Operation Zucker

  1. Ø 5
   2012
Operation Zucker Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Operation Zucker: TV-Thrillerdrama um Kinderhandel und -prostitution mit Nadja Uhl und Senta Berger als Ermittlerin und Staatsanwältin.

Die kleine Fee wird in Rumänien von Kinderhändlern gekauft und landet in einem Berliner Club, der von einem Team des LKA observiert wird. Obwohl ihre Arbeit immer wieder behindert wird, gelingt es einer Kommissarin und einer Staatsanwältin schließlich, den Club auffliegen zu lassen, und doch stehen sie am Ende mit leeren Händen da: Das Netzwerk sitzt am längeren Hebel.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • An der Realität angesiedelter Thriller um Kinderhandel und -prostitution – von Rainer Kaufmann mit Bestbesetzung als stimmiger Mix aus Drama und Krimi inszeniert.

    Glücklich spielende Kinder auf einem kleinen Bauernhof in Rumänien. Ein Bär taucht auf, das Mädchen und der Junge laufen ins Haus. Eine gefährliche Situation, der wesentlich gefährlichere folgen werden. Die Zehnjährige namens Fee (sympathisches Naturtalent: Paraschiva Dragus) wird kurz darauf vom Vater nach Deutschland geschickt – mit dem Versprechen auf ein besseres Leben. Der Beginn einer albtraumhaften Odyssee, ein Film um die Verletzbarkeit von Kindern in einer Welt von Macht, Armut und Geld.

    „Operation Zucker“ heißt Rainer Kaufmanns nah an heutigen Realitäten angesiedelter Thriller, bei dem er einmal mehr mit Produzentin Gabriela Sperl („In aller Stille“, „Marias letzte Reise„) kooperiert. Wo Kinder verkauft, ihre Seelen zerbrochen und ihre Körper entehrt werden, ist die nächste Station seines Films: ein Berliner Club. Das schäbige Etablissement, das Kinderhändlern als Tarnung dient, wird bereits von der Polizei beobachtet. Einer der Kunden ist ein angesehener Richter, die bearbeitende Staatsanwältin (Senta Berger) eine alte Studienkollegin von ihm. Und ausgerechnet bei ihr muss die unter Zeitdruck ermittelnde Kommissarin (Nadja Uhl) die Durchsuchungs- bzw. Haftbefehle beantragen.

    Der kluge, dichte Plot (Philip Kochs Drehbuch geht auf eine Idee von Sperl und Rolf Basedow zurück) trägt viel zur Qualität dieses Dramas bei. Die Justiz ist überarbeitet, die Polizei überfordert, die Bürokratie macht schnelles Handeln unmöglich. Die Grenzen zwischen Gut und Böse sind fließend, Verfilzungen, alte Freund- und Seilschaften erschweren der Exekutive die Arbeit. Geschickt dosiert Kaufmann das Tempo, setzt auf ruhige, gut aufgebaute Spannungsmomente und furiose Actionszenen, gibt seinen Bildern mit Hilfe des ausgezeichneten dänischen Kameramanns Morten Søborg („Pusher 1 – 3“, „In einer besseren Welt“) einen düsteren, schmutzigen Look. Berlin funktioniert perfekt als nächtlicher Großstadtdschungel, Nadja Uhl besticht als aufrechte Polizistin, die mehr als nur ihren Job versieht, Kinder wie Fee nicht aufgibt. Gut harmoniert das Ensemble, keine der Figuren verkommt zum Klischee. Ein sozialkritischer Kriminalfilm, der packend unterhält und ohne erhobenen Zeigefinger auf moderne gesellschaftliche Missstände aufmerksam macht. geh.

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