Nachtschicht: Wir sind die Polizei

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   2009
Nachtschicht: Wir sind die Polizei Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Nachtschicht: Wir sind die Polizei: Das "Nachtschicht"-Team bekommt es mit drei Fällen zu tun, deren Verbindung sich erst nach und nach enthüllt...

Die Verkleidung ist perfekt: In Polizeiuniform kassieren zwei Kleinganoven bei Temposündern ab. Weil ein Mädchen sie für echte Ordnungshüter hält, mischen sie sich in einen Fall von häuslicher Gewalt ein. Der Ehemann ballert allerdings gleich los: Er hat kurz zuvor mit einem Kumpan Hamburgs größten Schmuckhändler um Diamanten im Wert von 25 Millionen Euro erleichtert. Zur Lösung des Falls muss das Team vom KDD erst mal einen Umweg durch „Krüger’s Nationalpark“ nehmen.

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Kritikerrezensionen

  • Hätte der neue Film aus Lars Beckers Krimireihe „Nachtschicht“ nur diesen einen Einfall zu bieten, man wäre schon dankbar: Zwei Kleinganoven (Florian David Fitz, Ralph Herforth) verkleiden sich perfekt als Polizisten, kassieren bei Temposündern ab – wer sofort zahlt, kriegt keine Punkte – und werden später in eine ungleich größere Sache reingezogen, weil ein Mädchen sie für echte Ordnungshüter hält. Mutig mischen sie sich in einen Fall von häuslicher Gewalt ein, was einer der beiden prompt mit dem Leben bezahlt; wer kann denn auch ahnen, dass der Gatte mit der lockeren Hand gleich losballert.

    Aber das ist wie immer in den „Nachtschicht“-Filmen nur eine Ebene einer Geschichte, deren verschiedene Erzählstränge geschickt miteinander verknüpft sind. Der schießwütige Ehemann (Roeland Wiesnekker) spielt in diesem Kapitel bloß eine Gastrolle, ist dafür aber Hauptfigur eines anderen Handlungsteils, in dem zwei Gangster etwas größeren Kalibers in Frauenverkleidung Hamburgs größten Schmuckhändler überfallen und Diamanten im Wert von 25 Millionen Euro rauben.

    Neben Handlungsreichtum und dichter Erzählweise sind die garantierten Überraschungen die dritte große Stärke der Becker-Krimis. Deshalb tauchen Fälle und Figuren, die für das Team vom Kriminaldauerdienst (Barbara Auer, Armin Rohde, Minh-Khai Phan-Ti) eigentlich längst erledigt sind, oft noch mal auf. Dabei ändert sich gern auch mal das Vorzeichen: Was anfangs noch lustig ist, kann später blutiger Ernst werden. Zu Beginn entdecken Kriminalpsychologin Lisa Brenner (Auer) und der draufgängerische Erichsen (Rohde) in einer Wohnung einen ausgewachsenen Alligator unterm Bett. Gegen Ende des Nachtdienstes suchen sie das schräge Ehepaar Krüger (Tina Engel, Josef Ostendorf) erneut auf, weil seine Wohnung unmittelbar neben der von Juwelendieb Kunkel liegt; den Weg zum Balkon muss sich Erichsen allerdings durch einen tropischen Regenwald bahnen. Ein Blick ins Gästebuch, in dem sich alle Besucher von „Krüger’s Nationalpark“ verewigt haben, führt ihn schließlich auch auf die Spur von Kunkels gefährlichem Komplizen (Oliver Stokowski), der bereits diverse Menschenleben auf dem Gewissen hat.

    Dank der sich regelmäßig kreuzenden Handlungsstränge wirken Beckers „Nachtschichten“ ohnehin wie eine auf neunzig Minuten komprimierte Serie. Durch die Konzentration auf die Arbeit des KDD und den konsequenten Verzicht auf Ablenkungen sind die Filme außerdem Krimi pur: Ausflüge ins Nachtleben sind erwünscht, Ausflüge ins Privatleben der Ermittler verpönt; es sei denn, sie dienen der Wahrheitsfindung. Über all dies hinaus verblüfft Becker immer wieder mit völlig unerwarteten humoristischen Einlagen. Hier zum Beispiel nötigen die Krügers Erichsen mitten im Einsatz zu einem Erinnerungsfoto, und außer Armin Rohde würde man vermutlich niemandem abkaufen, dass der Ermittler auch bereitwillig gute Miene zum absurden Spiel macht. tpg.

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