Filmhandlung und Hintergrund

Biographische Liebesgeschichte über den irischen Schriftsteller James Joyce und das Zimmermädchen Nora Barnacle, das an Schauplätzen in Dublin und Triest spielt.

Das Zimmermädchen Nora Barnacle lernt 1904 in Dublin den Schriftsteller James Joyce kennen. Eine höchst ungleiche Affäre zwischen dem vergeistigt-verknöcherten Joyce und der natürlichen, sexuell aufgeschlossenen Nora nimmt ihren Lauf. Während ihrer zehnjährigen Beziehung pendeln sie zwischen Dublin und Triest, doch dann hat Nora es satt, den Launen des exzentrischen Literaten ausgesetzt zu sein.

Im Dublin des Jahres 1904 begegnen sich zwei intellektuell grundverschiedene Menschen: der von seinem Genie überzeugte, ängstliche James Joyce und das lebenserfahrene Dienstmädchen Nora Barnacle. Eine unwiderstehliche sexuelle Anziehungskraft kettet sie aneinander. James leidet an Noras Ignoranz gegenüber seiner Arbeit und als sie erfährt, dass er ihr Leben in seinen Büchern verarbeitet, ist die Trennung unausweichlich - trotz des gemeinsamen Sohnes. Ihre Liebe treibt sie jedoch wieder zueinander. Bis James beginnt, Nora Affären zu unterstellen…

Pat Murphys Psychodrama schildert die obsessive Beziehung zwischen dem irischen Schriftsteller James Joyce und dessen Lebensgefährtin Nora. Für Literaturfans.

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Kritikerrezensionen

  • Nora - Die leidenschaftliche Liebe von James Joyce: Biographische Liebesgeschichte über den irischen Schriftsteller James Joyce und das Zimmermädchen Nora Barnacle, das an Schauplätzen in Dublin und Triest spielt.

    Ewan McGregor weiter auf Erfolgskurs: Zwischen George Lucas‘ „Star Wars“ und Baz Luhmanns neuem Film „Moulin Rouge“ spielt Englands Shooting Star unter der Regie von Pat Murphy den irischen Schriftsteller und Rebellen James Joyce, der sich mit „Nora“ ins Reich dunkler Leidenschaften begibt. Der Film ist die erste Voll-Produktion der von McGregor, Jonny Lee Miller, Jude Law, Sean Pertwee und Sadie Frost gegründeten Firma Natural Nylon.

    Der Künstler und die Muse, ein unerschöpfliches Thema. Nach der gleichnamigen Biographie von Brenda Maddox erzählt Pat Murphy von der wechselvollen Beziehung zwischen James Joyce und seiner Lebensgefährtin Nora, die er erst 1931 nach dem Tode seines Vaters heiratete. Der schüchterne Dichter und das in Liebesdingen erfahrene Dienstmädchen begegnen sich 1904 auf Dublins Straßen, Beginn einer Amour fou. Da Joyces Werke auf wenig Resonanz bei den Verlegern stießen (seine 1906 fertiggestellte Kurzgeschichtensammlung „Dubliners“ erschien erst 1914), ging das Paar nach Triest, wo der Verleger Roberto Prezioso den Literaten unter seine Fittiche nahm. Zwischen Nora und Joyce ersetzt sexuelle Anziehung intellektuelle Gemeinsamkeit. Nach Konflikten versöhnt man sich im Bett. Nach der Geburt des Sohnes herrscht kurzfristig Harmonie. Als Nora entdeckt, dass Joyce ihre Gefühle in seinen Schriften verarbeitet, ist sie zutiefst verletzt. Vater und Sohn kehren nach Dublin zurück, wo Joyce von Eifersucht gepeinigt wird. Dennoch versucht er - als Inspiration für „Ulysses“ - Nora in eine Affäre mit Prezioso zu drängen und setzt ihre Zuneigung aufs Spiel.

    Pat Murphy hält sich zwar an die Fakten was die Lebensläufe und den historischen Rahmen betrifft, konzentriert sich aber auf die Psychologie der Protagonisten und Geschlechterkampf, entwickelt das Porträt einer obsessiven Liebe. Wo Maddox den exzessiven, von Neurosen und Verlustängsten geplagten Joyce anprangert, entschuldigt Murphy teilweise sein arrogantes Verhalten als Schwäche eines Genies. Nora ist als erdverbundene Frau mit lebensrettendem Humor gezeichnet, die patriarchalisches Verhalten ablehnt und weniger unterwürfig scheint als ihre Leidensgenossinnen in „Mein Mann Picasso“ oder „Oscar Wilde“. In ihrer Durchsetzungskraft kann sie es mit jeder modernen Frau des 21. Jahrhunderts aufnehmen. Und Susan Lynch ist Ewan McGregor als Schauspielerin ebenbürtig. Pat Murphy bezeichnet „Nora“ als einen Film über die Fehler in der Liebe. Das ist gelungen. Wer die Mischung aus Emotion und Künstlerbiographie mag, wird sicherlich nicht enttäuscht sein. mk.

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