Filmhandlung und Hintergrund

Starker Thriller mit "Batman"-Star Tom Hardy als Mann, dessen Leben auf einer 90-minütigen Autofahrt ins nächtliche London komplett auseinanderbricht.

Locke ist ein anständiger Mann. Deshalb muss er auch mitten in der Nacht kurzfristig nach London, um einer Frau beizustehen, die auf ihn zählt. Mit ihr verbindet ihn der einzige, kurze Fehltritt seines Lebens, der sein Familienglück zerstören könnte. Nur 90 Minuten und viele Telefonate über die Freisprechanlage bleiben Locke, um seine Ehe zu retten und als Bauleiter eine millionenschwere Betonierung am nächsten Morgen zu koordinieren. In dieser ereignisreichen Nacht droht dem Mann, der für Kontrolle steht, alles zu entgleiten.

Locke bricht auf eine nächtliche Autofahrt nach London auf - nur mit dem Handy ist er mit der Außenwelt verbunden. Berührende Charakterstudie eines Mannes, der am Telefon den Zusammenbruch seines Glücks zu verhindern versucht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Ein Mann in einem Auto, er rast, aber den Fehlern seines Lebens kann er nicht mehr entkommen. Psychologisches Drama mit hoher Spannung.
    2. No Turning Back: Starker Thriller mit "Batman"-Star Tom Hardy als Mann, dessen Leben auf einer 90-minütigen Autofahrt ins nächtliche London komplett auseinanderbricht.

      Locke ist ein anständiger Kerl. Deshalb zögert er nicht, mitten in der Nacht nach London zu fahren, um einer Frau beizustehen, die auf ihn zählt. Mit ihr verbindet ihn der einzige, kurze Fehltritt seines Lebens, der sein Familienglück zerstören könnte. Nur 90 Minuten und viele Telefonate bleiben Locke, um seine Ehe zu retten und als Bauleiter eine millionenschwere Betonierung am nächsten Morgen zu koordinieren. In dieser ereignisreichen Nacht droht dem Mann, der für Kontrolle steht, alles zu entgleiten. „The Dark Knight“-Bösewicht Tom Hardy liefert eine überwältigende, berührende, auch komische One-Man-Show ab - und schafft es, mit seiner starken, nuancierten Darstellung Hochspannung zu erzeugen wie in einem Action-Thriller.

      Fazit: Ein Mann, ein Auto, eine ereignisreiche Nacht: Tom Hardy in Bestform.
      1. Am besten passt die Beschreibung "Stunt" für Steven Knights Drama, obwohl es keine Action-Szenen gibt. Sein Film Locke ist so etwas wie ein transzendenter Stunt. Wir sehen dabei eine einzige Person, Ivan Locke (Tom Hardy) - und sonst niemanden. Er fährt Auto. Die Kamera bleibt nicht immer im Mobil, konzentriert sich aber ausschliesslich auf ihn, Locke. Er fährt nachts von Birmingham nach London. Locke steigt in seinen BMW, um seiner Frau entgegenzufahren. Er ist mit ihr telefonisch verbunden, genau wie mit all den Menschen, die er fluchtartig verlässt. In Echtzeit erleben wir diese Fahrt, während der er permanent telefoniert. Schritt für Schritt erfahren wir Lockes Hintergründe und Motive dabei. Er lässt als Bauleiter seine Kollegen im Stich am Vorabend einer wichtigen Lieferung und hofft, alles aus der Ferne dirigieren zu können. Er wird auch seine Familie im Stich lassen. Wieso unternimmt ein so gewöhnlicher Typ einen solchen Schritt, der ihn seinen Job kosten kann? Warum bricht Locke aus seiner geordneten Existenz aus? Der Film ist nicht perfekt und manchmal neigt Regisseur und Drehbuchautor Knight dazu, etwas abzuschweifen. Meistens passiert ihm das, weil er sich mit ästhetischen Spielereien aufhält. Dafür trifft der Film genau den richtigen Ton zwischen dem alltäglichen Horror und der Farce, die dem ganzen inne wohnt. Ein Anruf jagt den nächsten! So wird ein ziemlich detailliertes Bild unserer modernen Welt und diesem Mann gezeichnet. Im Grunde gleicht Knights Film einem Hörspiel aus dem Radio, so verknappt ist das alles inszeniert. Ein Hörspiel mit orangem Licht, das sich an der Windschutzscheibe spiegelt. Dazu gibts unsere Auswahl an Echtzeit Filmen auf der Seite unserer Videothek cinegeek.de
        1. Tom Hardy unterwegs im Auto auf dem Highway seines Lebens. Gepflastert mit Leid, Verlust und Schmerz. Steven Knight lässt Hardys seelischen Drehzahlmesser bis in den roten Bereich drehen und wir sitzen dabei mittendrin -auf dem Beifahrersitz seines BMW, den er unaufhörlich, pausenlos Kilometer um Kilometer fressen lässt.

