Filmhandlung und Hintergrund

Exzellent gespieltes Ensemble-Drama um den 60. Geburtstag eines Komponisten, der seine sieben liebsten Frauen einlädt.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Paradiso - Sieben Tage mit sieben Frauen: Exzellent gespieltes Ensemble-Drama um den 60. Geburtstag eines Komponisten, der seine sieben liebsten Frauen einlädt.

    Rudolf Thomes Filme kreisen seit ihren Anfängen, als er zu den Hauptvertretern der Jungen Deutschen Films zählte, um die Faszination, die Frauen auf Männer ausüben, und die kleinen Momente der Ewigkeit, wenn es kurze Glücksmomente im Leben von Adam und Eva gibt. Den Paradies-Film gönnte er sich zum 60. Geburtstag, das Schauspielensemble wurde mit dem Silbernen Bären belohnt, einer der wenigen Preise, die Thome im Laufe seines Schaffens seit 1968 („Detektive“, „Rote Sonne“) überhaupt gewann.

    Dass die Schauspieler belohnt wurden, entspricht voll Thomes Inszenierungsstil, da er seinen Schauspielern größtmögliche Freiheit innerhalb des vorgegebenen Rahmens gibt. Vielleicht wirken sie alle deshalb so entspannt, in sich ruhend, und wie Hans Zischler, der die Hauptfigur spielt, abgeklärt, cool im philosophischen Sinn des Wortes. Zischler ist der Komponist Adam, der zu seinem 60. Jubeljahr die sieben Frauen seines Lebens für sieben Tage in sein Landhaus an einem See in Mecklenburg-Vorpommern lädt, ihnen zuhört, seinen seit 30 Jahren nicht gesehenen Sohn kennenlernt, mit den Gästen ein Konzert besucht, feiert, in vollkommener Harmonie die Tage verbringt und die liebenswerten Plauderer verabschiedet. Anschließend zeugt er mit seiner dritten Frau Eva ein Kind. Mehr passiert nicht, alles läuft beinahe kontemplativ ab, mit äußerster Ruhe, auch humorvoll mit jenem trockenen Witz, den Thome in seinen besten Filmen („System ohne Schatten“ mit Bruno Ganz, „Berlin Camissoplatz“ und „Tarot“, beide mit Zischler) pflegt. Da legt selbst Adams erste Frau, eine Nonne (Fassbinder-Schauspielerin Irm Herrmann), die Soutane ab und tanzt beschwingt zu Rock ’n Roll. Adam hat es geschafft, ein Haus gebaut, einen Sohn gezeugt, einen Baum (hier sind es 60 Pappeln, die in Gemeinschaftsarbeit angelegt werden) gepflanzt. Eine schöne, leise, unaufdringliche Parabel über den Schöpfungsmythos, für die Toskana-Fraktion der Arthouse-Kinos ein gefundenes Fressen. ger.

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