Oh Tannenbaum

  1. Ø 4.5
   2007
Oh Tannenbaum Poster
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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In der Rolle eines widerwillig bekehrten Weihnachtsekels darf Günther Maria Halmer in dieser Weihnachtskomödie alle Register ziehen.

    Vor knapp einem Jahr stapfte Fritz Wepper als „Weihnachts-Ekel“ durch die Winterlandschaft. Diesmal darf Günther Maria Halmer alle Register des Misanthropen ziehen, dem das Fest der Liebe ein Gräuel ist, weil er schon seit vielen Jahren keine Liebe mehr erlebt hat. Auch „Oh Tannenbaum“ ist eine Ensemblegeschichte, deren Figuren vom Schicksal an einem Ort zusammengeführt werden: Im Berliner Wohnhaus des grimmigen Anwalts Wagner (Halmer) ist ein Wasserrohr gebrochen. Weil die unteren Wohnungen unter Wasser stehen, flüchten die Bewohner mit Sack, Pack und Weihnachtsbaum in Wagners Penthouse. Höchst widerwillig taut der Griesgram dank der Hartnäckigkeit von Mieterin Rita (Jutta Speidel) nach und nach auf. Dabei ist Rita gar nicht wohl in ihrer Haut: Sie wartet auf einen Laborbefund, doch der Kurier ist überfällig.

    Ohnehin versieht das Drehbuch von Christoph Mattner (Regie: Matthias Tiefenbacher) die verschiedenen Figuren äußerst geschickt mit biografischen Details, die im Verlauf der Geschichte eine entscheidende Rolle spielen. Sie kommen immer wieder mal andeutungsweise zur Sprache und verschlingen sich nach und nach zu einem unlösbaren gordischen Knoten. Am Ende bleibt allerdings keine Zeit mehr, die einzelnen Stränge aufzulösen, weshalb es schließlich ein bisschen schnell gehen muss. Ebenso flott wird Wagners Lebensgeschichte nachgereicht: Der Kurierbote entpuppt sich als Sohn des alten Miesepeters. Die beiden reden nicht mehr miteinander, weil Sebastian (Oliver Mommsen) seinem Vater die Schuld am Krebstod der Mutter gibt; seither ist der Alte verbittert. Dank eines gemeinsamen Blick ins Fotoalbum aber ist der Zehn-Jahres-Graben im Nu überbrückt, und weil irgendwann auch Ritas Tochter Sophia (Johanna Christine Gehlen) reinschneit und es prompt zwischen ihr und Sebastian funkt, gibt’s außerdem noch ein romantisches Happy End.

    Man fände durchaus noch weitere Einwände (die Feuerwehr gibt den Strom wieder frei, obwohl das Wasser noch in die Lampen tropft), über die sich aber hinwegsehen lässt: „Oh Tannenbaum“ erzählt dem etwas einfallslosen Titel zum Trotz eine heitere, herzerwärmende Geschichte mit Schauspielern, denen man gern zuschaut; auch wenn der Film natürlich vor allem vom Kontrast zwischen dem Weihnachtsphobiker und seiner Umgebung lebt. Mag ja sein, dass die Rolle für Halmer keine großartige Herausforderung darstellt, weil er gerade in den Degeto-Freitagsfilmen ohnehin immer als schlechtgelaunter Grantler besetzt wird; aber diesen mürrischen Sauertopf spielt er einfach perfekt. tpg.

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