          Tom Hardy ( Warrior, The Dark Knight Rises ) reiht sich reibungslos, in Steven Knights ( Drehbuch zum Oscar Film Eastern Promises ) Drama in den Club der Filme ein, die jeweils nur einen Schauspieler auffahren. Waren vor ihm einst Ryan Reynolds auf der falschen Seite des Bodens begraben in Buried, sowie Bobby Redford auf hoher See in All is Lost, tut er es ihnen nun in No Turning Back gleich. Obwohl man einmal mit Locke (Hardy) eingestiegen, auf dem Weg nach London, nie das Gefühl bekommt nur einem einzigen Schauspieler beim Agieren zu zusehen. Durch ständiges Klingeln der Freisprecheinrichtung erlebt Hardy so gut wie nie eine ruhige Minute und diese ist ihm bis zum Ende seiner Fahrt auch nicht vergönnt.

          Wie einfach, aber dennoch wirkungsvoll die banalsten Dinge sein können...

          Locke hat eine Entscheidung getroffen und versucht diese nun in einer fast 90 minütigen Fahrt zu verwirklichen. Und von da ab beginnt auch die große Magie, die der Film entwickelt. Minute für Minute, Satz für Satz, Kilometer um Kilometer, Mensch um Mensch, werden die Konsequenzen sichtbarer, die die Entscheidung welche er beim Einsteigen getroffen hat spürbarer. Und dabei trifft es den Zuschauer ins Mark. Kaum eine Szene, die nicht aus dem Leben gegriffen scheint. Dialoge die noch lange nachhallen. Kinderstimmen, die so niederschmetternd die Magengegend penetrieren aufgrund der Ausgangssituation sowie vor Verzweiflung dem Abgrund nahe stehende Menschen sind so rund geschrieben wie das Symbol des Autoherstellers auf der grau schimmernden Autohaube des Boliden.

          Lockes Entscheidung, die die Pfeiler seines Lebens bröckeln lassen wurde aber nicht ab dem Moment, des ersten aufheulen des Motors gefällt, sondern schon Acht Monate zuvor. Locke, Bauleiter einer renommierten Baufirma, verheiratet, bekommt die Nachricht, dass sein einmaliger Fehltritt Konsequenzen hat und zwar Zweibeinige. Er wird nochmal Vater, zum dritten Mal. Nur dieses Mal nicht von der eigenen Ehefrau sondern resultierend aus eben jenen Entscheidung mit einer anderen Frau zu schlafen. Aus dieser Ausgangssituation heraus beginnt der Alptraum dem sich Locke stellen muss. Viel mehr, sich stellen will. Er trifft die Entscheidung dafür ein zustehen was er getan hat und nicht mehr rückgängig machen kann. Und Gegen das weglaufen, wie einst sein Vater es tat.

          In No Turning Back geht es plump gesagt nur um Telefonate, die Locke, während der in Echtzeit erlebten Fahrt, zum Krankenhaus seines unehelichen Kindes führt. Die Themen darin sind universell, kann sich doch jeder in die Situation hineinfühlen, wenn er eine nicht mehr auf zu haltende Sache einem geliebten Menschen wenn nicht sogar der am meisten geliebten Person erklären muss. Wie den unaufhörlichen Fluss der Autos auf der Autobahn, so lässt sich das nun los getretene nicht mehr aufhalten. Locke versucht mit aller Macht sein Leben wieder in die richtige Bahnen zu lenken, nur haben Autobahnen meist keine Kreuzungen. Nur Ausfahrten auf die man keinen Einfluss hat. No Turning Back. Wer hat schon mal versucht auf der Autobahn zu wenden? Und genauso wenig geht es in der Autobahn des Lebens, einmal entschieden fährt man auf ihr.

          Hardys Reise im Personenkraftwagen wird dabei immer wieder von zauberhaften Kameraeinstellungen eingefangen. Dabei wird nicht nur die Atmosphäre einer nächtlichen Fahrt auf dem Highway gnadenlos stimmig aufgesaugt, wie es fast nur noch in Scott in Collateral besser zu sehen, sondern auch das Gesicht des Charakters wird zur sich ständig verändernden Oberfläche der Emotionen. Hardy spielt um sein Leben, stellt den innerlich zerrissen von Schuld geplagten aber dennoch aufrechten Beton Malochers mit all seiner Kunst grandios dar. Wenn man auch klar Stellung beziehen kann und gegen Hardy in den Krieg ziehen will oder das Vorhaben konsequent findet, froh ist man dennoch nicht selber hinterm Lenkrad sitzen zu müssen.

          Aber wie oft sitzen wir denn nicht selbst hinterm Lenkrad unseres Lebens und müssen, wie er Dinge tun die unangenehm sind oder Konsequenzen nach sich ziehen. Dabei sind es bei Locke nicht nur Baustellen die sein privat Leben betreffen sondern auch seine Kariere, seine Existenz. Wie oft begeben wir uns nicht selbst, auf die Autobahn des Lebens, wenn wir Entscheidungen treffen, sie verkünden und es kein Turning Back mehr gibt?

          Wenn die Lichter des Autos aus den bayrischen Motorenwerken verblassen im Dunkel der Nacht und Hardy seine Destination erreicht hat, der Abspann über den Bildschirm flackert. Ein letztes Mal der wie die Faust auf Auge passende, zu jeder Sekunde unterstützende Score verklingt. Einem langsam bewusst wird, das No Turning Back ein Ende gefunden hat. Man sich selbst dabei erwischt wie man Pläne für die nächste Fahrt schon gedanklich schmiedet- auf der Autobahn der Entscheidung dann hat Tom Hardy es geschafft mit No Turning Back bei ihnen Beifahrer im Kopf zu werden. Der längere Zeit nicht aussteigen wird.
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