Filmhandlung und Hintergrund

Dokumentarfilm des deutschen Filmemachers Rosa von Praunheim über seine Lieblingsstadt New York.

Nachdem Regisseur Rosa von Praunheim bereits 1989 mit „Überleben in New York“ seiner Lieblingsstadt ein Denkmal setzte, begegnet er den beiden Hauptdarstellerinnen Anna und Claudia 20 Jahre später in seinem aktuellen Werk erneut. Die Frauen wanderten damals aus Deutschland aus, um ihr Glück in New York zu suchen. Rosa von Praunheim rekonstruiert das New York von damals und berichtet über Erinnerungen an die Warhol-Zeit in den Siebzigern, den Ausbruch von Aids und dessen Folgen in den Achtzigern, der Erschütterung der Stadt durch den Terroranschlag des 11. September und die neue politische Hoffnung Barack Obama.

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Kritikerrezensionen

  • New York Memories: Dokumentarfilm des deutschen Filmemachers Rosa von Praunheim über seine Lieblingsstadt New York.

    Vierzig Jahre Stadtgeschichte aus seiner ganz persönlichen Perspektive stellt der deutsche Filmemacher Rosa von Praunheim in seiner Liebeserklärung an New York vor.

    1989 hatte der Regisseur und Schwulen-Aktivist Rosa von Praunheim mit „Überleben in New York“ seinen größten Publikumserfolg. Die Protagonisten von einst trifft er nun wieder und fragt nach zwei Dekaden abermals, wie sie denn überleben. Das ergibt eine abwechslungsreiche und immer wieder überraschende Dokumentation ihrer Verhältnisse, aber auch ein sehr persönliches Porträt der letzten vierzig Jahre einer schillernden Stadt der Extreme.

    In kurzweilig montierten Gesprächen bilanzieren die beiden damaligen Hauptdarstellerinnen Anna und Claudia, wie sich ihr Leben nach dem Umzug von Deutschland nach Amerika gewandelt hat. Die anderen Interviews kreisen um die Familie Pohl mit ihren beiden erwachsenen Töchtern, sowie Isaac, einen transsexuellen Jungen. Ihr Schicksal verbindet von Praunheim mit einem Abriss der urbanen Geschichte, angefangen von den wilden 70ern, als er mit der Kamera die Warhol-Clique begleitete und die Geburt der Schwulenbewegung in der Christopher Street festhielt. Dieses alte Filmmaterial, sowie Ausschnitte aus „Überleben in New York“ illustrieren seine und die Biografien der befreundeten Künstler, erzählen von den glorreichen 70ern mit ihren Protestmärschen für Gleichberechtigung und den verhängnisvollen 80ern, als Aids wütete.

    Mit großem Bedauern rekapitulieren die Gesprächspartner, wie Bürgermeister Giuliani die City in den 90ern mit harter Hand derart von Verbrechen säuberte, dass die verruchte Bohemien- und Schwulenszene gleich mit vertrocknete. Dieser Verlust von Vielfalt, dazu der Schock vom 11. September, ergänzen die Bestandsaufnahme, wie man heute in einer sündhaft teuren City, wo ein Pfund Spinat sagenhafte fünfzig Dollar kostet, selbst ohne soziale Absicherung niemals aufgibt. Denn eins ist geblieben: Eine vitale Energie, die nicht nur von Praunheim fasziniert, der sich am Ende mit angemessener Wehmut von seiner Lieblingsstadt verabschiedet. tk.

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