Filmhandlung und Hintergrund

Mit zahlreichen Auszeichnungen bedachte Geschichte eines kleinen Jungen, dem mit Hilfe der Fantasie die Befreiung aus seiner strengen Umwelt gelingt.

Der kleine Jonas lebt mit seinem Vater, dem Fischer Helge, in einfachsten Verhältnissen. Dass die beiden trotzdem glücklich sind, verdanken sie in erster Linie Helges Fantasie, mit der er den Jungen immer wieder aufmuntert. Als Helge eines Tages nicht vom Meer zurückkehrt, wird Jonas zu dem strengen Pfarrer Ekdahl gegeben, der von ihm absolute Disziplin und harte Arbeit erwartet. Dann trifft Jonas am Strand zufällig den Zirkusartisten Grido, der es sich fortan zur Aufgabe macht, dem Jungen sein Lächeln zurückzugeben.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Im doppelten Wortsinn fabel-haft, ein Genuss für alle, die das Kino lieben - und die über das Kino hinaus von Bildern geprägt sind. Der Studenten-Oscar 2007, die höchste Auszeichnung, die ein junger Filmemacher erringen kann, gebührt wahrlich Regisseur Toke Constantin Hebbeln für diesen einzigartigen, nicht hoch genug zu preisenden 58minütigen Kurzfilm. „Nimmermeer“ ist ein Märchen, das Kinder wie Erwachsene gleichermaßen anrühren und in seinen Bann ziehen kann. Der Film beeindruckt und bezaubert: mit opulenter Ausstattung, mit phantasievollen Bildern, mit exzellenter Kameraarbeit, mit der Art, wie er Licht und Landschaft zeigt. Er bezaubert, weil sich all dies harmonisch vereint - zu Kinopoesie, der die Darsteller bewegend Gesicht verleihen. (Studenten-Oscar 2007)

      Jurybegründung:

      Toke Constantin Hebbeln erzählt die Geschichte eines verlorenen Vaters - und eines verlorenen Sohns. Der Fischer-Sohn Jonas steht urplötzlich allein da, weil sein Vater vom Fang nicht zurück kommt. Der Junge ist nun verloren in der Welt der Erwachsenen.

      Vor allem ist Jonas machtlos seinem Vormund ausgeliefert, einem brutal strengen protestantischen Pfarrer. Dessen Credo: Ordnung, Arbeit, Achtung haben. Es wird begleitet vom Verlangen nach Unterwerfungsgesten.

      Symbolisch steht für die erdrückende Übermacht der Erwachsenen schon die Einstellung, die vom Tod des Vaters kündet: Die Kamera zeigt von unten eine Reihe Dorfbewohner - wie sie sich bedrohlich vor dem Eingang der Fischerhütte aufgebaut hat.

      Der Film beeindruckt und bezaubert. - Er beeindruckt mit opulenter Ausstattung, mit phantasievollen Bildern, mit exzellenter Kameraarbeit - mit der Art, wie er Licht und Landschaft zeigt. - Er bezaubert, weil sich all dies harmonisch vereint - zu Kinopoesie, der die Darsteller bewegend Gesicht verleihen.

      „Nimmermeer“ ist ein Märchen, das Kinder wie Erwachsene gleichermaßen anrühren und in seinen Bann ziehen kann. Jonas findet schließlich sein Lachen wieder und entdeckt neue Träume.

      Dieser Film ist darüber hinaus ein Genuss für all die, die Kino lieben - und die über das Kino hinaus von Bildern geprägt sind. Den Film durchziehen - schmücken! - Zitate, Allegorien, liebevolle Anspielungen. So ist er eine kleine und sehr feine Hommage an den „klassischen“ skandinavischen Film - und auch an die gemalten Bilder aus dem Norden. (Er lässt zum Beispiel an Ingmar Bergman und Malerei dänischer Schule denken.) Er ist unter anderem auch eine Referenz an Federico Fellini, dessen Filme sich das gestaltende Ensemble noch einmal mit Verehrung angeschaut haben mag.

      Der Film ist für den Kinoliebhaber eine wahre Fundgrube - und steht bei aller Inspiration doch so ganz und gar eigen da.

      „Nimmermeer“ ist im doppelten Wortsinn fabel-haft.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
    1. Nimmermeer: Mit zahlreichen Auszeichnungen bedachte Geschichte eines kleinen Jungen, dem mit Hilfe der Fantasie die Befreiung aus seiner strengen Umwelt gelingt.

      Mit zahlreichen Auszeichnungen bedachter, märchenhaft-poetischer Film von Toke C. Hebbeln, dem man weder das Mini-Budget noch die Tatsache anmerkt, dass Hebbeln und der Rest der Crew ihn als Studenten an der Filmakademie Baden-Württemberg drehten. In knapp 60 Minuten feiert „Nimmermeer“ die Macht der Fantasie in schönen, surreal anmutenden Bildern. Wichtiger Pluspunkt ist dabei der kleine Leonard Proxauf, der sich mit seiner Leistung hinter den „Großen“ Sylvester Groth und Rolf Becker nicht zu verstecken braucht.

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