Filmhandlung und Hintergrund

Omnibus-Film nach dem Muster von "Paris, je t'aime", in dem elf Regisseure eine funkelnde Hommage an die Metropole und ihre liebenswert-skurrilen Bewohner liefern.

New York City: Ein Apotheker „leiht“ einem Jungen seine im Rollstuhl sitzende Tochter zum Abschlussball aus. Der Abend endet mit einer Riesenüberraschung. In Greenwich Village entwickelt sich aus einem One Night Stand die große Liebe. An der Upper East-Side begegnen sich eine ältere Schauspielerin und ein trauriger Hotelpage. In Chinatown wird eine junge schüchterne Chinesin zur Muse eines alten Künstlers. Und ein Ehepaar spaziert streitend zu seinem 63. Hochzeitstag in Brighton Beach.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der Produzent Emmanuel Benbihy hat New York für den zweiten Episodenfilm in seiner Reihe „Cities of Love“ ausgewählt. Wie schon in „Paris je t’aime“ haben erneut Regisseure aus aller Welt kurze Geschichten gedreht, die sie mit der Stadt verbinden. Benbihy suchte sich bewusst hauptsächlich Filmemacher aus, die bisher wenig Bezug zu New York haben. Die elf Kurzfilme verband Regisseur Randall Balsmeyer mit eigenen Übergangsbeiträgen. In den sehr unterschiedlichen Geschichten treten viele bekannte Schauspieler auf, doch weder die Stadt noch die Liebe kommen darin groß heraus.

      Inspirierend gefilmt mit Spiegelungen in Fensterscheiben und im Straßenverkehr der abendlichen Stadt ist Allen Hughes’ Film über zwei Menschen, die auf dem Weg zu ihrem zweiten Treffen sind. Unabhängig voneinander grübeln sie dabei, was sie an der einen, gemeinsam verbrachten Nacht so toll fanden und ob sie sich Hoffnungen machen dürfen. In diesen Bildern in Bewegung durch Raum, Erinnerung und Erwartung blitzt etwas von der Magie der Liebe auf, die das von Bradley Cooper und Drea de Matteo dargestellte Paar überrascht.

      Ebenfalls originell ist die Episode, für die Anthony Minghella das Drehbuch schrieb. Nach dessen Tod übernahm Shekhar Kapur die Regie. In einem Hotel in Manhattan bezieht eine von Julie Christie gespielte ehemalige Operndiva ein Zimmer. Ein junger Page mit körperlicher Behinderung müht sich ab, ihr Gepäck nach oben zu tragen. Shia LaBeouf stellt den jungen Mann als eine Art Traumflüsterer dar und in der Tat nimmt der ungewöhnliche Film surreale Züge an.

      Dann gibt es die anekdotischen Schmunzelbeiträge, die hübsch, aber flüchtig sind: Andy Garcia und Hayden Christensen liefern sich in Wen Jiangs Episode ein Duell als Taschendiebe. Ethan Hawke und Maggie Q führen als Fremde für eine Zigarettenlänge ein gehaltvolles Gespräch, von Yvan Attal pointensicher inszeniert. Attals zweiter Film, ebenfalls über zwei Raucher, ist hingegen weniger originell. Cloris Leachman und Eli Wallach schließlich gehen sich als gebrechliche Senioren beim Spaziergang charmant auf die Nerven in der Episode von Joshua Marston.

      Fatih Akin aber kommt in seiner Chinatown-Episode nicht so recht auf den Punkt. Ein alter Maler stirbt, bevor die Chinesin, die ihm Modell stehen soll, tatsächlich seiner Einladung folgt. Mira Nair hat ebenfalls eine interkulturelle Begegnung im Visier, in der Natalie Portman eindrucksvoll eine strenggläubige Jüdin spielt. Brett Ratner wählt sich eine Bank im Central Park aus, um eine unwahrscheinliche Abschlussball-Begegnung absurd auf die Spitze zu treiben. Weil die Stadt sich auch den meisten anderen Episoden atmosphärisch entzieht, sollte Produzent Benbihy das nächste Mal den Regisseuren nicht mehr vorschreiben, ihre Beiträge in nur zwei Tagen drehen zu müssen.

