Niko - ein Rentier hebt ab

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   2008

Niko - ein Rentier hebt ab: Amüsant-turbulente und aufwendige europäische Computeranimationsproduktion um ein mutiges Rentierjunges.

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Filmhandlung und Hintergrund

Niko - ein Rentier hebt ab: Amüsant-turbulente und aufwendige europäische Computeranimationsproduktion um ein mutiges Rentierjunges.

Der Rentierjunge Niko träumt davon, endlich fliegen zu können. Wie sein Vater, den er nie kennengelernt hat, von dem er aber weiß, dass er zu jener magischen Truppe gehört, die den Schlitten des Weihnachtsmannes durch die Lüfte zieht. Deshalb macht er sich mit Flughörnchen Julius und Wieseldame Wilma auf die Reise zu Papas Rentierherde. Nachdem das Trio ein Rudel hungriger Wölfe abgeschüttelt hat, kommt Niko endlich im Land des Weihnachtsmannes an. Jetzt muss er nur noch seinen Vater finden und natürlich fliegen lernen.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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    Niko beneidet die Rentiertruppe, die den Schlitten des Weihnachtsmannes auf rasanten Fahrten durch die Lüfte trägt. Einer davon soll sogar sein Vater sein, den er nun endlich einmal kennen lernen möchte. Doch in das Land des Weihnachtsmannes gelangt man als kleines Rentier nicht so leicht, noch dazu wenn einem gefräßige Wölfe dicht auf den Fersen sind! Mit diesem tierischen Abenteuer in der verschneiten Winterlandschaft macht uns die deutsch-finnische Animation ein ganz besonderes märchenhaftes Weihnachtsgeschenk: Der übermütige Niko, der über sich hinauswachsen und den Glauben an sich selbst finden muss, und seine aufgeweckten Freunde bieten spaßige Familienunterhaltung, voll intelligentem Witz und guter Spannung. Und natürlich gibt es für alle ein weihnachtliches Happy End!

    Jurybegründung:

    Der qualitative Standard europäischer CGI-Animationsfilme kann sich sehen lassen, wie Niko und seine Freunde erfreulicher Weise unter Beweis stellen. Obwohl der Look des Films möglichst breitentauglich auch nach amerikanischen Vorbildern ausgefallen ist, sind europäische Elemente unverkennbar. Auf der Suche nach seinem Vater, einem Mitglied der berühmt-berüchtigten Rentierfliegerstaffel des Weihnachtsmanns kommt eine moderne Patchworkfamilie zum Vorschein, die nicht als Dysfunktion dargestellt wird, sondern als gesellschaftliche Realität und Normalität.

    Bis Niko seinen Vater findet, erlebt er alle möglichen mal gefährlichen, mal lustigen Abenteuer, die den Spannungsbogen aber auch für kleine Kinogänger nie überstrapazieren. Dies ist der Stoff, aus dem kleine Kinderträume heutzutage sind und was ein Mut machender Kinderfilm braucht. Hier wird kurzweiliges Kinovergnügen für die ganze Familie präsentiert, denn auch erwachsene Kinogänger werden nicht unterfordert, sondern werden durchaus auch ihren Spaß an den drolligen Flugversuchen und Rutschpartien haben.

    Die Figuren und die Eislandschaften sind liebevoll gestaltet die musikalischen Einlagen bleiben dezent und das Tempo ist kindgemäß. Vor allem die beiden Sidekicks funktionieren sehr gut. Und zum Schluss hat jeder sein Happy-End.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Für finnische Verhältnisse stellt der computeranimierte Familienfilm „Niko“ eine Großproduktion dar, die nur durch internationale Finanzierung zu stemmen war. Um den Etat von rund sechs Millionen Euro aufzubringen, suchte man Geldgeber und Mitarbeiter in anderen europäischen Ländern, so dass die winterliche Tierfabel als finnisch-dänisch-irisch-deutsches Projekt entstand. Neben Kari Juusonen war Michael Hegner beteiligt, der schon als Co-Regisseur von „Hilfe! Ich bin ein Fisch“ Erfahrung bei multinationalen Werken sammeln konnte. Obwohl Parallelen zu „Ice Age“ gelegentlich ins Auge springen, besitzt das Ergebnis durchaus seine eigene Handschrift. Besonders an den runden Figuren mit großen Köpfen und Augenpartien erkennt man Juusonens Erfahrung mit Puppenanimation. An die Perfektion von Pixar und Disney kommt „Niko“ trotz aller Finessen zwar nicht heran, aber das Ergebnis ist durchaus ansprechend.

    Längst kennt man die Botschaft aus zahlreichen weiteren abendfüllenden Trickfilmen: Erst muss das kleine Rentier an sich selbst glauben, Zivilcourage beweisen und konsequent den eigenen Weg einschlagen, um seine gegebenen Fähigkeiten nutzen zu können sowie den Spott der Anderen Lügen zu strafen. Ohne manchen albernen Gag und überflüssige Musikeinlagen, wofür man Barbara Schöneberger für den Synchronpart der singenden Wieseldame gewann, kommt die Geschichte zwar nicht aus. Doch immerhin sorgen die schrägen Nebenfiguren wie das tapsige Flughörnchen oder die sich reichlich ungebührlich verhaltenden, fliegenden Rentiere für einigen Witz. Diese Charaktere platzierte das Team in stimmungsvoll bis schaurige verschneite Sets, in denen sie manche gefahrenvolle Situation zu bestehen haben.

