliche Singlefrau ihren Frust in Zwiegesprächen mit ihrem Idol Woody Allen Luft macht. Als die hilfsbereite Cineastin auf einer Party den Alarmanlagenexperten Victor begegnet, der noch nie eine Arbeit des US-Filmemachers sah, kommt es angesichts des Aufeinanderpralls von Romantik und Ratio zu bewährten Kontroversen. Weiterhin treten noch ein biederer Verehrer und Alice´ schräge jüdische Sippschaft auf, deren Macken für milden Spott herhalten müssen. Wenn man noch atmosphärische Paris-Schauplätze, Slapstick und einige Missverständnisse um vermeintliche Seitensprünge addiert, erhält man die typischen Bausteine einer charmanten, aber vorhersehbaren Liebeskomödie.

    Etwas gewöhnungsbedürftig erscheint zunächst die Besetzung der verschrobenen Träumerin Alice mit Schauspielerin Alice Taglioni ("Sky Fighters", "Die Schatzinsel"), die häufiger eher als blondes Gift und Femme Fatale besetzt wurde. Trotzdem überzeugt sie mit einer sympathischen Performance als Pharmazeutin. Selbst wenn man aber akzeptiert, dass die eigenwillige Apothekerin anstatt Pillen lieber das filmische Werk ihres New Yorker Schwarms verteilt - bei einem Überfall wäre ein Griff ins DVD-Regal definitiv die falsche Entscheidung.

    Neben dem Jazz-Soundtrack reichert Regisseurin Lellouche die wirklichkeitsferne Handlung mit einigen Anspielungen auf Woody Allens Schaffen an. Die Zitate reichen vom Titelverweis auf sein schwarzweißes Meisterstück "Manhattan" über den Vornamen der Protagonistin, gleichzeitig eine magische Komödie von 1990, bis hin zum jüdischen Hintergrund oder den philosophischen Ratschlägen eines imaginären Gegenübers wie in "Mach’´ noch einmal, Sam" (1972), wo ein Humphrey Bogart-Double dem ewigen Verlierer unter die Arme griff.

    Trotz eines vielversprechenden Einstiegs offeriert die Handlung nichts Neues von der Beziehungsfront, obgleich Woody im konstruierten Finale als hilfreicher Deus-ex-machina persönlich vorbei schaut, um das Debüt seiner Schülerin zu adeln. Mit ihrem in Frankreich mäßig erfolgreichen "Paris Manhattan" legt Sophie Lellouche eine humorvolle, aber konventionelle Visitenkarte ohne Innovationen vor, dem es mitunter am stimmigen Komödienrhythmus fehlt.

    Fazit: Die großen Vorbilder erreicht die gediegene Komödie "Paris Manhattan" nie, wobei sie letztlich harmlose, überraschungsfreie Unterhaltung bietet.
  • Liebevolle Hommage an Stadtneurotiker Woody Allen in einer durch und durch französischen Romantik-Komödie.

    Es gibt noch Wunder: Regiedebütantin Sophie Lellouche fasste sich ein Herz und gab ihr Treatment für den Film in einem Nobelhotel in Paris ab – für einen ganz bestimmten Gast, Monsieur Woody Allen. Der drehte gerade an der Seine und las sich die Idee zu “Paris Manhattan” in einer ruhigen Minute durch. Wenige Monate später stellte sich die junge Französin an den Ausgang eines Clubs in New York und überreichte ihm, umringt von Autogrammjägern, das Drehbuch. Seitdem blieben sie in Kontakt und der Stadtneurotiker ließ sich sogar zu einem Gastauftritt überreden.

    Sein Konterfei hing schon in Teenager-Zeiten an der Wand von Alice Ovitz, Tochter eines Apothekers, die mit 15 ihren ersten Woody Allen-Film sah und seitdem in allen Lebenslagen – vor allem aber in Liebefragen – mit ihm Zwiesprache hält. Inzwischen hat sie die Apotheke ihres Vaters übernommen und ist als Mittdreißigerin immer noch Single. Die ständigen Kuppelversuche des Daddys scheitern, bis sie plötzlich zwischen zwei Männern steht, dem charmanten und gebildeten Womanizer Vincent und dem zynischen Victor, einem spröden Alarmanlagen-Bauer. Als der Gast, den er aus seinem zugesperrten Zimmer im vornehmen Plaza Athénée befreit, sich als der berühme Regisseur entpuppt, ruft er Alice an und die düst im knallroten Kleid auf einem Roller los zu ihrem Idol.

    Das Genre Romantische Komödie wird hier zwar nicht neu erfunden, aber mit Herz erfrischender Leichtigkeit inszeniert. Die Heldin passt so gar nicht in den großstädtischen Egoismus, verteilt an Kunden mit Kümmerchen Allen-DVDs und beglückt damit sogar einen Einbrecher, dessen Leben natürlich dadurch von Grund auf geändert wird. Alice Taglioni und Patrick Bruel (2012 auch mit “Der Vorname” im deutschen Kino) geben fröhlich das Paar, das durch den großen Meister letztendlich zusammen kommt. Die Geschichte ist im weitesten Sinne eine Ménage à trois, denn der Dritte im Bunde ist Woody Allen, der in ausgewählten Filmzitaten vor allem aus “Was sie schon immer über Sex wissen wollten” oder “Manhattan” vom Poster herab mit seinen philosophischen Antworten die Richtung vorgibt, sei es in puncto Liebe, Tod oder Beziehung zu Gott. Paris, wird hier nicht in Postkartenbildern gezeigt, sondern mit unbekannteren Schauplätzen von besonderem Charme. Die Kamera arbeitet häufig mit der Totalen, Symbol dafür, dass Victor Alice die Freiheit bietet, aus vielen Leben eines auszusuchen. und das fantasievolle Happy End macht nicht nur das ungleiche Paar glücklich. mk.

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