Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held

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   2012

Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held: Fortsetzung des weihnachtlichen Märchenhits. Hier muss Rentier Niko, nicht nur mit seiner neuen Patchwork-Familiensituation zurandekommen, sondern auch den kleinen Bruder aus den Klauen der Wölfe befreien.

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Filmhandlung und Hintergrund

Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held: Fortsetzung des weihnachtlichen Märchenhits. Hier muss Rentier Niko, nicht nur mit seiner neuen Patchwork-Familiensituation zurandekommen, sondern auch den kleinen Bruder aus den Klauen der Wölfe befreien.

Für Rentier Niko beginnen die letzten Tage vor Weihnachten mit einer Enttäuschung. Denn der Wunsch, Mutter Oona und Vater Prancer würden wieder zueinander finden, erfüllt sich nicht. Stattdessen präsentiert Oona einen neuen Partner, der den kleinen Jonni mit in die Beziehung bringt. Jetzt muss Niko also auch noch Babysitter spielen. Doch als Jonni von fiesen Adlern entführt wird, muss der Rentierjunge Flagge zeigen. Gemeinsam mit Kumpel Julius zieht er los, um seinen Stiefbruder aus den Krallen der Riesenvögel zu befreien.

Rentier Niko muss den kleinen Bruder aus den Klauen eines Wolfsrudels befreien. Fortsetzung des weihnachtlichen Märchenhits, das mit einer ausgewogenen Mischung aus Spannung und Humor überzeugt.

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Kritikerrezensionen

  • Nach dem internationalen Erfolg des finnischen Animationsfilm "Niko - Ein Rentier hebt ab" beteiligte sich sogar die deutsche Filmförderung an der Fortsetzung "Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held" von Kari Juusonen und Jorgen Lerdam ("Hugo - Das Dschungeltier", "Kuddelmuddel bei Petterson & Findus"). Da beim ersten Teil vom deutschen Verleih Kürzungen aufgrund zu dunkler Sequenzen und actionlastiger Hetzjagden vorgenommen wurden, schaltete man bei der Fortsetzung im Hinblick auf die junge Zielgruppe einen Gang zurück. "Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held" erweist sich als weitaus kindgerechter erzählt, obwohl auch dieses Mal rasante Flüge durch winterliche Lüfte und Verfolgungsjagden durch verschneite Wälder nicht fehlen dürfen. Angesichts der 3D-Umwandlung setzten die beiden Regisseure besonders zu Beginn auf wilde Schlittenfahrten, ohne das schwindelerregende Achterbahngefühl der 3D-Trickfilme anzustreben.

    Ebenso fehlt den Feinden des kleinen Rentiers Niko letztlich eine völlig bedrohliche Ausstrahlung. Zwar möchten die Adler Boss, Thug, Eddie und Speedy, die fälschlicherweise den kleinen Jonni entführen, richtig böse sein, doch aufgrund ihrer Tollpatschigkeit gelingt es letztlich nie. Weitaus verschlagener agiert ihre manipulative Anführerin, die weiße Wölfin. In alter Fortsetzungsmanier übernimmt sie das Kommando, um ihren im ersten Teil verunglückten Bruder zu rächen und bringt gar das gesamte Weihnachtsfest in Gefahr. Doch selbst bei der Konfrontation der kleinen Freunde mit ihrer grimmigen Gegenspielerin im düsteren Adlerverschlag unterläuft letztlich Komik die gruselige Atmosphäre.

    Aus dem Vorgänger übernommen wurde ebenso das Buhlen des Einzelkinds Niko um die Zuneigung seines verantwortungslosen Vaters. Nachdem Prancer die Familie für seinen abenteuerlichen Job als Schlittenzieher des Weihnachtsmannes verließ, muss er sich nun seiner Erzieherrolle stellen. Nikos Hoffung auf Familienzusammenführung erfüllt sich nicht, nachdem der zurückhaltende Lenni als neuer Stiefvater und sein kleiner Sohn Jonni auftauchen. Autor Hannu Tuomainen thematisiert Probleme von Patchwork-Familien, die von allen ein tastendes Zugehen auf das fremde Gegenüber erfordern. So muss Niko, der nicht mehr Familienmittelpunkt ist, erst lernen, Verantwortung zu übernehmen und Fürsorge zu entwickeln.