    Bei den drastischen Verfolgungsjagden durch die vereisten Schneelandschaften von Lappland und über brüchige Abhänge hinweg liegt zwar eine der Stärken der märchenhaften Story. Trotz des Kindchenschemas bei den Figuren gibt es doch manche drastische Situation zu überstehen, was den Computertrick für die Jüngsten eher ungeeignet erscheinen lässt. Die Macher versuchten die Gefahrensituationen abzuschwächen, indem die hungrigen Wölfe, angeführt von einem bösen schwarzen Rudelführer, sich häufig wie rechte Trottel verhalten. Für eine Freigabe ab 0 Jahren ließ der Verleih einige Szenen „entschärfen“. Egal, was hier geschnitten wurde – die rasanten Actioneinlagen fallen immer noch düster genug aus, um die Kleinsten reichlich zu verschrecken.

    Fazit: Temporeiches, skurriles Weihnachtsmärchen mit Anleihen beim finnischen Sagenfundus, das Vorschulkindern einige Albträume bescheren mag.
  • Aufwändige europäische Computeranimationsproduktion, die sich an das Erfolgsrezept der „Ice Age“-Filme hält, aber viel eigenen Charme, Witz und Esprit entwickelt.

    Kaum haben sich Kind und Kegel von der dritten Eiszeit erholt, da geht es im Kino auch schon winterlich weiter. Doch „Niko, ein Rentier hebt ab“ hat nicht nur das frostige Klima mit „Ice Age 3 – Die Dinosaurier sind los“ gemein, in Sachen Action und Figurenkonstellation findet man ebenfalls Parallelen zu Hollywoods Animations-Überflieger der Saison. So wird auch bei der finnisch-deutsch-dänisch-irischen Koproduktion die eine oder andere Schneelawine los getreten und auf Eisplatten munter drauf losgesurft. Außerdem gibt es drei Hauptcharaktere – statt Mammut, Faultier und Säbelzahntiger sind dies im aktuellen Fall ein Wiesel, ein Flughörnchen und der titelgebende Rentierjunge Niko.

    Letzterer träumt davon, fliegen zu können. Wie sein Vater, den er nie kennen gelernt hat, von dem er aber weiß, dass er zu jener magischen Truppe gehört, die den Schlitten des Weihnachtsmannes durch die Lüfte zieht. Als einer seiner Flugversuche mal wieder gründlich in die Hose geht und Niko so erneut zum Gespött der ganzen Herde wird, nimmt er Reißaus und macht sich zusammen mit seinem väterlichen Kumpel, dem Flughörnchen Julius, auf ins Land des Weihnachtsmannes. Dabei treffen die beiden nicht nur auf die beredte Wieseldame Wilma, sie müssen sich auf ihrer weiteren Reise zu dritt auch noch mit einem Rudel mindestens so hungriger wie hinterlistiger Wölfe herumschlagen. Doch weil Niko Mut besitzt, einen eisernen Willen und gute Freunde hat, schafft er es tatsächlich bis ins gelobte Land. Jetzt muss er nur noch seinen Vater finden und fliegen lernen. Nichts leichter als das.

    Auch wenn das computeranimierte, winterlich-weihnachtlich angehauchte Märchen des Regie-Duos Michael Hegner („Hilfe! Ich bin ein Fisch!“) und Kari Juusonen, einem finnischen Spezialisten für Puppenanimation, eines der teuersten europäischen Produktionen dieser Art ist, so kann es in Sachen Farbgebung, Bewegungsabläufe und 3D-Anmutung nicht ganz mit der hoch-budgetierten Konkurrenz von Pixar. Dreamworks und Co. mithalten. Dieses kleine Manko wird aber durch Charme und Sympathie, Wortwitz und Esprit mehr als wett gemacht. Zwar fletschen die Wölfe ein paar Mal zu oft die Zähne und werden deshalb die furchtsamen Erstkinogänger wohl zu sehr verschrecken, dafür ist der Vorschlag eines gemäßigten Raubtieres, man könne es doch mal als Vegetarier versuchen und Moos fressen, mindestens einen Lacher wert. Hinzu kommen eine Barbara Schöneberger als Wiesel Wilma in stimmlicher Höchstform (sie gibt zum Abspann auch eine schöne wie eigenwillige Variation der Weihnachtsschnulze „Jingle Bells“ zum Besten), komische Anspielungen, etwa auf Bully Herbigs „Mopsgeschwindigkeit“ aus „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“, die hier zur „Weihnachtsgeschwindigkeit“ wird, und ein paar deftige Rülpser der fliegenden Rentier-Rüpel, die gerade bei den Kleinen gut ankommen werden. Weil der Mix aus Komödie und Action (der Stunt auf dem Baumstamm am Wasserfall ist sehenswert) auch noch ein wenig über Freundschaft, Einsamkeit und den Glauben an sich selbst räsoniert, hat er neben einem pädagogisch besonders wertvollen Prädikat auch noch jede Menge Zuschauer verdient. Was trotz diverser Auszeichnungen (u.a. mit den „finnischen Oscars“) nicht ganz leicht sein dürfte. Schließlich liegt „Niko“ hierzulande keiner eingeführten Marke (siehe Laura, Lilli, Lillifee, Felix oder Mondbär) zu Grunde und ist voll und ganz auf Mundpropaganda angewiesen. lasso.

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