Filmhandlung und Hintergrund

Bollywood-Romanze mit Superstar Shah Rukh Khan, der nach seiner Wiedergeburt die große Liebe findet.

Der junge Om Prakash will das Herz der bildhübschen Schauspielerin Shanti erobern, die mit Filmproduzent Muskesh liiert ist. Als das Filmset in Brand gerät, versucht er Shanti zu retten, doch beide verlieren dabei ihr Leben. 30 Jahre später werden sie im heutigen Indien wiedergeboren und begegnen sich als Schauspieler in „Om Shanti Om“ wieder.

Die 70er Jahre: Om ist kleiner Statist in Bollywood und unsterblich verliebt in Superstar Shanti. Er träumt von der großen Karriere und dass er das Herz von Shanti erobert. Doch bevor sich seine Träume erfüllen können, stirbt er bei dem Versuch, Shanti aus den Flammen des Studiogeländes zu retten. Gelegt hat das Feuer ihr heimlicher Geliebter, ein Filmproduzent. Die 90er Jahre: Om ist als eitler Kinostar wiedergeboren worden und versucht, den mittlerweile supererfolgreichen Produzenten von damals aus der Reserve zu locken.

Bilderstrecke starten(19 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Om Shanti Om

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

4,4
13 Bewertungen
5Sterne
 
(8)
4Sterne
 
(4)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(1)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

    1. Ja, das Bollywood-Kino: Ob man es liebt oder hasst, ob es einen entsetzt, erstaunt, verwundert, verärgert oder begeistert – kalt lässt es wohl niemanden, zumindest nicht. Außer man kann sich davor drücken. Und das wird immer schwerer. Denn das populäre Hindi-Kino aus Indien findet auch im Westen immer mehr Fans (und natürlich solche, die es ablehnen). Große Gefühle und Gesten, Kitsch, Drama, Action, Tanz und Gesang, alles in einer wilden, unbekümmerten Genre- und Stimmungsmischung, die oft so bunt daherkommen wie die Kulissen und Kostüme.

      Und „Om Shanti Om“ kommt mit aller Macht daher. Farah Khan hat schon im Westen mit „Main Hoon Na“ einen Erfolg und eine Bresche fürs Bollywood geschlagen. Mit ihrem neuesten Streich – ebenfalls mit Superstar Shahrukh Khan – hat sie auf der Berlinale fasziniert – und tatsächlich zeigt sich das Hochglanzprodukt „Om Shanti Om“ nicht nur in vollem Selbstbewusstsein: Hier explodiert Bollywood geradezu vor Vertrauen in sich, was insofern ein großer Spaß ist, als die Glamourfabrik sich liebvoll selbst aufs Korn nimmt.

      (Fast) Alles, was in Indien und weit darüber hinaus Rang und Namen hat, tritt auf, spielt sich selbst oder verulkt sich in Cameos. Und spätestens, wenn sich in einer Song-and-Dance-Nummer zur Feier des Stars Om Kapoor die Riesen des Geschäfts einlaufen, mag sich Robert Altmann vielleicht vor lauter Ehrehrbietung im Grab rumdrehen. Andererseits kann man nicht anders, als es sich ein wenig warm ums Herz werden zu lassen, weil hier – wie auch in der erzählten Mär vom Starruhm und dem Wunder der Traumindustrie – die naive Glamourwelt so zelebriert wird, wie man sie doch irgendwie haben will. Ohne die schmutzigen Stories von Hinter den Kulissen. Zumal eben „Om Shanti Om“ auch die klassischen Klischees von den eitlen Großmaul-Stars, cholerischen Regisseuren und überdrehter Theatralik (gerade auch der des Bollywood-Films) entwaffnend unbekümmert aufs Tapet bringt. Allein wenn bei den Filmfare-Awards (dem indischen „Oscar“) Om für zwei Auftritte nominiert ist, deren Ausschnitte ihn in zwei identischen Kitschliebesszenen zeigt (natürlich vor einem Alpenpanorama), wird klar, wie selbstironische dieses Kino zu genießen ist – und es dies gerade in seinem Kult selbst tut.

      Selbst die Stilmittel werden auf der einen Seite genutzt wie immer und gleichzeitig gebrochen. Wenn der geknickte Om Prakash von der Liebe enttäuscht übers Studiogelände durch den Regen läuft, entpuppt sich diese Standard plötzlich als echter Fake – er ist in eine Drehaufnahme geplatzt.

      So entspinnt sich ein munterer Reigen der Selbstreflexion, der Verschränkungen von Schein und Sein, Traum und Realität, die im ersten Teil auch noch gemischt wird mit dem Stil der (wilden) 1970er, der mit seinem Koteletten, Interieurs, Gesten und Klamotten schlichtweg zum Schreien ist. Shahrukh Khan im roten Karojackett ist ein Augenschmaus der besonderen Art, und auch die Filme (im Film) feiern und zitieren die Klassiker der Zeit, gehen sogar soweit, per Computeranimation die Helden der Epoche wieder auferstehen zu lassen bzw. einzumontieren. Der Kitsch des vergangen Bollywoods wird im Spiegel seiner selbst soweit verdoppelt und potenziert, dass er einem um die Ohren fliegt.