    Im Vergleich zum ersten Teil erscheint die Geschichte allerdings episodenhafter angelegt und dramaturgisch weniger geschlossen. Dass das Reich des Weihnachtsmannes außer den Rentieren wie ausgestorben wirkt, muss man akzeptieren. Weitere Nebenfiguren hätten wohl in der überschaubaren Handlung eher gestört. Ebenso halten sich die Pointen für ein älteres Publikum in Grenzen. Doch die kleinen Zuschauer kommen schon aufgrund der niedlichen Charaktere, die am Disney-Figurenschema von "Bambi" und Co. angelehnt sind, auf ihre Kosten, so dass der Animationsspaß ihnen die Vorweihnachtszeit unterhaltsam verkürzen dürfte.

    Fazit: Trotz seiner märchenhaften Thematik schneidet "Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held" wichtige Themen aus dem kindlichen Umfeld an, ohne den nötigen Humor zu vernachlässigen.
  • Auch die Fortsetzung des animierten Weihnachtswinterabenteuers erfüllt den kindlichen Wunsch nach Fun und Action, thematisiert aber auch die Patchwork-Family-Problematik.

    Rund 750.000 Zuschauer allein in Deutschland konnte „Niko – Ein Rentier hebt ab“ vor zwei Jahren auf sich vereinen. Ein großer Erfolg, wenn man bedenkt, dass Figur und Story keiner eingeführten Marke zugrunde liegen. Der Lohn folgt nun auch in Form einer Fortsetzung des Animationsabenteuers. Dabei halten sich die Macher, der finnische Puppentrickfilmfachmann Jari Juusonen und der Däne Jörgen Lerdam (er realisierte u.a. zwei „Pettersson & Findus“-Filme und ist Koregisseur von „Ritter Rost“), an das Rezept des Vorgängers. Sprich: Sie präsentieren eine ausgewogene Mischung aus spaßigen Sequenzen mit viel Dialogwitz und aufregenden Momenten mit einer bösartigen, Zähne fletschenden Wölfin samt ihrer hundsgemeinen, wenn auch etwas unterbelichteten Adlerschar. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema Scheidung, Trennung und Patchwork-Familie, was dem Werk eine gewisse pädagogische Relevanz verleiht. Allerdings bleibt die Problematik, dass sich Nikos Eltern trennen und die Mutter sich einen neuen Rentiermann nimmt, an der Oberfläche. Schließlich soll das Publikum, Jungen und Mädchen ab dem Kindergartenalter, in erster Linie unterhalten werden.

    Und das tut das kleine Rentier, das im Laufe der Handlung zum großen Helden avanciert, allemal. Gleich die Eingangssequenz wartet mit einem spektakulären Trainingsflug der Rentiertruppe des Weihnachtsmannes auf, in der Folge sorgt Nikos bereits aus dem ersten Teil bekannter Sidekick, das Flughörnchen Julius, für Lacher und für die dritte Komponente, die Spannung, stehen ein gruseliger Schneesturm und die bereits erwähnten Adler, die jedoch nur kurz gefährlich und unheimlich bleiben und am Schluss („Es wird Zeit, ein paar Hühnchen zu rupfen“) wie die fiese Wolfs-Lady ihre verdiente Abreibung bekommen. Die Animation ist schnörkellos einfach und die Schneelandschaft wirkt wie ein Gegenentwurf zum Fotorealismus aus den „Ice Age“-Filmen, was die Zielgruppe aber keinesfalls stören wird. Neben Altvertrautem – Niko versucht sich wieder an der „Weihnachtsgeschwindigkeit“, der Evergreen „Jingle Bells“ wird erneut zum Besten gegeben – darf man sich auf ein altes, zahnloses, fast blindes und somit sehr tollpatschiges Rentier namens Tobias freuen. Und bei den gut gewählten Synchronstimmen fällt „Dr. House“-Sprecher Klaus-Dieter Klebsch als Ober-Adler positiv und Yvonne Catterfeld als Wiesel Wilma durch ihren prominenten Namen auf. lasso.

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