Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen

Kinostart: 16.03.2017

Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen: Hybridfilm aus Fiktion mit Improvisation und Dokumentation: Zwischen zwei Frauen auf Sinnsuche erwächst eine Freundschaft.

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Filmhandlung und Hintergrund

Hybridfilm aus Fiktion mit Improvisation und Dokumentation: Zwischen zwei Frauen auf Sinnsuche erwächst eine Freundschaft.

Lena (Nina Kronjäger) ist eine Journalistin in der Schaffenskrise. 2014 reist sie nach Griechenland, in Zeiten der Wirtschaftskrise. Sie führt Recherchen zum Thema Grenz-, Sicherheits- und Migrationspolitik in Europa und begibt sich somit an die griechischen Außengrenzen des Kontinents. Lena lernt per Zufall die Refugees-Welcome-Aktivistin Amy (Anna Schmidt) kennen und entwickelt eine Freundschaft zu ihr. Aus Neugierde, aber auch ein wenig aus Langeweile, begleitet Amy Lena bei ihren Recherchen, was sich zum spontanen Roadtrip entwickelt. Beide sind aus unterschiedlichen Motiven nach Griechenland gekommen, aber in der Sinnsuche finden sie eine Gemeinsamkeit. Auf der Reise konfrontieren sie einander mit ihren verschiedenen Standpunkten zu Engagement, Arbeit und Kapitalismus und müssen ihre persönliche Haltung zum gesellschaftspolitischen Status Quo immer wieder neu definieren und reflektieren.

Hintergründe

Das hybride Format aus fiktiven Elementen nach Drehbuch sowie mit improvisierten Dialogen und dokumentarischen Einlagen sprengt die Grenzen der Gattungszuteilung und erzählt frei und experimentell. „Ein Essayfilm getarnt als Road Movie“, wie es das Regie-Duo Marita Nehers und Tatjana Turanskyj ausdrückt. Die Dreharbeiten fanden im Herbst 2014 an der Grenze zwischen Griechenland, Bulgarien und der Türkei statt. Oftmals wurden Dialoge in der Vorbereitung in Berlin durchgesprochen, doch in der realen Drehsituation vor Ort spontan geändert und den Gefühlen, die die Umgebung freisetzte, angepasst. So gaben die Regisseurinnen ihren Hauptdarstellerinnen den Raum, aus ihren Rollen zu schlüpfen und wieder reinzufallen, wenn die Grenzen zwischen Figur und Selbst an der Kippe von Fiktion und Dokumentation verwischen. Somit wird auch in der Form die Grenzthematik des narrativen Inhalts aufgegriffen.

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