Open Hearts

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   2002

Open Hearts: Dogma-Drama um ein Paar, das nach einem tragischen Unfall sein Leben neu definieren muss.

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Filmhandlung und Hintergrund

Open Hearts: Dogma-Drama um ein Paar, das nach einem tragischen Unfall sein Leben neu definieren muss.

Zwei Paare: Niels und Marie (Mads Mikkelsen und Paprika Steen) sind seit Jahren verheiratet, haben drei Kinder miteinander, und so langsam geht ihnen in der ehelichen Routine der Gesprächsstoff aus. Cæcilie und Joachim (Sonja Richter und Nicolaj Lie Kaas), jung, frisch verliebt und optimistisch, stehen am Anfang einer gemeinsamen Existenz. Da fährt eines Tages Marie Joachim über den Haufen, letzterer ist fortan vom Hals ab gelähmt. Voller Schuldgefühle bittet Marie ihren Arztgatten Niels, sich doch mal um das junge Pärchen zu kümmern. Und Niels verliebt sich in Caecilie.

„Murphy’s Law“ regiert Susanne Biers Dogma-Drama, in dem zum Glück trotz aller formalen Strenge auch Raum für Optimismus und sogar leise Anflüge von Humor bleibt.

Ein Paar will heiraten, aber ein Unfall zerstört das Glück. Vom Hals abwärts gelähmt, vergräbt sich Joachim in Verbitterung, stößt seine Verlobte weg, die bei Niels, dem Mann der Unfallfahrerin, Trost sucht. Ohne Kontrolle über die entstehenden Gefühle verliebt sich Niels, zeigt ihr eine Alternative zum Selbstopfer, ruiniert aber dabei seine eigene, glückliche Ehe.

Kurz vor der geplanten Heirat von Joachim und Caecilie kommt es zur Katastrophe. Bei einem Abschiedskuss wird Joachim von einem Auto erfasst und ist von da an querschnittgelähmt. Doch die Folgen des Unfalls reichen viel weiter. Caecilie wirft sich in ihrer Verzweiflung über die Situation und Joachims ätzenden Zynismus dem Arzt Niels an den Hals. Der wiederum ist mit der Unfallverursacherin Marie verheiratet und kann Caecilies Verführungskunst trotzdem nicht widerstehen. Ein Strudel aus Trauer, Ohmacht und Verbitterung reißt alle mit sich…

Kurz vor der geplanten Heirat mit Caecilie wird Joachim nach einem Unfall querschnittgelähmt. In ihrer Verzweiflung über die Situation und Joachims ätzenden Zynismus wirft sich Caecilie dem Arzt Niels an den Hals. Einfühlsames Dogma-Drama von Susanne Biers.

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Kritikerrezensionen

  • Kein Trauma ohne Dogma: Ein junges Paar mit akuten Heiratsplänen wird durch einen Unfall für immer aus der Glückskurve geworfen. Die tragischen Konsequenzen dieser Zäsur, aber auch die Verrücktheiten des Lebens, die unerwartet unkontrollierbare Gefühle neuer Zuneigung austreiben lassen, zeigt Regisseurin Susanne Bier in einem bemerkenswerten Drama, das die Dänen-Tradition mit beeindruckender schauspielerischer Intensität fortführt.

    Dogma-Veteranin Paprika Steen in ihrem vierten Film für die stilistischen Asketen aus Skandinavien und vor allem Neuentdeckung Sonja Richter mit einer Expedition in emotionale Abgründe und Aufstiege prägend entscheidend Biers siebte Inszenierung fürs Kino. Die 32-jährige Dänin drehte zuletzt zwei romantische Komödien und mit „Sekten“ einen Thriller, der 1998 auf dem Fantasy Filmfest durch Deutschland tourte. Mit Naturlicht, Originalton, Schütteloptik und Musik aus authentischen Quellen (Walkmen) befolgt sie eisern die Dogma-Regeln. Um die reale Erzählebene zu verlassen und unausgesprochene Sehnsüchte der Figuren in bestimmten Situationen zu illustrieren, benutzt sie extrem grobkörnige Bilder als cleveres Stilmittel. So winkt Student Joachim, der, von einem Auto angefahren, halsabwärts gelähmt im Krankenhaus liegt, seiner Verlobten (Sonja Richter) zu, weil nur ihre Imagination ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen kann. Das Drehbuch von „Open Hearts“, das Bier im Team mit Anders Thomas Jensen (sein dritter Dogma-Stoff) schrieb, erzählt die Geschichte von Joachims Verbitterung und der schmerzlichen Befreiung aus dem verständlichen Selbstmitleid, begleitet aber auch seine Freundin auf ihrem Weg aus der Verzweiflung hinein in neues Leben, das emotionale Opfer, aber eben nicht Aufopferung von ihr fordert. Ihre keimende Beziehung zu Niels (Mads Mikkelsen), dessen Frau den Unfallwagen fuhr, streift ein moralisches Tabu, weil hier Liebe aus Verzweiflung, Mitgefühl und Hilflosigkeit geboren wird und Niels intakte Ehe mit Marie (Paprika Steen) durch die unerwarteten Gefühle zu Bruch geht. Ohne Schuldzuweisungen, unsentimental und ehrlich geht das packende, in den Szenen zwischen Joachim und seiner couragierten Krankenschwester unerbittlich harte Drama mit dieser komplizierten Situation um, für die es am Ende keine leichte Lösung gibt. Hoffnung aber zeigt sich, Humor trotz der Tragik, womit ungeachtet der Thematik im Kino niemand einen deprimierenden Trauergang befürchten muss. kob.

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