New Police Story

  1. Ø 4.3
   2004
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Filmhandlung und Hintergrund

New Police Story: Fünfter Teil der erfolgreichen Jackie-Chan-Action-Movie-Reihe aus Hongkong.

Inspektor Wing (Jackie Chan) ist der höchstdekorierte Bulle von Hongkong, ein prinzipientreuer Tugendbold, bei dem Schwarzwesten ebenso wie laxe Kollegen wenig zu lachen haben. Nun aber stößt seine Kunst an ihre Grenzen, und zwar ausgerechnet im Falle einer jugendlichen Gangsterbande, die sich das Töten von Cops zum Ziel gesetzt hat. Nach gründlich vergeigtem Einsatz verliert Wing den Job und verfällt dem Alkohol – bis eine Wette seinen Ehrgeiz kitzelt.

Jackie Chan kehrt mit diesem mehr dramatischen als komischen Copthriller und Offspin seiner 80er-Jahre Erfolgsserie zurück zu seinen Wurzeln.

Inspektor Wing aus Hongkong fühlt sich verantwortlich für den Tod mehrerer Kollegen. Ein junger Typ, angeblich neu im Dienst, bringt ihn wieder auf die Beine. Gemeinsam verfolgen sie die Gang, die für den Mord an Wings Einheit verantwortlich war: eine extremsportbegeisterte Truppe von rich kids, die es auf alle Cops der Stadt abgesehen hat.

Der junge Möchtegern-Polizist Frank steht seinem großen Idol, dem legendären Inspektor Chen Wing, in dessen dunkelster Stunde bei. Seit einiger Zeit hat es nämlich eine skrupellose Gang junger Computerfreaks auf Wing nebst Kollegen abgesehen. Nachdem die „Rich Kids“, wie sich die brutalen Attentäter nennen, bereits Wings gesamte Einheit ermordet haben, ist der einstige Vorzeigepolizist moralisch und nervlich am Ende. Doch Frank richtet ihn wieder auf, beginnt mit dem „Über-Bullen“ einen gnadenlosen Kampf gegen die gefährlichen Killer.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Jackie Chan in Bestform!“, „sensationelles Comeback als Hongkongs Actionheld Nr. 1“, „knallhartes Actionabenteuer mit dem schlagfertigsten Jackie Chan, den man je auf der Leinwand gesehen hat“, „die rasantesten Schusswechsel, die bahnbrechendsten Verfolgungsjagden und die spektakulärsten Stunts“, „der Hongkong-Film mit den meisten verletzten und getöteten Polizisten“, kurz: „ein originelles Buddy-Movie der Superlative“. Das Presseheft verspricht Großes, und dass der Film die Höchstleistungen einhält, glaubt natürlich kein Mensch.

    Doch es hätte dem Film gut getan, wenn er ein bisschen was von den Weisheiten des Presseheftes übernommen hätte: nicht die Superlative, nicht das Großsprechisch-Angeberhafte, sondern die unumwundene Unbekümmertheit, die fast schon selbstironisch-parodistische Haltung im Umgang mit Schlagworten, vielleicht auch das Tempo, mit dem hier die Spitzenleistungen des Films auf den Leser einhageln.

    „New Police Story“ ist vor allem ein visuelles Erlebnis, stilisierte Räume mit geraden Kanten, in vielfarbiges Licht getaucht, und dann schnelle Bewegung, pure action, reine kinetische Energie. Da werden, wie bei Chan üblich, Körper verrenkt und durch die Luft geworfen, Wände werden erklettert, die Hochhausfassaden rauf und runter, am Seil, auf dem Fahrrad, auf Rollerblades; ein führerloser Bus fährt in ein Einkaufsparadies, am Ende eine lange Prügelei in Legoland. Ist das genug? Regisseur Benny Chan scheint das zu bezweifeln, er unterlegt den Charakteren Backstories, der junge kriminelle Polizistenhasser mit dem bösen Vater, oder Inspektor Wing und seine Beziehungsprobleme, die Assistent Frank flugs zu lösen versucht. Lange ringen Wing und seine Freundin über einer Bombe, um ihr Leben und um ein Liebesgeständnis, dann geht alles zu Bruch, doch die Liebe ist gekittet.

    Das alles sind Nebengeschichten, die kaum interessieren, auch, weil Jackie Chan als tragische Figur nicht taugt, allein schon wegen der beschränkten darstellerischen Fähigkeiten. Vor allem aber, weil man immer nur auf die nächste Actionsequenz wartet, die Auflockerungen dazwischen viel zu zäh sind – kurz: die 124 Minuten Gesamtlänge sind einfach zu lang.

