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Okay

Kinostart: 07.08.2003

Okay: Hinreißende dänische Komödie über eine Familie, deren Alltag durch den angekündigten Tod des kranken Vaters aus der Bahn gerät.

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Filmhandlung und Hintergrund

Hinreißende dänische Komödie über eine Familie, deren Alltag durch den angekündigten Tod des kranken Vaters aus der Bahn gerät.

Sozialarbeiterin Nete (Paprika Steen) steht mit beiden Beinen im Leben und tröstet mit Willensstärke und Engagement ihren Mann, den erfolglosen Schriftsteller, über manche Schaffenskrise hinweg. Dann jedoch schlägt das Schicksal zu: Mit einer Diagnose, die ihm nur noch wenige Wochen Lebenserwartung einräumt, zieht Netes tyrannischer, verbitterter Vater in den Haushalt. Als aus Wochen Monate werden, sucht sich ihr Mann eine Geliebte. Während Netes Versuche, den Vater mit ihrem schwulen Bruder zu versöhnen, gnadenlos scheitern, beginnt auch noch die Teenagertochter zu rebellieren…

Alles auf einmal stürzt auf Dänemarks populärste Kabarettistin ein in dieser beißenden Tragikomödie nach bestem Dogma-Muster.

Die resolute Nete arbeitet im Arbeits- und Sozialamt, ihr Mann ist Literaturdozent und schreibt an einem Roman. Als Netes Vater erkrankt, nur noch drei Monate zu leben hat und der Arzt empfiehlt, die letzten Wochen im Kreise der Familie zu verbringen, zieht der Papa zu Nete, wo eigentlich gar kein Platz ist und wo die Probleme erst anfangen: Vater streitet sich mit seinem schwulen Sohn, mischt sich in die Erziehung seiner Enkelin ein - und dann auch noch in Netes Eheprobleme.

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Kritikerrezensionen

  • Okay: Hinreißende dänische Komödie über eine Familie, deren Alltag durch den angekündigten Tod des kranken Vaters aus der Bahn gerät.

    Wie schaffen es die Dänen immer wieder, diese hinreißend skurrile Mischung aus Drama und Komödie zu schaffen? Nach „Elling“, „Italienisch für Anfänger“ und „Wilbur wants to kill himself“ kommt mit Jesper W. Nielsens „Okay“ ein neues Highlight aus dem Norden. Der Titel trügt natürlich, denn nichts ist in dieser Familie o.k. - im Gegenteil, der Alltag einer jungen Mittdreißigerin entpuppt sich als das reine Chaos.

    Waren die ersten Filme von Jesper W. Nielsen noch eine Art Märchen und in fantastische Bildern gefasst, greift er jetzt zu einer mehr alltäglichen Bildsprache um das ganz normale Leben zu betrachten - mal augenzwinkernd, mal zärtlich, mal kritisch, aber seine Figuren bleiben trotz aller Stacheligkeit liebenswert. Da ist vor allem Nete, die Hauptfigur. Die Sozialarbeiterin ist Mitte Dreißig und schmeißt den Haushalt, es gibt wenig Unterstützung von der pubertierender Tochter oder vom Halb-Hausmann Kristian, der seit Jahren an einem Manuskript herumdoktert und derweil als Teilzeit-Dozent die Zeit totschlägt. Alles geht seinen normalen Gang - im Bett wird gelesen und geredet statt geliebt, bei Tisch das Essen pflichtmäßig verschlungen, Zweisamkeit erschöpft sich in der Zusammenstellung des Einkaufszettels - Tschüss und weg. Als Netes Vater im Sterben liegt und der Arzt nur noch mit drei Wochen rechnet, nimmt sie ihn nach Hause in die nicht gerade große Wohnung. Doch nach über einem Monat ist der Alte, der das Eheschlafzimmer okkupiert, immer noch fidel, jeder geht jedem auf die Nerven, Ordnung und Normalität bröckeln.

    Das Herzstück des Films ist Paprika Steen als Nete, die versucht alles unter Kontrolle zu haben und dann merkt wie ihre Familie zerbricht. Aus kleinen Konflikten wachsen große Katastrophen. Ihr Gatte, einer dieser watteweichen „Neuen Männer“ geht mit einer Studentin fremd, der schwule Bruder zeugt auf Wunsch zweier Lesben ein Kind und will sich partout nicht mit dem Vater versöhnen, die Tochter rebelliert jeden Tag mehr. Mittendrin die Mater Familias zwischen Wut und Weinen. Sie symbolisiert eine neue Frauengeneration, die glaubt, gemeinsam mit dem Partner Beruf und Familie stemmen zu können und dann realisiert, dass sie allein Verantwortung trägt, es sich die anderen in ihrem Schatten bequem machen.

    Was in Deutschland ein schwer verdaulicher Problemfilm wäre, ist hier ein heiter-melancholischer Blick auf eine Krisensituation erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit, subversiver Komik, leiser Poetik und großen Gefühlen. Und man leidet so richtig mit, wenn aus Angst vor seelischer Verletzung die Emotionen nur auf Sparflamme kochen dürfen. Die interessant gezeichnete Frauenfigur erkennt am Ende eines langen Prozesses, sie kann nicht die ganze Welt retten, sondern nur sich selbst. Erst dann wird der Knoten aufgemacht und auch die Liebe hat wieder eine Chance. „Okay“ ist mehr als o.k., ist großartige Unterhaltung und macht schlicht und einfach glücklich. Mehr kann man von einem Film nicht erwarten. mk.

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