Olga Benario, ein Leben für die Revolution

  1. Ø 5
   2004
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Filmhandlung und Hintergrund

Olga Benario, ein Leben für die Revolution: Dokumentation über das Leben der deutschen Kommunistin Olga Benario, die 1942 in einem Vernichtungslager ermordet wurde.

Weil sie im Berlin der Zwanziger Jahre für die sozialistische Weltrevolution agitieren, wandern die aus München stammende Kommunistin Olga Benario und ihr Lebensgefährte Otto Braun wegen Hochverrats hinter Gitter. Als Olga entlassen wird, Otto aber 20 Jahre drohen, befreit sie ihn in einer spektakulären Aktion aus dem Gefängnis und flieht nach Moskau. Dort schickt man sie als rote Missionarin nach Brasilien, wo Olga eine Revolte anzettelt, erneut verhaftet und hochschwanger nach Deutschland ausgeliefert wird. Dort regieren inzwischen die Nazis.

Eine wahrlich abenteuerliche Biografie steht im Mittelpunkt des Langfilmdebüts von Filmemacher Galip Iyitanir, der sich seine Sporen als Regieassistent bei Rainer Werner Fassbinder und Margarethe von Trotta verdiente.

Geboren 1908 in München, tritt Olga Benario mit 15 Jahren in die Kommunistische Jugend ein, geht mit Otto Braun nach Berlin, wo sie 1927 wegen Hochverrats verhaftet wird. Olga kommt wieder frei, befreit in einer spektakulären Aktion auch Otto, flieht mit ihm nach Moskau und wird von dort nach Brasilien gesandt, um die Revolution vorzubereiten. Die Revolte scheitert, Olga wird wieder verhaftet, 1936 hochschwanger nach Deutschland ausgeliefert und stirbt 1942 in einem Vernichtungslager.

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Kritikerrezensionen

  • In der DDR war sie eine Ikone, im Westen dagegen eher unbekannt, Olga Benario – Kommunistin, Revolutionären und Intellektuelle. Das Wissensdefizit gleicht diese aufwändige Semi-Dokumentation aus.

    Während Rosa Luxemburg in beiden Teilen Deutschlands berühmt war, wurde die 1908 in München geborene Olga Benario nur in der ehemaligen DDR verehrt. Galip Iyatanir, bisher Cutter für zahlreiche Kino- und Fernsehfilme, zeichnet die Stationen eines bewegten Lebens nach. Mit 15 trat Olga in die Kommunistische Jugend ein, ging mit KPD-Funktionär Otto Braun nach Berlin, wo beide wegen Hochverrats verhaftet wurden. Sie kommt frei und befreit ihn in einer spektakulären Aktion aus dem Moabiter Gefängnis, was in der Doku als fiktionale Handlung eingebaut wird. Danach reist sie nach Moskau, arbeitet für die Kommunistische Internationale in Frankreich und Großbritannien, landet nach einigen Umwegen mit dem brasilianischen „Ritter der Hoffnung“ Luiz Carlos Prestes in Rio de Janeiro, wo sie noch heute als mutige Kämpferin für die Rechte der Armen gilt (Jayme Monjardims Spielfilm „Olga“ ist als brasilianischer Beitrag für den Oscar eingereicht). Die von dem Paar angezettelte Revolte wurde 1935 niedergeschlagen, die Initiatoren verhaftet und die Schwangere Monate später nach Nazi-Deutschland ausgeliefert, wo sie nach langen Jahren der Haft 34jährig in der Gaskammer des KZ Bernburg ihr Leben verliert.

    Iyitanir nähert sich der außergewöhnlichen Frau mit Respekt, bringt sie dem Publikum in allen Facetten näher, wenn auch manchmal der pädagogische Impetus überwiegt. Die chronologisch aufbereitete Biografie vermittelt sehr viel politische und persönliche Information, enthält neben historischen Ton- und Bilddokumenten auch fiktionale Szenen, auf die man aber hätte verzichten können, wie auch auf die Darstellung von Originalschauplätzen in der heutigen Zeit. Für Geschichtsinteressierte sicherlich ein lohnender Kinobesuch. mk.

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