    Dabei ist der Film sehr dicht, von den Bildern her: aus jeder Einstellung wurde versucht, so viel wie möglich herauszuholen, an Farben, an Bewegung: Alles ist in reine Farben getaucht, viel Rot und Blau und Grün, und kaum Zwischenwerte. Zwei einfache Kriminelle, die so nebenbei geschnappt werden, haben natürlich grünes und rotes Haar. Interessant auch der Subtext um die Computergangster, die mit der Polizei ein Spielchen spielen, das dann als wirkliches Computerspiel wieder im Internet auftaucht, die Polizisten, die wirklich tot sind, sind nun umfunktioniert zu virtuellen Leichen des Entertainments.

    Jedoch: Die Überfülle der Zeichen, die der Film bietet, Action und Drama, Computer und klassische Gemälde, Farben und Bewegung sind zwar oft genug ironisch gebraucht, dass und wie die Zeichen eingesetzt werden aber kaum: Fehlende Selbstironie gerade in den ruhigen Passagen lässt sie noch länger wirken; und sie überbetont den Kontrast zu den extrem überzeichneten Actionsequenzen noch mehr, so dass der Film insgesamt recht unausgegoren wirkt.

    Fazit: Buntes Actionspektakel, das wegen dramatischer Szenen zwischendrin recht zäh wirkt.
  • Für Jackie Chan stellt die „Police Story“ vielleicht den entscheidenden Meilenstein in seiner erfolgreichen Karriere dar. Nach einem ersten, wenig glücklich verlaufenen USA-Ausflug kehrte er nach Hongkong zurück. Doch statt weiterhin in Spaß-orientierten Kung-Fu-Klamotten nur sein akrobatisches Talent unter Beweis zu stellen, versuchte sich das Bewegungsgenie 1985 als wagemutiger Held besagter, temporeicher Kriminalkomödie. Die kam beim Publikum bestens an und machte Chan zunächst in Asien zum Superstar. Mit „New Police Story“ steht nun der fünfte Teil der Dauerbrenner-Serie, der durch ungewohnt ernste Töne auffällt, ins Haus.

    Neben seiner traumwandlerischen Körperbeherrschung und der verwegenen Stunts, die seit Jahrzehnten Fans wie Konkurrenten zum Staunen bringen, gehört ein weiteres Element zu Jackie Chans Filmen wie Reis und Nudeln zur chinesischen Küche: der Buddy. Ob nun Owen Wilson („Shanghai Knights“) oder Chris Tucker („Rush Hour“), stets bedient sich die wendige Fernost-Filmikone eines gegensätzlichen Partners, um zu voller Größe aufzulaufen. In „New Police Story“ übernimmt diesen Part der chinesische Ex-Popstar Nicholas Tse, der seine Anhänger seit einigen Jahren auch als Darsteller, etwa in Tsui Harks „Time and Tide“, erfreut. Er spielt den jungen Möchtegern-Polizisten Frank, der seinem großen Idol, dem legendenumrankten Polizeiinspektor Chen Wing (Chan) in dessen dunkelster Stunde beisteht. Seit einiger Zeit hat es nämlich eine clevere und skrupellose Gang junger Computerfreaks auf Wing nebst Kollegen abgesehen. Nachdem die „Rich Kids“, wie sich die wohlsituierten, brutalen Attentäter nennen, bereits Wings gesamte Einheit ermordet haben, ist der einstige Vorzeigepolizist moralisch und nervlich am Ende. Doch Frank richtet ihn wieder auf, beginnt mit dem „Über-Bullen“ einen gnadenlosen Kampf gegen die gefährlichen Killer…

    „Schluss mit lustig!“ heißt’s bei Jackie Chan und seinem aktuellen, knallharten Cop-Abenteuer. Ist dessen Filmkarriere in letzter Zeit auch ein wenig ins Stocken geraten – siehe beispielsweise das unglückliche, aber kommerziell durchaus passable „In 80 Tagen um die Welt“-Remake, erfährt sie hier neuen Auftrieb. Mit Hongkong als pittoresker, gut genutzter „Kulisse“, besticht die „neue“, von Benny Chan („Jackie Chan ist Nobody“) handwerklich blitzsauber umgesetzte Polizei-Mär als rasanter, exzellent choreographierter Martial-Arts-Krimi, dessen Hauptdarsteller man die 50 Lebensjahre in keiner Einstellung anmerkt. So rast er wie ein Gecko senkrechte Wände hinab, springt von einer Markise durch die Fenster eines rollenden Doppeldeckerbusses oder nimmt es als Kickboxer mit einem halben Dutzend Gegnern gleichzeitig auf. Auch wenn der augenzwinkernde Humor diesmal (fast) keine Rolle spielt – Jackie Chan gibt seinen Gegnern in gewohnter Manier die volle Breitseite. Und die sitzt, wie man weiß… geh.

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