Nackt

   Kinostart: 19.09.2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Dialogintensive Komödie von Doris Dörrie über drei Paare, die Vergänglichkeit der Liebe und die Phasen einer Beziehung.

Drei Paare treffen sich zum gemeinsamen Abendessen. Bei Charlotte (Nina Hoss) und Dylan (Mehmet Kurtulus), den Gastgebern, ist dank Alltagsroutine und materiellem Überfluss die Luft aus der Beziehung. Emilia (Heike Makatsch) und Felix (Benno Fürmann) leben gar seit kurzem getrennt. Nur Annette (Alexandra Maria Lara) und Boris (Jürgen Vogel) sind (noch) glücklich, weil sie am heiter-romantischen Beginn ihrer Beziehung stehen. Ein Party-Spiel, bei dem die Paare einander mit verbundenen Augen per Tastsinn erkennen müssen, soll die Stimmung heben…

Doris Dörrie

Drei befreundete Paare, in ihren Beziehungen irgendwo zwischen Herzklopfen, Entfremdung und Trennung, treffen sich zum gemeinsamen Abendessen. Als Test für die erreichte Nähe entschließt man sich zu einem Experiment. Nackt und mit verbundenen Augen soll der jeweilige Partner mit den Händen erkannt werden. Doch die Liebesprobe führt zu ernüchternden Ergebnissen.

Ein Abendessen, drei Pärchen, sechs Meinungen und ein Spiel: Emilia und Felix, die sich soeben getrennt haben, die reichen, ewig streitenden Gastgeber Charlotte und Dylan sowie Annette und Boris, die miteinander einigermaßen glücklich zu sein scheinen. Weil keine rechte Stimmung aufkommen will, stachelt Emilia die anderen zu einem Experiment an. Problemstellung: Würde man seinen Partner erkennen, wenn dieser nackt vor einem stünde und man ihn mit verbundenen Augen ertasten müsste…

Um die Stimmung nach dem Abendessen zu heben, vertreiben sich drei Pärchen die Zeit mit einem Experiment: Erkennt man seinen Partner, wenn dieser nackt vor einem steht und man ihn mit verbundenen Augen ertasten muss? Ensemble-Kammerspiel, in der sich unter Anleitung von Doris Dörrie die deutsche Schauspielelite ein Stelldichein gibt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nackt: Dialogintensive Komödie von Doris Dörrie über drei Paare, die Vergänglichkeit der Liebe und die Phasen einer Beziehung.

    Wie die Liebe, der sie sich in ihrer Arbeit emotional analytisch, dabei aber optimistisch und mit unaufdringlicher romantischer Sehnsucht nähert, wirkt auch Doris Dörries Karriere als Filmemacherin wie ein Langzeitexperiment mit unkontrollierbaren Variablen. Nach ihrem mosaikartigen Liebesreigen „Bin ich schön?“ und ihrer auf Video gedrehten Meditationskomödie „Erleuchtung garantiert“ findet ihr neuer Film erneut einen ungewöhnlichen Ansatz für vertraute Themen. „Nackt“ ist die komische und melancholische Bestandsaufnahme dreier Beziehungen - konstruiert als Dreiakter und interpretiert von Schauspielern, die mit ihren Namen, vor allem aber ihren Darstellungen eine gute Resonanz in den Kinos sichern sollten.

    Die Vergänglichkeit des Glücks, die Suche nach dem Punkt, wo Euphorie von Routine abgelöst wird und selbstverständlich wird, was zuvor als Geschenk wahrgenommen wurde, sowie die Korrelation von Wohlstand und emotionaler Verarmung - das sind einige der wichtigsten Themen in dieser Verfilmung von Dörries 2001 veröffentlichtem Drama „Happy“. Eigensinnig und heilige amerikanische Drehbuchregeln ignorierend, eröffnet die Regisseurin „Nackt“ mit einer fast 20-minütigen, wortintensiven, auf einen Schauplatz reduzierten Vorstellung von Emilia (Heike Makatsch) und Felix (Benno Fürmann). Ein Paar, das seit kurzem getrennt lebt und am deutlichsten die schleichende und letztlich für jeden erstickende Beziehungsnivellierung repräsentiert. Trotz ihrer Entfremdung geht das Duo zu einer Dinnereinladung gemeinsamer Freunde - wie auch Annette (Alexandra Maria Lara) und Boris (Jürgen Vogel), das sympathischste, weil noch glückliche Paar des Films, das vom Miteinander noch elektrisiert wirkt und für die heitere, romantische Note des Films zuständig ist. Schließlich fehlen noch die Gastgeber Charlotte (Nina Hoss) und Dylan (Mehmet Kurtulus), denen unerwarteter Reichtum nicht nur die materielle, sondern auch die emotionale Spannung genommen hat. Während gelegentliche Videoshots fast symbolisch bescheiden an vergangene, glücklichere Momente erinnern, ist die Gegenwart der Paare als ironischer Kontrast in prallen Farben und Cinemascope festgehalten. Mittel- und Höhepunkt des Films ist ein Partyspiel, bei dem zwei nackte Paare mit verbundenen Augen, aber intaktem Tastsinn den jeweiligen Partner erkennen müssen, was als Indiz für die Qualität ihrer Beziehung gewertet werden soll. Hier wie auch in den anderen Akten des Films sind Stärken und Schwächen sichtbar. Amüsante Momentaufnahmen, witzige Dialoge und verbale Klugheit wechseln ab mit Lebensweisheiten und philosophisch-poetischen Exkursen (Er: „Ich seh dich an.“ Sie: „Aber Du siehst mich nicht.“) in Signalfarben, die schon mal prätentiös und bedeutungsschwanger klingen können. In den besten Momenten schaut man in sich hinein, erkennt sich in diesen repräsentativ konstruierten Leben wieder, die von allen sechs Darstellern mit Leidenschaft ausgefüllt werden. kob.

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