      Leider geht das im zweiten Teil verloren, wenn Om wiedergeboren und nun als echter Star das altbekannte Coolness-Indien der Bollywood-Gegenwart zeigt. Abgerissene Jeans und Motorradfahren, das braucht der echte Reißer-Typ (und von Schleichwerbung z.B. für Maybelline kann vor lauter Offenheit schon keine Rede mehr sein).

      Hier, in der Gegenwart, zeigen sich wieder die Grenzen von Shahrukh Khan, der als reicher Macher nicht in seinem darstellerischen Element ist (oder der Witzfigur zuviel). Auch handlungsmäßig weiß Farah Khan nicht mehr wirklich was zu erzählen; alles läuft sich in der müden Story um eine inszenierte Gespenstergeschichte, mit der dünne Rache am fiesen Mukesh genommen werden soll und die schließlich zu einer echten wird, tot. Die große Melodramatik des ersten Lebens findet hier keine Entsprechung. Auch die Figur der Shanti (samt Oms Liebe zu ihr) geht verloren.

      Dafür tritt Deepika Padukone als Sandy auf, spielt aber auch keine Rolle mehr. Und tatsächlich ist sie es, die „Om Shanti Om“ bremst. Zwar ist sie wunderbar anzusehen, hat aber (hier in ihrem Debüt noch) keine Präsenz und Charisma. Man kann letztlich nicht wirklich nachvollziehen kann, was sie so zum Star – auch von Oms Herzen – jenseits der Billboards macht.

      Immerhin darf kurz vor Schluss noch in einer „Phantom der Opfer“-artigen Maskenballnummer bei Andrew Lloyd Webber abgekupfert werden, womit nun vollends hin und zurück, kreuz und quer über den Showglobus geklaut worden wäre.

      Fazit: Überdrehter, selbstbewusster und -ironischer Bollywood-Film, der die eigene Branche feiert, im zweiten Teil aber stark abfällt.
    2. Om Shanti Om: Bollywood-Romanze mit Superstar Shah Rukh Khan, der nach seiner Wiedergeburt die große Liebe findet.

      Regisseurin Farah Khan nimmt sich dem Thema Wiedergeburt an und kreiert eine Hommage an die indische Traumfabrik Bollywood. Sie bringt Weltstar Shah Rukh Khan und das indische Topmodel Deepika Padukone in einer musikalischen Romanze zusammen, an der sie über drei Jahre gearbeitet hat. Bollywood-Vorkenntnisse helfen über Storyschwächen hinweg.

    News und Stories

    • Das Vierte: Bollywood "Om Shanti Om" als Free-TV Premiere

      Das Vierte zeigt den romatischen Bollywood-Film „Om Shanti Om“ am Samstag, 12. Dezember um 20.15 Uhr als Free-TV Premiere. Die indische Kinokomödie mit Shah Rukh Khan in der Hauptrolle spielt in den 70er Jahren und handelt von dem Jungschauspieler Om, der sich in Diva Shanti (Deepika Padukone) verliebt. Doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Shanti ist bereits verheiratet. Bei einem Anschlag ihres Ehemanns...

      Ehemalige BEM-Accounts  
    • Das Vierte mit neuem TV-Programm und Logo

      Zu Beginn der neuen TV-Saison präsentiert sich der Sender Das Vierte mit neuem Logo und einem komplett überarbeitet TV-Programm. Ab Samstag, 19. September 2009 möchte der Sender unter dem neuen Motto „Be happy“ neue Wege gehen und nimmt in sein umgestaltetes Programm neben Magazinen und Unterhaltungssendungen am Nachmittag ab 15.30 Uhr, auch zahlreiche internationale Spielfilme und aktuelle TV-Serien am Abend ab 20...

      Ehemalige BEM-Accounts  
    • Gleich zwei Bären für Andersons Öl-Streifen

      Heute Abend wurden die 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin glanzvoll zum Abschluss gebracht. Über eine Woche lang sah sich die Internationale Jury, unter dem Vorsitz von Costa-Gavras, die Wettbewerbsfilme an und wählte nun die Gewinner. Begonnen hatte die Berlinale am 07. Februar mit Martin Scorseses Konzertfilm über die Rolling Stones und auch Be Kind Rewind, der heutige Abschlussfilm von Michel Gondry, sorgte...

      Kino.de Redaktion  
    • Auf Bärenjagd am Potsdamer Platz

      Auf Bärenjagd am Potsdamer Platz

      Vom 7. bis 17. Februar feiert die Hauptstadt wieder großes Kino aus aller Welt. Nationale und internationale Stars feiern mit.

      Ehemalige BEM-Accounts  

    Kommentare