Mystery Men

  
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Filmhandlung und Hintergrund

Dark-Horse-Comicadaptionen wandern in der Regel auf action- und stuntlastigen Science-Fiction-Pfaden. Im Fall der „Mystery Men“-Verfilmung wird das Genre hingegen gnadenlos parodiert, denn eine siebenköpfige Horde von Möchtegern-Helden versucht in der hip besetzten Fantasykomödie, die Straßen von Champion City verbrechensfrei zu halten. Statt des üblichen Waffenarsenals und übernatürlicher Kräfte verfügt diese...

Als dem amtierenden Superhelden von Champion City die Superschurken auszugehen drohen, lässt man aus Publicitygründen den hinter Gittern befindlichen Casanova Frankenstein entweichen. Doch es kommt anders als geplant, als Casanova den Widersacher in seiner Trutzburg gefangen setzt. Es schlägt die Stunde der zweiten Superheldengarde, z.B. des mit Essbesteck jonglierenden Blauen Radscha, des immerzornigen Mr. Furious, des Unsichtbaren(-wenn-keiner-hinguckt), oder des zu Recht gefürchteten Herren der Winde.

Als der amtierende Superheld von Champion City von Casanova Frankenstein gefangengenommen wird, ist es an den „Helden“ aus der zweiten Reihe, ihn zu befreien. Klamaukhafte Superheldenkomödie mit vielen bekannten Gesichtern wie Ben Stiller, Greg Kinnear oder Geoffrey Rush.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dark-Horse-Comicadaptionen wandern in der Regel auf action- und stuntlastigen Science-Fiction-Pfaden. Im Fall der „Mystery Men“-Verfilmung wird das Genre hingegen gnadenlos parodiert, denn eine siebenköpfige Horde von Möchtegern-Helden versucht in der hip besetzten Fantasykomödie, die Straßen von Champion City verbrechensfrei zu halten. Statt des üblichen Waffenarsenals und übernatürlicher Kräfte verfügt diese bunt zusammengewürfelte Verliererbande u.a. über Schaufel, Gabeln und Kegelkugeln sowie präzionsgesteuerte Blähungstorpedos.

    William H. Macy („Fargo“) spielt The Shoveler, der mit seinen Superhero-Ambitionen bei seiner Frau auf wenig Verständnis stößt. Sein Kumpel Mr. Furios (Ben Stiller aus „Verrückt nach Mary“) arbeitet auf einem Schrottplatz und müht sich, seine aufgestaute Wut zu kanalisieren. Blue Raja (Hank „Godzilla“ Azaria) übt sich mehr schlecht als recht als Gabelwerfer, Invisible Boy (Kel Mitchell) bildet sich ein unsichtbar zu sein, der pickelige Loser The Spleen (Peewee Herman Paul Reubens) läßt übelriechende Stinkbomben los, die seine Feinde zwangsläufig die Besinnung rauben. Komplett wird das Septett mit The Bowler, einer kessen Keglerin in Gestalt von Komikerin Janeane Garofalo, die mit dem in einem transparenten Ball implantierten Totenkopf ihres Vaters Bösewichte über den Haufen wirft. Allesamt werden sie von dem authentischen Superhelden Captain Amazing (Greg Kinnear als sarkastische Superman-Kopie) auf ihre Pseudo-Plätze verwiesen. Da der Captain so effektiv ist, findet sich nur noch selten etwas zu tun, weshalb er die Freilassung des Oberfieslings Casanova Frankenstein (Oscar-Gewinner Geoffrey Rush) arrangiert. Damit gräbt er sich jedoch seine eigene Grube und muß ätzende Konsequenzen ertragen. Somit ergibt sich für die Helden endlich Gelegenheit, zu zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Doch zuerst müssen sie das mystisch-martialische Training der Sphinx (Wes Studi) absolvieren.

    Regienovize Kinka Usher arbeitet mit einer eindrucksvollen Besetzung, die neben den erwähnten Darstellern Lena Olin, Claire Forlani und Tom Waits umfaßt, auch mit einem exzellenten technischen Team. Die Spezialeffekte sind erster Güte, was durch die rastlos-energetische Kameraarbeit noch zusätzlich unterstrichen wird. Die Bauten, die ein retro-europäisches Flair haben, erinnern, wie der gesamte schrullige Ton, an Tim-Burton-Produktionen. Auch bei den fantasievollen Kostümen wird die Liebe fürs Detail der Filmemacher offenbar. Leider wollen viele der parodistischen Gags über altbekannte Klischees nicht immer so recht zünden, den positiven Eindruck des etwas langen Filmspasses können sie nicht mindern. Allerdings bedarf es superheldenhafter Anstrengungen vom Verleiher, diesen schrägen Molotov-Cocktail kruder Einfälle einem breiten Publikum schmackhaft zu machen. ara.

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