Filmhandlung und Hintergrund

Fortsetzung der TV-Familienkomödie "Wie krieg' ich meine Mutter groß?" um die chaotische Hamburger Restaurantbesitzerin Ginger und ihren Koch und Lebensgefährten Hans, dargestellt von Katja Flint und Matthias Brandt.

Damals waren sie bloß befreundet, nun sind sie ein Paar: „Mütter, Väter, Kinder“ ist die Fortsetzung der Komödie „Wie krieg ich meine Mutter groß?“. Diesmal geht es um Freud und Leid der Patchwork-Familie: Ginger, das ewige Blumenkind, muss sich um die kranke Mutter kümmern, vernachlässigt ihren Freund Hans und lernt dafür Pfleger Laurens schätzen. Hans wiederum wird heftig von Marianne umworben, Gingers Tochter will ihren leiblichen Vater kennen lernen, und Sohn Max ist schwer verliebt.

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Kritikerrezensionen

  • Mütter, Väter, Kinder: Fortsetzung der TV-Familienkomödie "Wie krieg' ich meine Mutter groß?" um die chaotische Hamburger Restaurantbesitzerin Ginger und ihren Koch und Lebensgefährten Hans, dargestellt von Katja Flint und Matthias Brandt.

    Ewig waren sie befreundet, bis es endlich funkte, nun sind sie eine Familie: Hippie-Braut Ginger, die zwei Kinder von unterschiedlichen Vätern hat, und der gutmütige Hans. Das war die Geschichte von „Wie krieg ich meine Mutter groß?“ (2004). Nun erzählen Sathyan Ramesh (Buch) und Stephan Wagner (Regisseur auch des ersten Films), wie die Sache weitergeht. Ramesh, Koautor bei „Türkisch für Anfänger“, nutzt das Happy End des ersten Teils, um die Geschichte der Patchwork-Opfer mit viel Sinn für unterschwelligen Humor fortzusetzen.

    Selbst die wie eigentlich immer völlig überflüssige Einführung durch die Hauptfigur, die zunächst bloß aus dem Off erzählt, dann aber das Geschehen anhält und sich direkt ans Publikum wendet, kann der munteren Handlung nichts anhaben, zumal der Film immer wieder überraschende Haken schlägt. Schuld daran ist allerdings nicht wie sonst in Komödien dieser Art das Schicksal, sondern die Figuren selbst. Gingers Tochter Nico (Caroline Erikson) zum Beispiel möchte unbedingt ihren leiblichen Vater kennen lernen. Die sonst so liberale Ginger (Katja Flint) ist strikt dagegen. Ausgerechnet die darniederliegende Großmutter (Gisela Trowe), ein Ausbund an Unleidlichkeit, gibt Nico den entscheidenden Tipp. Kurzerhand nimmt sie bei der Frau ihres Erzeugers (Heinrich Schafmeister), einem braven Biedermann, einen Job als Babysitterin an. Derweil überlässt Ginger das von der Pleite bedrohte gemeinsame Lokal „Kochküche“ ihrem Hans (Matthias Brandt), weil sie sich um die ans Bett gefesselte Mutter kümmern muss. Als es zwischen dem Paar zu kriseln beginnt, droht die flatterhafte Ginger prompt dem Charme des angeblich schwulen Pflegers Laurens (Janek Rieke) zu erliegen. Hans wiederum braucht im Lokal Ersatz für Ginger und stellt Marianne (Julia Jäger) ein; aber die will nur deshalb für ihn arbeiten, weil sie in ihn verliebt ist.

    Ramesh hat eine unübersehbare Vorliebe für Nebenfiguren; die Rollen von Nico und Max sind fast gleichrangig. „Mütter, Väter, Kinder“ ist daher, dem Titel entsprechend, ein Ensemblefilm geworden, und weil fast immer Liebe im Spiel ist, gibt es eine Vielzahl wundervoller kleiner Momente, die Wagner stets mit einem Hauch von Ironie versieht. Zu den schönsten gehören die trauten Augenblicke zwischen Hans und Marianne, aber auch Sohn Max (Pascal Bertram), der sich über beide Ohren in eine Mitschülerin verguckt hat, bekommt seine Auftritte. Bloß die Hauptfigur kommt nicht so gut weg: Katja Flint verkörpert das dauernde Blumenkind derart konsequent, dass einem Ginger (die eigentlich Gisela heißt) alsbald auf die Nerven geht. Vielleicht sind Ramesh die von ihm selbst entworfenen Figuren auch einfach sympathischer; jedenfalls hat Julia Jäger mit Abstand die besten Dialogzeilen. Im Mittelpunkt einer der schönsten Szenen aber steht eine Neben-Nebenrolle: Simon Licht spielt den vermutlich großzügigsten Gerichtsvollzieher der Filmgeschichte, dessen stilles Werben um Marianne leider unerhört bleibt. tpg.

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