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Filmhandlung und Hintergrund

Nick of Time: Johnny Depp versucht in dem John-Badham-Actionthriller mit offensichtlichen Anleihen an Hitchcocks Cinema of Suspense, in Realzeit ein Mordkomplott zu entwirren.

Ein unscheinbarer Buchhalter wird in ein politisches Mordkomplott hineingezogen, als zwei Terroristen seine kleine Tochter kidnappen und ihn somit zur Ermordung der kalifornischen Governeurin bei ihrer Wahlkampfrede in einem Hotel zwingen wollen. In einem tödlichen Wettlauf mit der Zeit versucht er nun in 80 Minuten einen unblutigen Ausweg aus seiner prekären Situation zu finden. Doch er muß bald feststellen, daß die Konspiration weiteste Kreise zieht.

Im Bahnhof von L.A. stolpert der junge Buchhalter Gene Watson unvermutet in ein weitreichendes politisches Komplott, als falsche Polizisten seine kleine Tochter entführen und ihn zwingen, für das Leben des Mädchen ein Attentat auf die Gouverneurin von Kalifornien zu verüben. Gene läßt nichts unversucht, um den Auftrag abzuwenden, doch erst als er das Vertrauen eines scheinbar ebenso hilflosen Schuhputzers gewinnt, wendet sich das Blatt.

Unscheinbarer Buchhalter wird in ein Mordkomplott hineingezogen, als Terroristen seine Tochter kidnappen. 80 Minuten bleiben ihm, um ungeschoren davonzukommen. Actionthriller mit Johnny Depp und Christopher Walken einmal mehr in der Rolle des Bösewichts.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In Off-Beat-Filmen wie „Edward mit den Scherenhänden“, „Gilbert Grape“, „Ed Wood“ oder „Don Juan DeMarco“ mimte Ausnahmetalent Johnny Depp bizarre Charaktere in konventionellem Umfeld. In dem auf das Mainstream-Publikum zugeschnittenen Actionthriller „Nick of Time“ sind die Vorzeichen vertauscht: Zur Abwechslung verkörpert Depp eine klassische Cary-Grant/James-Stewart-Rolle als stinknormaler Sterblicher, der zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Auch ansonsten sind Parallelen zu Hitchcocks Suspense-Klassikern „Der unsichtbare Dritte“ oder „Der Mann, der zuviel wußte“ nicht zu verleugnen. Als speziellen Gimmick läßt Action-Routinier John Badham („Drop Zone“, „Codename: Nina“) die Handlung in Realzeit ihren fatalen Lauf nehmen. Verhängnisvoll wirkende Einstellungen omnipräsenter, bedrohlich tickender Zeitmesser, die von der gewöhnlichen Armbanduhr bis hin zur digitalen Hoteluhr reichen, rufen dies stets in Erinnerung. In dem spannungsreichen Wettlauf mit der Zeit wird sein Protagonist Gene Watson – ein verwitweter Buchhalter – (Depp sichtlich rundgesichtiger als gewohnt, angetan mit mausgrauem Anzug und respektabler Designerbrille) in ein politisches Mordkomplott hineingezogen, bei dem das Leben seiner kleinen Tochter (Courtney Chase) auf dem Spiel steht. In diese prekäre Sitution verwickeln ihn die zwei undurchsichtigen, falschen Polizisten Mr. Smith (Christopher Walken spielt die Rolle des psychopathischen Ekels hervorragend mit schlafwandlerischer Sicherheit) und Ms. Jones (Roma Maffia), als sie seine Tochter kidnappen, um ihn somit zur Ermordung der kalifornischen Governeurin (perfekt mit Marsha Mason besetzt) zu zwingen. Nach einer kurzen Sequenz im Bahnhof von L.A. und – bewußt – stark überbelichteten Straßenaufnahmen wird der weitere Verlauf der chronologischen Handlung ins Bonaventure Hotel verlegt, das bereits bei Petersens Politthriller „In the Line of Fire“ als effektvolle Kulisse diente. Dort ist Mr. Smith dem Helden der Geschichte unablässig auf den Fersen und erinnert ihn mit mechanischer Penetranz an die verrinnende Lebenszeit seines Töchterchens. Verzerrt-hallender Sound und einschüchternde Zeitlupenaufnahmen suggerieren das Gefühl alptraumhafter Ausweglosigkeit bei Watsons mehrfachen vergeblichen Versuchen, Hilfe zu erlangen. Glücklicherweise kann er schließlich den finessenreichen Schuhputzer des Hotels (Charles S. Dutton) auf seine Seite ziehen, denn die Verschwörung zieht weiteste Kreise und wäre eines Oliver Stone würdig. Der ansonsten makellose Thrillergenuß wird einzig beeinträchtigt vom logisch nicht funktionierenden Aufhänger des Films: Wie läßt sich erklären, daß die Drahtzieher einen unbedarften Amateur in ihre Verschwörung einbeziehen, wo ihnen doch eine regelrechte Armee von versierten Handlangern zur Verfügung steht? Selbst die hübschen stilistischen Spielereien können diesen Stolperstein des Skripts nur bedingt vergessen machen. Ob Johnny Depp mit dieser skurril-professionellen Fingerübung ein Erfolg à la „Speed“ beschieden sein wird, bleibt abzuwarten. Sein kommerzieller Durchburch dürfte sich spätestens mit „Speedracer“ einstellen. ara.

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