      Fazit: Anekdotische Episoden aus New York von elf verschiedenen Regisseuren, mehrheitlich ohne große Aussagekraft.
    2. New York, I Love You: Omnibus-Film nach dem Muster von "Paris, je t'aime", in dem elf Regisseure eine funkelnde Hommage an die Metropole und ihre liebenswert-skurrilen Bewohner liefern.

      Nach dem Muster von „Paris, je t’aime“ realisieren elf Regisseure aus aller Welt eine funkelnde Hommage an die faszinierende Metropole am Hudson River und ihre liebenswert-skurrilen Bewohner.

      Der zweite Omnibusfilm der „Cities Of Love“-Serie führt ins aufregende New Yorker Leben und erzählt seltsame Liebesgeschichten aus der urbanen Welt unterschiedlicher Kulturen, von Großstädtern und ihren romantischen, pragmatischen oder melancholisch geprägten Beziehungen, vom One Night Stand bis hin zum ganz großen Gefühl. Waren in „Paris, je t’aime“ die Episoden in sich abgeschlossen, sind hier die Grenzen fließend, tauchen Figuren in Nebenszenen wieder auf, scheinen mit einem unsichtbaren Band verbunden. In der bunten Collage mischen sich Humor und Traurigkeit, aber egal was passiert, die Menschen im Melting Pot bieten den Unwägbarkeiten des Alltags die Stirn.

      Jede Geschichte dauert acht Minuten, jeder Regisseur hatte mit dem Kameramann seiner Wahl zwei Tage Zeit zum Drehen und sieben Tage für den Schnitt, während der nächste schon mit den Dreharbeiten begann. Produktions- und Kostümdesigner und weitere Mitglieder des Teams blieben – wie schon bei „Paris je t’aime“ – dieselben.

      Die Episoden führen in unterschiedliche Stadtteile, von Soho über Chinatown bis zum Central Park. So erzählt Brett Ratner mal ganz anders von zwei Teenagern, einem Jungen, dem der Apotheker seine Tochter zum Abschlussball „ausleiht“. Die sitzt im Rollstuhl und dennoch endet der gemeinsame Abend im Central Park, vor allem der nächste Morgen mit einer Riesenüberraschung. Allen Hughes lässt in Greenwich Village aus einem One Night Stand im Großstadtdschungel die große Liebe entstehen, Shekhar Kapur inszeniert nach dem Drehbuch des verstorbenen Anthony Minghella, dem die Produzenten den Film widmeten, die vielleicht herzzerreißendste Episode über die Begegnung einer älteren Schauspielerin und einem traurigen Hotelpagen an der Upper Eastside. Fatih Akin treibt es nach Chinatown, wo eine junge schüchterne Chinesin zur Muse eines alten Künstlers wird. Nicht zu toppen ist Joshua Martons Beitrag über ein New Yorker Ehepaar, das am 63. Hochzeitstag in Brighton Beach spazieren geht. Sie sticheln und nerven sich, aber ihre unantastbare Liebe ist für die Ewigkeit gemacht.

      Bis auf einige nicht ganz gelungene Ausnahmen entwickeln die Künstler in ihren Momentaufnahmen eine große Sensibilität für die Stadt, die niemals schläft, und ihre Bewohner, allesamt ein wenig neben der Spur. Bekannte Klischees und Postkartenbilder, der Mangel an sozialen Gegensätzen und die primäre Fokussierung auf diejenigen, die es geschafft haben, mögen etwas einseitig sein, aber die stimmige Atmosphäre von Liebe und Leben in New York funktioniert. Produzent Emannuel Benhiby plant Folgefilme in Shanghai und Rio de Janeiro. mk.

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