Mutter auf der Palme

  

Filmhandlung und Hintergrund

Eine missachtete Ehefrau und Mutter zieht aus Protest ins Baumhaus ihres Sohnes und bringt damit die ganze Siedlung in Aufruhr.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mutter auf der Palme: Eine missachtete Ehefrau und Mutter zieht aus Protest ins Baumhaus ihres Sohnes und bringt damit die ganze Siedlung in Aufruhr.

    „Sei bloß froh, dass du nicht arbeiten musst“: Sätze wie dieser tun der besten Ehe nicht gut. Als die komplette Familie auch noch ihren Geburtstag vergisst, hat Helen Behringer (Saskia Vester), Hausfrau und Mutter, endgültig genug: Sie tritt in einen unbefristeten Streik und zieht sich ins Baumhaus ihres Sohnes zurück. Die Nachbarinnen, zunächst noch irritiert distanziert und auf Wahrung ihres guten Rufs bedacht, halten die Idee schließlich für gar nicht so schlecht. Bloß Helens Gatte Karl (Florian Martens), Chauvi eher aus Gedankenlosigkeit denn aus Vorsatz, findet den Ausstieg überhaupt nicht komisch. Erst muss er den Haushalt alleine schmeißen, und dann taucht auch noch ein früherer, geradezu ekelhaft verständnisvoller Verehrer Helens auf. Weil das Unternehmen Familie offenbar komplett auf Grund gelaufen ist, sieht Karl nur einen Ausweg: die Scheidung. So weit aber wollte Helen gar nicht gehen…

    „Mutter auf der Palme“ beginnt mit harmlosen Späßen und mausert sich dann zur ernstzunehmenden Komödie, die bei so mancher Zuschauerin auf große Zustimmung stoßen dürfte. Während Helens Alltag durchaus realistisch geschildert wird, ist Karl im Drehbuch (Nani Mahlo) eine Nuance zu dick aufgetragen; so wird er zu leicht verzerrten Karikatur und kann für das komödiantische Element sorgen. Martens bietet mit seiner Mischung aus Ehemonster und Repräsentant aller Ehemänner dieser Welt ein kleines darstellerisches Meisterstück. Regisseur Dror Zahavi wiederum gelingt es ähnlich bravourös, die Balance zwischen Komödie und Drama zu halten. Der Film bewahrt bis zum Ende seinen leichten Grundton, ohne dabei je zu verhehlen, dass es ihm mit seinem Thema durchaus ernst ist. Am schönsten aber sind die vielen kleinen, alltäglichen Beobachtungen, die der Geschichte einen enormen Wiedererkennungseffekt garantieren und mit denen sich der Film so manche Bosheit gönnt. tpg.

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